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3-Millionen-Projekt: Feri-Sportpark wächst weiter

Von Sport wird immer individueller – dem will die HTG mit einem eigenen Fitness-Angebot Rechnung tragen. Dabei soll die neue Halle eine zentrale Rolle spielen. Das Projekt soll rund 3 Millionen Euro kosten.
Auf diesem brachliegenden Grundstück direkt neben dem bereits bestehenden Feri-Sportpark soll die dritte Halle errichtet werden. HTG-Präsident Ralph Gotta will dort zwei Tennishallenplätze und Gesundheitssport ansiedeln. Foto: Jochen Reichwein Auf diesem brachliegenden Grundstück direkt neben dem bereits bestehenden Feri-Sportpark soll die dritte Halle errichtet werden. HTG-Präsident Ralph Gotta will dort zwei Tennishallenplätze und Gesundheitssport ansiedeln.
Bad Homburg. 

Am Feri-Sportpark herrscht rund um die Uhr Betrieb. Am Vormittag kommen Mütter mit ihren Kleinkindern zum gemeinsamen Sporttreiben. Sie geben sich die Klinke mit den Tennisspielern in die Hand. Am Nachmittag wuseln Kinder und Jugendliche durch das vielschichtige Angebot der Homburger Turngemeinde (HTG). Am Abend dann kommen die Berufstätigen zum Badminton, zur Gruppen-Fitness oder zum Tanzen. Und auch die Leistungssportler – wie die Judoka oder die Basketballer – gehen jetzt ihrem Sport nach. Läuft doch bei der HTG, könnte man sagen.

„Es läuft sogar sehr gut“, sagt Ralph Gotta. Für den Vereinspräsidenten dennoch kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen – im Gegenteil: Bereits seit zwei Jahren diskutiert man in der Führungsetage darüber, dem Sportpark noch einen dritten Bauabschnitt zu gönnen. Sprich: Der Sportcampus soll eine dritte Halle bekommen. So haben es Aufsichtsrat, Ältestenrat und Präsidium auf einer Klausurtagung beschlossen. So wurde es kürzlich den Mitgliedern vorgestellt. Und so sollen es die Mitglieder – hoffentlich – auf einer außerordentlichen Versammlung am 7. Juni (19 Uhr, Feri-Sportpark) ebenfalls beschließen.

Das Projekt: Auf der Nord-Westseite des Sportparks soll eine weitere zweigeschossige Halle entstehen – der dritte Bauabschnitt. Das Grundstück hat die Stadt der HTG bereits im Erbbaurecht überlassen. Im Obergeschoss ist eine Zweifeld-Tennishalle geplant. Im Erdgeschoss soll quasi ein HTG-eigenes „Fitnessstudio“ entstehen. Zu den Trainingsflächen gehören auch Umkleiden sowie Lager- und Arbeitsbereiche für die Trainer. Für alle Außensportler – Tennis oder Beachvolleyball – sind zudem noch separate Umkleiden vorgesehen. Gotta: „Dann müssen die Outdoor-Sportler mit ihren schmutzigen Schuhen nicht mehr durch die Hallenanlage laufen.“

So sieht der Sportcampus der HTG im Überblick aus: der ehemalige Sportplatz   , die Tennisplätze   , die neue Halle    und der bereits vorhandene Feri-Sportpark   . Und hinter    verbirgt sich der Rest des alten Sportplatzes, wo heute ein Fitnessstudio beheimatet ist. Bild-Zoom Foto: Jochen Reichwein
So sieht der Sportcampus der HTG im Überblick aus: der ehemalige Sportplatz , die Tennisplätze , die neue Halle und der bereits vorhandene Feri-Sportpark . Und hinter verbirgt sich der Rest des alten Sportplatzes, wo heute ein Fitnessstudio beheimatet ist.

Das Gesundheitssport-Areal: Natürlich hat man auch bei der HTG den zunehmenden Trend zur Individualisierung im Sport erkannt. Vor allem Fitnessstudios schießen wie Pilze aus dem Boden – und der Markt wächst weiter. Dem will die HTG aber nicht mit einer weiteren „Muckibude“ begegnen, sondern mit einem „Gesundheitssport-Angebot“. Die HTG-Mitglieder sollen sich an einem Gerätepark den Themen Dehnung, Entspannung, Kraftausdauer oder Rückenfitness widmen können. Das Angebot soll an die traditionellen HTG-Sportarten angebunden werden. „Einen Freihantel-Bereich wird es nicht geben“, so Gotta. Es wird die Möglichkeit bestehen, die Gerätezirkel unter Anleitung von Trainern – Gotta rechnet mit zehn zusätzlichen Fest- und Halbtagsstellen – oder auf eigene Faust zu nutzen.

In einem Bereich soll es zudem noch ein Therapiebecken für Aqua-Gymnastik, -Reha oder -Jogging sowie eine Sauna geben. Denn auch Therapie und Reha sollen im Feri-Sportpark künftig möglich sein.

Zielgruppe: Mit dem Fitness-Angebot will die HTG nicht nur die Individualisten unter den Sportlern ansprechen, sondern den Verein auch noch attraktiver für junge Leute machen. Als Zielgruppe hat Gotta auch die „Bestager im Alter von 50 bis 60 Jahren und noch älter“, die heutzutage fitter und anspruchsvoller als früher seien. Und auch die Leistungssportler im Verein hätten, so Gotta, vielfach nach einer solchen Möglichkeit gefragt. „Letztlich wollen wir uns in alle Richtungen öffnen.“ Der Präsident geht davon aus, dass die Abteilung Gesundheitssport rund 500 neue Mitglieder (aktuell 4200) generieren wird. Der Monatsbeitrag für Mitglieder, die bereits einer anderen Abteilung angehören, soll 18 Euro betragen, wer nur den neuen Fitnessbereich nutzen will, muss 36 Euro bezahlen.

Finanzierung: Gotta rechnet mit Investitionskosten von rund 3 Millionen Euro. Mit rund 30 Prozent ist ein Zuschuss der Stadt Bad Homburg eingerechnet. Das Land wird voraussichtlich 220 000 Euro hinzuschießen, und die HTG wird Eigenmittel von rund 560 000 Euro beisteuern. Der Rest wird finanziert. Demgegenüber stehen Einsparungen bei der Anmietung von Hallenplätzen für die Tennisabteilung (rund 30 000 Euro im Jahr) sowie Einnahmen durch die Vermietung der Hallenplätze. Hinzu kommen die Einnahmen durch das Beitragsaufkommen beim Gesundheitssport. Dem stehen Ausgaben für Personal, Betriebskosten und Finanzierung gegenüber. Unter dem Strich, so Gotta, bleibe in dieser Rechnung aber ein ordentliches Plus.

Ablauf: Läuft alles nach Plan, soll im Frühjahr 2018 Baubeginn und Grundsteinlegung sein. Im Sommer sind dann Richtfest und Rohbauparty vorgesehen. Im Herbst soll das Projekt dann schon abgeschlossen sein. Geht es nach Gotta, wird die neue Halle am 9. September 2018 eröffnet – auf den Tag genau 19 Jahre nach der Eröffnung des benachbarten Fitnessstudios auf dem Areal des alten HTG-Sportplatzes (siehe ZUM THEMA).

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