Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 5°C

12. Königstein Classic: Freche Enten und Hochglanz-Karossen

Leopold und Jacques waren zwei von insgesamt 115 Oldtimer-Wagen, die an der diesjährigen „Königstein Classic“ teilgenommen hatten. Trotz Dauerregens bewältigten fast alle Teilnehmer die Strecke ohne größere Zwischenfälle.
<span></span> Bilder > Foto: Jens Priedemuth (Jens Priedemuth)
Königstein. 

Auf den ersten Blick scheinen sie gar nicht so viel gemeinsam zu haben: Leopold wirkt breit und erhaben, der hellblaue Lack ist auf Hochglanz poliert und am Innenspiegel hängen zwei Stoff-Würfel. Jacques hingegen besitzt mehr Rundungen, ist kleiner und kompakter ein frecher Franzose eben.

Und doch ist da eine wichtige Gemeinsamkeit: Beide Schmuckstücke rollen mit 113 weiteren Oldtimern am Sonntag über Start und Ziel der zwölften Rallye des örtlichen ADAC-Clubs „Königstein Classic“.

Bilderstrecke 12. Königstein Classic: Oldtimer zeigen, was sie können
Am Sonntag startete die 12. "Königstein Classic": Im Dauerregen starteten 115 Oldtimer in der Rußgänerzone ihre Rallye.Die Rallye, organisiert vom ADAC Ortsclub Königstein, führte von Königstein durch das Usinger Land und wieder zurück.Sehen Sie weitere Impressionen vom Start der Old-Fashioned-Tour.

Während es sich bei Leopold um einen Mercedes 200, Baujahr 1972, handelt, ist Jacques eine typische Ente, ein Citroen 2CV 6 Club, Baujahr 1980. Die Besitzerinnen beider Wagen kommen aus Wörth am See und machen zum ersten Mal bei der Königsteiner Rallye mit.

„Es macht Spaß, auf Gleichgesinnte zu treffen, sich über die Autos zu unterhalten, andere Oldtimer zu sehen“, zeigt sich Birgit Durschang begeistert. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, der gerne an den Wagen werkelt, nehme sie des Öfteren an solchen Veranstaltungen teil. „Der Sound der Motoren, der Benzingeruch, das Fahren – das ist schon etwas ganz Besonderes“, schwärmt die 44-Jährige mit Blick auf Leopold.

Die 45-jährige Heike Steininger hingegen erinnert sich an ihre Studentenzeit, wenn sie sich Jacques ansieht. „Es ist ein ganz besonderes Lebensgefühl“, erzählt sie. Sie genieße das entschleunigte Fahren und repariere auch den Wagen selbst. „Beim Schrauben lerne ich jede Menge dazu“, lacht sie.

Auf der Strecke jedoch hoffe sie, ihr erlerntes Wissen nicht anwenden zu müssen. Schließlich geht es für die Teilnehmer der Rallye, die vom ADAC-Ortsclub Königstein organisiert wird, durch das Usinger Land. Start und Ziel sind in der Königsteiner Fußgängerzone, wo bei Dauerregen der Zuschauerzuspruch am Morgen doch überschaubar ist.

 

Genauigkeit zählt

 

Bei der Rallye selbst geht es nicht um Schnelligkeit, sondern darum, Kontrollschilder am Straßenrand zu erkennen, diese in einer Bordkarte zu notieren, und auch darum, richtig navigiert zu werden.

„Das ist gar nicht so einfach“, wie Teilnehmer Lutz Jansen berichtet. Zusammen mit seiner Frau Clarika fährt er mit dem kleinen Fiat 500 Abarth, Baujahr 1971, bei der Königsteiner Rallye mit. „Wir haben vor dem Wettkampf Kartenlesen geübt, die Skizzen, Symbole und Satellitenbilder sind dabei schon sehr komplex“, meint der 52-Jährige.

 

Arbeitsteilung im 500er

 

Früher habe seine Ehefrau navigiert, jetzt würde sie lieber am Steuer sitzen. Die Jansens sind bereits zum vierten Mal in Königstein dabei, und sie haben aus den vorigen Rennen gelernt: „Wir haben alle möglichen Hilfsmittel dabei. Unter anderem auch Scheibenreiniger, denn der Fiat hat keine Lüftung“, lacht der Unternehmer aus Dieburg.

Weitere Besonderheiten des kleinen, roten Flitzers: Er verschleiße genau einen Satz Reifen im Jahr, werde von allen drei Kindern des Ehepaares gefahren und könne es mit seinen 30 PS auf 120 Kilometer pro Stunde bringen.

Während der Rallye muss der Fiat jedoch nicht Höchstgeschwindigkeit fahren, schließlich gilt es, alle Kontrollschilder zu erkennen und vor allem sicher ans Ziel zu kommen.

Am Ende taten das auch alle bis auf einen Teilnehmer, da habe die Antriebswelle gestreikt, wie Fahrtleiter Florian Reuter berichtet. „Wir waren mit der Veranstaltung sehr zufrieden, trotz Regen und Hochnebel“, betont Reuter aus Sicht der Veranstalter. Gestartet wurde in zwei Klassen, wobei Ralf Schackmann und Marc Stoll in der Sportklasse in einem Toyota Starlet 1,3 S, Baujahr 1985, gewannen und mit einem Fehler nur ganz knapp den Pokal für fehlerfreies Fahren verpassten. In der Classic-Kategorie setzten sich Hans P. und Elke Nees in einem Mercedes 280 SLC von 1977 durch.

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse