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Gesucht, gefunden: Freiwilligenbörse vermittelt ehrenamtliche Helfer für Vereine und Organisationen

Von Wenn die Kinder aus dem Haus sind, spätestens aber wenn es auf den Ruhestand zugeht, überlegt sich mancher: Was kann ich sinnvolles tun, wenn ich mehr Freizeit habe? Die Freiwilligenbörse gibt Anregungen.
Harald Hyngar ist Helfer bei der „Tafel“ und sammelt bei Supermärkten in der Region Lebensmittel ein. Außerdem organisiert er die Freiwilligenbörse. Harald Hyngar ist Helfer bei der „Tafel“ und sammelt bei Supermärkten in der Region Lebensmittel ein. Außerdem organisiert er die Freiwilligenbörse.
Friedrichsdorf. 

Wer Fußballspielen will, geht in den Sportverein. Wer ein anderes Hobby hat, sucht sich einen Verein mit Gleichgesinnten. Viel mehr Zeit sich anderweitig noch ehrenamtlich zu engagieren haben viele Menschen, die voll im Berufsleben stehen, nicht. So ging es auch Harald Hyngar. Er war 46 Jahre lang als kaufmännischer Angestellter tätig und wurde mit Beginn seiner passiven Altersteilzeit 2014 gleich Mitglied bei „Wir Friedrichsdorfer Bürgerselbsthilfe – Freiwillig aktiv“. Seine Begründung: „Ich wollte nicht einfach daheim rumsitzen.“ Was er konkret machen wollte, wusste er anfangs nicht so genau. Also hat er sich erst mal umgeschaut, was es so alles gibt und was davon seinen Interessen und Fähigkeiten entspricht.

Inzwischen gehört der heute 63-Jährige zu den Fahrern, die wöchentlich für die Tafel Lebensmittel in verschieden Geschäfte und Märkten abholen. „Aber es gibt noch viele andere Bereiche, in denen man sich einbringen kann“, weiß Hyngar. Er hat nämlich jetzt auch von Bernd Rückert die Koordination der Freiwilligenbörse übernommen und erfährt, wenn Vereine und Hilfsorganisationen Mitstreiter suchen. „Über einzelne Einträge im Internet läuft da nicht ganz so viel“, stellt er fest.

Im Sitzungssaal

Eine Übersicht, wo man sich überall einbringen kann, bietet die vierte Freiwilligenbörse in Zusammenarbeit mit der Stadt Friedrichsdorf. Im Sitzungssaal des Rathauses stellen sich am morgigen Samstag zwischen 11 und 15 Uhr unterschiedliche Vereine und gemeinnützigen Organisationen vor, die sich über neue aktive Mitglieder und ehrenamtliche Helfer freuen würden.

Zu ihnen zählt auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das immer Menschen gebrauchen kann, die anpacken. Auch der katholische Kirchenchor Friedrichsdorf und Burgholzhausen, die Burgspielschar Burgholzhausen, die Musikschule Friedrichsdorf und die Musisch-bildnerische Werkstatt wollen sich dort präsentieren, ebenso der Seniorenbeirat, der Freundeskreis Waldkrankenhaus Köppern und der Hospizdienst Friedrichsdorf sowie die Ortsgruppe vom Naturschutzbund Deutschland (NABU).

„Wir wollen den Besuchern die Gelegenheit bieten, sich umfassend zu informieren“, sagt Hyngar. Er ist davon überzeugt: „Das Angebot ist so groß, und es gibt so viele verschiedene Aufgaben und Hilfeleistungen, da kann jeder das Passende finden.“

Breites Spektrum

Der Koordinator erwartet wie auch schon bei der letzten Veranstaltung vor zwei Jahren viel Zuspruch. „Wir beobachten großes Interesse am Ehrenamt und denken, dass wir mit dieser Veranstaltung ein breites Spektrum an Informationen und vor allem an Anregungen bieten können“.

Nach der jüngsten Börse sind tatsächlich einige Ehrenamtliche bei den Vereinen „hängengeblieben“. „Natürlich könnten es ein paar mehr sein“, meinte Hyngar. Deshalb finde die Veranstaltung auch regelmäßig statt. Auch weil sich der Bedarf der Vereine ändert. Denn da es immer neue Interessen gibt, müssten diese auch bedient werden. Dazu braucht es wiederum Ehrenamtliche, die dafür qualifiziert sind. „Das Ganze ist ein Prozess, der Zeit braucht“, so Hyngar. Wer auf der Suche nach neuen Herausforderungen sei, solle sich einfach ein bisschen Zeit nehmen und bei der Freiwilligenbörse umschauen.

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