E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 17°C

Hilfe von allen Seiten für die Feldhüter

Von Die Politik will an der Satzung für Standgebühren arbeiten. Künftig sollen gemeinnützige Vereine keine Gebühren mehr für Straßenfeste zahlen. Und bis dahin hilft Wolfgang Hof.
Bad Homburg/Kirdorf. 

Die Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld (IKF) muss die erstmals fällig werdende Standgebühr für ihr Kelterfest Ende September aller Voraussicht nach nicht aus eigener Tasche zahlen – es hat sich nämlich ein Spender gefunden, der die rund 450 Euro an Standgebühren übernehmen will: der FDP-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Hof.

Wie berichtet, plant auch die BLB die Gebühr per Antrag zu verhindern, da die IKF eine wichtige ehrenamtliche Arbeit leiste – und das soll auch für alle anderen Vereine gelten, die sich in dieser Weise für die Allgemeinheit und das Zusammenleben in der Kurstadt einsetzen würden. Allerdings hatte die Stadt darauf hingewiesen, dass man in der Angelegenheit machtlos sei. Maßgeblich sei die aktuelle Satzung für die Sondernutzung öffentlicher Flächen. Eine Satzung, die vom Parlament verabschiedet worden sei.

Hof nennt die Satzung schlicht „Schwachsinn“. BLB-Fraktionschef Armin Johnert könne den Antrag, sofern er das diesjährige Kelterfest der IKF am Kirdorfer Kreuz betreffe, zurückziehen. Was die Zukunft der Satzung angehe, würden BLB und FDP an einem Strang ziehen: „Die Satzung zur Sondernutzung muss abgeändert werden“, so Hof. Vereine wie die IKF oder andere, die so viel ehrenamtlich für die Allgemeinheit täten, gehören nicht durch die Stadt abkassiert.

Spende sehr willkommen

Der FDP-Politiker will beim Kelterfest der IKF „auf einen Schoppen“ vorbeischauen und „dann regeln wir die Modalitäten“. Das wiederum freut den Vorsitzenden der IKF, Fred Biedenkapp: „Damit können wir sehr gut leben.“ Wenn Hof vorbei komme, könne man auch gleich eine Spendenquittung ausstellen.

Da man zurzeit oben am Feld eine neue Heimstatt baue, sei man auf jeden Cent angewiesen – da kommt die Hof-Spende natürlich gut. Biedenkapp weist darauf hin, dass man schon im vergangenen Jahr erstmals die Gebühr habe zahlen müssen, die elf Jahre zuvor jedoch nicht. „Ich finde auch, dass die Stadt Vereinen, die ehrenamtliche Arbeit für die Allgemeinheit leisten, keine Rechnungen stellen sollte – und das gilt natürlich nicht nur für die IKF“, so Biedenkapp.

Unterstützung für die Feldhüter gibt es mittlerweile auch noch von städtischer Seite: Stadträtin Lucia Lewalter-Schoor (SPD) kündigt nun ihrerseits „eine unbürokratische Lösung“ für dieses Jahr an. Wie diese aussehen soll, verrät die Ordnungsdezernentin allerdings noch nicht und fügt auch hinzu, „dass die Stadtregeln zurzeit keine andere Möglichkeit hergeben, als hier die Platzgebühr zu erheben.

Regeln würden letztlich nur greifen, wenn sie auch eingehalten würden, was aber nicht heiße, dass sie auch auf Biegen und Brechen befolgt werden müssten. „Kaum jemand wird die wichtige Arbeit der IKF in Zweifel ziehen. Was der Verein für das wichtige Kulturgut Kirdorfer Feld geleistet hat steht völlig außer Frage“, so Lewalter-Schoor weiter.

Aktuell würden die Stadtregeln im Fachbereich ohnehin überarbeitet und den geänderten Rahmenbedingungen angepasst. Dann könnte auch eine Sondernutzung für die IKF und andere Vereine aufgenommen werden. Letztlich hätten darüber die Stadtverordneten zu entscheiden. „Da habe ich aber keine Bedenken, schließlich wissen wir alle, was wir an der IKF haben und nicht nur die BLB“, schließt Lewalter-Schoor augenzwinkernd.

Schon mal unterstützt

Am Rande sei noch erwähnt: Wolfgang Hof hat bereits vor gut 14 Jahren schon mal in die eigene Tasche gegriffen, um zu helfen – damals zusammen mit seinem Parteifreund Ulrich Cannawurf und Dachdeckermeister Peter Löw. Gemeinsam hatten sie damals dafür gesorgt, dass das Frauenbildungszentrum finanziell über die Runden kommt, nachdem die Stadt der Einrichtung vorübergehend den jährlichen Zuschuss gestrichen hatte.

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen