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Ann-Kathrin Kofler wird Brunnenkönigin, Rainer Böhrig ihr Brunnenmeister: Ihre Herzen schlagen für Orschel

Von Es ist immer ein gut gehütetes Geheimnis, wer Oberursels Brunnenkönigin wird. Am Wochenende hat es der Oberurseler Vereinsring gelüftet. Und mit Ann-Kathrin Kofler bekommt die Brunnenstadt eine junge, engagierte und naturverbundene Hoheit. Letzteres wird besonders bei der Inthro eine Rolle spielen.
Ann-Kathrin Kofler und Rainer Böhrig sind schon jetzt ein gutes Team: Sie freuen sich auf die Inthronisation am 1. April in der Stadthalle. Foto: Jochen Reichwein Ann-Kathrin Kofler und Rainer Böhrig sind schon jetzt ein gutes Team: Sie freuen sich auf die Inthronisation am 1. April in der Stadthalle.
Oberursel. 

Sie ist ein aufgeschlossenes, redegewandtes Naturkind – er ein neugieriger Optimist, der Orschels Traditionen schätzt. Beste Voraussetzungen also, um Brunnenkönigin und Brunnenmeister 2017/18 zu werden. Und Ann-Kathrin Kofler (24) und Rainer Böhrig (64) geben strahlend und gern Auskunft, warum sie die Brunnenstadt vertreten wollen.

„Ich gehöre auf den landwirtschaftlichen Blumenhof Kofler und war schon immer naturverbunden. Aber auch das Prinzessinsein hat mich gereizt“, erzählt die künftige Brunnenkönigin, die Anfang April inthronisiert wird (siehe INFO). Christine Förder, stellvertretende Vorsitzende des Vereinsrings, habe sie gefragt, ob sie das Amt übernehmen wolle, fügt die 24-Jährige hinzu. Ihr Vater, der zunächst als Brunnenmeister im Fokus gestanden habe, habe wegen der vielen Arbeit auf seinem Hof abgelehnt, sagt sie. „Schön, dass sich Rainer dann zur Verfügung gestellt hat.“

Spannendes Jahr

Vereinsringchef Rolf Steinhagen hatte Böhrig gefragt, ob er Brunnenmeister werden möchte. Klar, dass ihn die Zusage freute. Schließlich weiß er: „Es ist zwar ein spannendes, aber auch anstrengendes Jahr.“

Ann-Kathrin Koflers enge Verbindung zu Oberstedten war laut Steinhagen mit ein Grund gewesen, sie für die Aufgabe auszuwählen. Schließlich feiert der Stadtteil 2017 seine 1200-Jahrfeier. In Stedten hat Ann-Kathrin den Kindergarten und die Grundschule besucht, bevor sie an die Maria-Ward-Schule (Bad Homburg) ging. Ihren Beruf Vermessungstechnikerin habe sie gewählt, weil er viel draußen stattfinde und mit Mathematik und Karten zu tun habe, erläutert die Hoheit in spe.

Info: Die Krone gibt’s erst im April

Die Inthronisation der Brunnenkönigin wird am Samstag, 1. April (kein Scherz), mit großem Programm und unter dem Motto „Ländliches Orschel“ in der Stadthalle gefeiert. Beginn ist um 19.30 Uhr.

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Ihre Ausbildung absolvierte die Tochter von Gisela und Hans-Georg Kofler, die noch zwei ältere Geschwister (Michael, 37, und Christine, 33) hat, beim Vermessungsbüro Wittig und Kirchner in Bad Homburg. Seit 2013 arbeitet sie im Büro Seeger und Kollegen in Frankfurt-Eckenheim.

In ihrer Freizeit singe und tanze sie gerne, sagt die junge Frau mit dem blonden, langen Zopf strahlend. Das kann sicher als Brunnenkönigin nicht schaden, wenn auch die Zeit für den Chor Iuvenitas Cantat und die Standard- und lateinamerikanischen Tänze ihrer Tanzlehrerin jetzt erst mal knapp sein wird. Kinder liebt der fröhliche, aufgeschlossene Single besonders, hatte bis vor kurzem beim Evangelischen Jugendwerk die Gruppenbetreuung von Kleineren und Jugendlichen übernommen. „Natürlich will ich auch mal eigene haben“, sagt sie.

Unterstützung vom LFO

Besonders wichtig ist ihr aber auch die Flora und Fauna ihrer Umgebung: „Landwirtschaft und Natur haben mich von klein auf begleitet.“ Ihr Vater ist stellvertretender Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Fördervereins Oberursel und Umgebung (LFO). „Ich bin auch Mitglied, weil es mir Spaß macht, bei den Veranstaltungen des Vereins mitzuhelfen.“

Jetzt freue sie sich, dass der LFO sie als Brunnenkönigin unterstütze, die gesamte Deko etwa bei der Inthronisation werde vom Verein geliefert. „Sehr fiebere ich als Brunnenkönigin dem Regionalroutenfest des LFO, aber auch dem Herbsttreiben und dem Treckerkino des Orscheler Sommers entgegen. Das Brunnenfest mal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen, finde ich ebenfalls toll.“ Dass sie als Brunnenkönigin das 20-jährige Bestehen des elterlichen Betriebes am 6. Mai erleben dürfe, sei für sie genauso wichtig wie die 1200-Jahrfeier Oberstedtens.

Rainer Böhrig und Ann-Kathrin Kofler haben sich zwar erst vor kurzem das erste Mal getroffen, aber sie wirken schon sehr vertraut miteinander. Der 64-Jährige ist seit 2000 immer wieder bei Brunneneinweihungen und Inthronisationen dabei gewesen, jetzt wird er mit Begeisterung selbst Brunnenmeister, wie er sagt.

Böhrig, der in Nienburg an der Weser geboren wurde und durch den Beruf seines Vaters, eines Zollbeamten, an verschiedenen Orten aufwuchs, hat seit 2005 seinen Lebensmittelpunkt nach Oberursel verlegt. Nach der Ausbildung zum Jungpostboten 1967 und seiner Wehrdienstzeit in Sigmaringen 1971/72 wechselte er 1998 zum internationalen Postzentrum am Frankfurter Flughafen. Böhrig, der Oberursel „einfach wunderbar“ findet und sich im Vereinsring und auch im Country- und Western-Club Bommersheim engagiert, spielt außerdem an der Neuen Bühne Oberursel Theater und kocht gerne. „Meist deftig Gulasch oder Rouladen.“ So mag es auch sein Partner Beppo Bachfischer, mit dem er in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft zusammenlebt.

Sich selbst bezeichnet Böhrig als Neuem immer aufgeschlossen und gesellig. „Ein Highlight für mich wird der Besuch beim Ministerpräsidenten in Wiesbaden.“

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