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Im Kampf gegen Krebs zählt alles

Jeweils fast 2000 Euro für krebskranke Kinder respektive Behinderte – die Spenden, die Verantwortliche von Kirche sowie Heimat- und Geschichtsvereins unlängst überreichen konnten, sind beachtlich und werden vor allem dringend benötigt.
Schloßborn. 

Angesichts eines jährlichen Bedarfs von rund 2,4 Millionen Euro mutet eine Spende von 1960 Euro allenfalls wie ein Tropfen auf einen glühenden heißen Stein an. Und doch scheint es sehr viel mehr für die Verantwortlichen des Vereins „Hilfe für krebskranke Kinder“ zu sein. Wie sonst ließe sich erklären, dass nicht nur Geschäftsführer Rudolf Starck, sondern auch die mittlerweile im Ausland lebende Ehrenvorsitzende des Vereins, Helga von Haselberg, eigens nach Schloßborn kamen, um die alljährliche Weihnachtsmarkt-Spende entgegenzunehmen?

Beide dokumentierten damit sowohl die enge Bindung, die zwischen der Frankfurter Kinderkrebshilfe und den Veranstaltern des Weihnachtsmarktes gewachsen ist, als auch wie dankbar ihr Verein für jedwede Zuwendung ist. Denn nach wie vor, hat sich an der Finanzsituation des Vereins seit seiner Gründung 1983 ein zentraler Aspekt nicht geändert: Die Kinderkrebshilfe, die von betroffenen Eltern gegründet wurde und getragen wird, bekommt nach wie vor keine finanziellen Mittel der öffentlichen Hand. Will heißen: Spenden sind überlebenswichtig für den Verein.

„Wir finanzieren über 30 Stellen an der Kinderkrebsklinik der Frankfurter Uniklinik. Darunter allein acht Ärzte“, so Starck. Vor allem das „Stammzelltransplantationszentrum“ sei darauf angewiesen.

Addiere man dazu den Betrieb des vereinseigenen Familienzentrums und weitere Betreuungsangebote, komme man auf einen jährlichen Bedarf an Drittmitteln von circa 2,4 Millionen Euro. Eine enorme Summe, die der Verein über Spenden, vor allem aber über testamentarische Verfügungen und Bußgeld-Zuweisungen einspielen müsse. Es sei ein täglicher Kampf, räumte Starck ein. Und dieser Kampf sei noch schwerer geworden, nachdem mit Johanna Quandt im vergangenen Jahr eine langjährige Gönnerin verstorben sei.

Warum sich Eltern krebskranker Kinder – auch Starck und von Haselberg sind Betroffene – eine solche Last noch zusätzlich aufbürden? Gerade weil man betroffen sei, so von Haselberg, wisse man, um was es gehe, und sei bereit, sich in besonderem Maße zu engagieren. Und das eben nicht nur im Dienste des eigenen Kindes.

Jedes kranke Kind, jede betroffene Familie habe es verdient, dass man helfe und mit aller Kraft versuche, eine Chance auf Leben und Überleben zu schenken. Das habe für „Johnny“ Heimes gegolten, den jungen Mann aus Darmstadt, den der Verein so lange in dessen letztlich vergeblichen Kampf gegen den Krebs unterstützt hat. Und das gelte ganz aktuell auch für ein an Krebs erkranktes Flüchtlingsmädchen aus Afghanistan, das mit Unterstützung des Vereins, in Frankfurt eine Therapie begonnen habe.

Ein echtes Anliegen

Dass sich der Verein „Hilfe für krebskranke Kinder“ wie auch die Oberurseler Werkstätten auf die finanzielle Unterstützung aus Schloßborn verlassen können – das ist Benno Hofmann, Joachim Frankenbach und allen anderen Mitstreitern, die sich für den Weihnachtsmarkt einbringen, seit mittlerweile 16 Jahren ein besonderes Anliegen. So lange bereits findet der romantische Budenzauber im Pfarrhof statt. Und so lange bereits gilt die sogenannte „Drittel-Lösung“(siehe „INFO“).

Andreas Knoche, Betriebsleiter der Werkstätten, hat denn auch doppelt guten Grund, ein Fan des Weihnachtsmarktes zu sein. Zum einen, so Knoche, schätze er schon lange das familiäre Flair. Zum anderen freue er sich, dass auch seine Einrichtung neuerlich in den Genuss der Zuwendung komme. Knoche: „Die Spende wird für die Einrichtung unserer neuen Tagesförderstätte beste Verwendung finden.“

Wer den Verein „Hilfe für krebskranke Kinder“ unterstützen möchte, findet alle Infos online unter www.kinderkrebs-frankfurt.de.

(sj)
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