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Masterplan Licht: In Oberursel wird es heller – und günstiger

Von In der Korfstraße wurde gestern die erste Lampe auf LED umgestellt. Die restlichen rund 5700 werden in den nächsten drei Jahren folgen. Das Oberurseler Konzept verfolgt außer der Einsparung von Energie und Geld weitere Vorteile.
Bernd Dummer zeigt Alt und Neu: Die Antiklampen der Altstadt werden gereinigt und erhalten LED-Leuchten. Foto: Jochen Reichwein Bernd Dummer zeigt Alt und Neu: Die Antiklampen der Altstadt werden gereinigt und erhalten LED-Leuchten.
Oberursel. 

Im Hubsteiger befinden sich Julian Köster und Peter Wende auf Augenhöhe mit der Antikleuchte in der Korfstraße/Ecke Körnerstraße. Sie entfernen Glasummantelung und Birne, montieren eine LED-Leuchte und friemeln das Kabel durch den Mast. Es wird an die unterirdische Stromleitung angeschlossen, gesäubert kommt der Lampenkopf wieder drauf – und schon ist die erste von rund 3660 Straßenlaternen in Oberursel ausgetauscht.

Es ist der Startschuss für den vor eineinhalb Jahren vom Stadtparlament beschlossenen „Masterplan Licht“. Wie alle Kommunen muss die Brunnenstadt ihre Straßenbeleuchtung modernisieren – weil die veralteten Birnen zu viel Strom fressen und auch irgendwann nicht mehr ersetzt werden können. Bis 2021 will die Süwag-Netztochter Syna alle Lampen umgestellt haben. Insgesamt wird die Stadt von rund 5700 Lampen erhellt, doch manche sind bereits modern, etwa die an der Adenauerallee.

CO2-Einsparung

Wenn alles fertig ist, werde die Stadt pro Jahr rund 510 Tonnen CO2 einsparen, wie Syna-Standortleiter Dr. Joachim Dietrich Reinking erläutert. Und damit auch 2,9 Millionen Euro an Betriebskosten. Da sind die Investitionskosten von 3,5 Millionen Euro bald wieder drin – zumal die Syna einen Teil davon bezahlt.

Die Einsparung für die Stadtkasse freut Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) – und die Tatsache, „dass wir so einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten“. Nachdem in den Gremien schon diskutiert worden war, ob man mit der Umstellung nicht noch warten sollte, damit die Leuchtmittel noch günstiger werden, findet Brum allerdings: „Wir haben den richtigen Zeitpunkt gewählt.“

Zwar waren andere Kommunen da schneller – Bad Homburg ist bis auf Ober-Erlenbach bereits umgestellt, Grävenwiesbach gerade fertig, Usingen startet auch –, jedoch ist Oberursel die einzige Stadt im Umkreis, die mit ihrem Masterplan ein Konzept verfolgt. Es regelt ein Lichtmanagement für bestimmte Plätze und Gebäude. „Auch unsere Weihnachtsbeleuchtung wird dann günstiger“, so Brum.

Die neuen Leuchten haben 4000 Kelvin, das ist weißes Licht und heller, dafür weniger gemütlich. „Daran muss man sich gewöhnen“, räumt Reinking ein. Die meisten Lampen könnten aber gedimmt oder so geneigt werden, dass sie niemandem ins Schlafzimmer leuchten. Aus Spargründen ist in manchen Straßen seit einigen Jahren nachts jede zweite Laterne aus; das wird sich nun ebenfalls ändern. Statt dessen sollen alle Lampen zwischen 22.10 und 6.30 Uhr gedimmt werden. „Dunkelräume“ soll es keine mehr geben.

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