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Jetzt geht es wieder daran, böse Buben zu fangen

Vor seinem Wechsel in den neuen Wirkungsbereich zog Michael Greulich im Gespräch mit dieser Zeitung Bilanz seiner Arbeit als Sprachrohr der Polizei.
Michael Greulich Michael Greulich

Herr Greulich als Sprecher der Polizeidirektion Bad Homburg dürfte das, was sie vermelden mussten, nicht immer Spaß gemacht haben ...

MICHAEL GREULICH: Man kann es sich nicht aussuchen. Natürlich geht es darum, Sie und Ihre Kollegen mit Informationen über Straftaten zu versorgen. Spaß macht es immer, wenn es menschelt, oder wenn es um Tiere geht, die gerettet werden, auch wenn es darum geht, Zivilcourage durch seriöse Information zu würdigen und so Anreize zu setzen.

Da gibt es aber auch andere Meldungen, die weniger schön sind – oder?

GREULICH: Immer dann, wenn Menschen getötet oder schwer verletzt werden, vor allem Kinder. Ein aktueller Fall, der mir und meinen Kollegen die Arbeit sehr erschwert hat, ist der tödliche Unfall im Mai, als eine Frau in ihrem Auto in Ober-Eschbach von einem Zug erfasst und getötet wurde. Ich kam an die Unfallstelle, da war für viele der Schaulustigen längst klar, dass die Frau den Unfall selbst verursacht hat. Wir wissen heute, dass es anders war. So etwas bleibt aber in den Köpfen hängen.

Sind Sie mit dem Ziel Polizist geworden, Pressesprecher zu werden?

GREULICH: Nein, es hat sich halt so ergeben, aber es hat auch riesigen Spaß gemacht, so eng mit den Kollegen zusammenzuarbeiten. Jeder kann sich auf jeden verlassen.

Und warum sind sie nun Polizist geworden?

GREULICH: Ich bin familiär vorbelastet. Meine Eltern waren beide bei der Justiz und böse Buben fangen wollte ich schon als Kind, als meine Freunde noch Pilot werden wollten. Straftaten aufzuklären und für die Sicherheit der Menschen zuständig zu sein, ist eine tolle Aufgabe. Ich denke, dass ich das in meiner neuen Position tun kann. Einbrüche sind schwere Straftaten, sie können aber auch Opfer, in deren Privatsphäre eingedrungen wurde, schwer traumatisieren. Ihnen möchte ich bei der Bewältigung dieser Krise gerne zur Seite stehen.

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