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Kochtipps: Klein, schnell und lecker

Schon beim Kochen an mögliche Varianten denken, das war ein Tipp den Heike Hilke beim ersten Teil in ihres VHS-Kurses „Kochen für Singles“ gegeben hat. TZ-Autorin Gabriele Calvo hat in Töpfe und Pfannen geguckt und gelernt, dass es außerdem auf die richtige Vorratshaltung ankommt.
Heike Hilke (Mitte) zeigt, dass es auch für Singles leckere Gerichte gibt, die ohne großen Aufwand zubereitet werden können.  Fotos. Jens Priedemuth Heike Hilke (Mitte) zeigt, dass es auch für Singles leckere Gerichte gibt, die ohne großen Aufwand zubereitet werden können. Fotos. Jens Priedemuth
Bad Homburg. 

Kommt ein Single in die Küche und braucht ein Drittel Ei… Hört sich an wie ein Witz. Aber jeder, der schon mal nur für sich gekocht hat, kennt das möglicherweise: Ein Rezept für vier oder sechs Personen auf eine einzige herunterzurechnen – das ist nicht so einfach.

Auch deshalb hat die gelernte Hauswirtschaftsleiterin Heike Hilke für ihren Single-Kochkurs an der VHS Bad Homburg eigene Rezepte entwickelt und auf ihre Alltagstauglichkeit geprüft. „Mein Konzept ist, dass aus bestimmten Grundzutaten verschiedene Gerichte gekocht werden können. Mit wenigen frischen Zutaten wie Kräutern oder saisonalem Gemüse können die Gerichte immer wieder variiert werden.“ Zum Beispiel komme in die Tomatensoße nach dem Garen etwas gehackter Rucola oder es wird die Schale einer Bio-Zitrone mitgekocht.

Gerade das mit den Varianten gefällt Kursteilnehmerin Jutta Kockler gut. „Unter der Woche esse ich in der Kantine. Am Wochenende koche ich für mich. Aber ich will nicht immer nur dasselbe machen“, sagt sie und schnippelt in der VHS-Küche am Suppengemüse weiter. Unter anderem aus frischen Möhren, Lauch, Sellerie und Petersilienwurzel soll eine leckere Minestrone gekocht werden.

Daran arbeitet auch Christoph Vogl, der ihr gegenüber steht. Knoblauch duftet von seinem Schneidebrett rüber. „Ich bin erst seit kurzem wieder Single und koche eigentlich gerne, denn dabei kann ich prima entspannen.“ Auf Partnersuche sei er nicht, ein Tapas-Kurs hätte es auch getan, aber „beim Single-Kurs suche ich Tipps wie ich, wenn ich abends nach Hause komme, schnell etwas Kleines kochen kann, das schmeckt.“

Frische Zutaten variieren

Die Kunst bei so einem Single-Kurs ist es, einerseits für Singles und doch in der Gruppe zu kochen. Heike Hilke lässt dafür die Rezepte, die für ein bis zwei Personen gedacht sind, zum Teil zweimal Kochen, damit die Teilnehmer ein Gefühl für Portionen bekommen. „Außerdem lohnt es sich nicht immer, für eine Person zu kochen, weil der Aufwand dafür zu groß ist“, sagt Hilke. „Dann kocht man eben für zwei und isst den Rest am nächsten Tag, variiert ihn allerdings dann mit frischen Zutaten oder friert ihn ein.“

Das macht auch Annette so, die das Kochen liebt und den zweiteiligen Kurs vor allem als schöne Abwechslung an einem Freitagabend genießt. Sie hat gerade einen Hokkaido-Kürbis gewürfelt, aus dem eine Soße für Pasta werden soll. Jetzt mariniert sie vorgegarte Kürbisspalten mit Olivenöl und Kräutern, die gleich noch überbacken werden. Es riecht verführerisch nach Rosmarin. „Ich fand die Idee charmant, hier mit anderen zu kochen. Außerdem lernt man immer etwas dazu.“

Zum Beispiel, was für ein Grundvorrat für einen Single-Haushalt am besten angelegt werden sollte, damit die Rezepte, die Heike Hilke vorstellt hat, gekocht werden können. Zudem hat die Hauswirtschaftsleiterin eine Liste für die neun Teilnehmer vorbereitet, auf der die wichtigsten Grundbegriffe erklärt werden.

Nicht nur Pommes-Bude

„Die Teilnehmer bringen ja ganz unterschiedliche Voraussetzungen mit. Für die, die mit dem Kochen erst anfangen, habe ich gängige Abkürzungen wie EL für Esslöffel aufgeschrieben.“ Auch was „leicht köcheln lassen“ bedeutet, ist auf der Liste erklärt. Das sind für den Teilnehmer aus Usingen sehr wertvolle Tipps. „Ich habe mich gerade getrennt. Früher hat meine Frau immer kocht. Jetzt muss ich das Kochen lernen, denn immer nur Pommes-Bude, das schmeckt nicht.“ Die Tomatensoße hat er jedenfalls schon drauf. Als es ans Abschmecken geht, gab es von den Mitköchen gleich das erste Lob: „Ist sehr gut so“, lautete ihr Urteil.

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