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„Jugend musiziert“: Mit Blockflöte und Cello

Sechs junge Musiker haben in der evangelisch-methodistischen Kirche bewiesen, dass sie allerbeste Chancen haben, zu den Preisträgern des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ zu gehören.
Sind das künftige Preisträger? In der methodistischen Kirche spielen (v. li.): Anemone Hoffmann (Cello), Tobias Orzeszko (Cembalo), Hanna Volgmann und Leonie Minor (Blockflöten). Sind das künftige Preisträger? In der methodistischen Kirche spielen (v. li.): Anemone Hoffmann (Cello), Tobias Orzeszko (Cembalo), Hanna Volgmann und Leonie Minor (Blockflöten).
Friedrichsdorf. 

Sie sind zwischen 13 und 18 Jahren jung. Was das musikalische Können an ihren Instrumenten betrifft, können sie sich aber jetzt schon mit so manch altem Hasen messen. Das haben Leonie Minor und Hanna Volgmann (beide Blockflöten), Anemone Hoffmann (Cello), Joris Käfer (Viola), Ben Gentemann und Tobias Orzeszko (beide Cembalo) in der evangelisch-methodistischen Kirche bewiesen, wo am Sonntagabend ihre öffentliche Generalprobe zum Wettbewerb „Jugend musiziert“ stattgefunden hat.

Auf dem Programm stand sogenannte Alte Musik, unter anderem von Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788), Georg Friedrich Händel (1685-1759) und Georg Philipp Telemann (1681-1767). Das Interessante an der Veranstaltung war, dass die beiden Ensembles, zu denen sich die Nachwuchsmusiker zusammengefunden haben, ihre Stücke vom Ablauf her genauso präsentierten, wie sie es am kommenden Sonntag in ihrer ersten Runde von „Jugend musiziert“ in Frankfurt tun werden. Das Publikum in der Kirche, die extra für die Probe ihre Türen geöffnet hatte, übernahm dabei in gewisser Weise die Rolle der Jury, denn es wurde zu Beginn aufgefordert, tatsächlich erst dann zu applaudieren, wenn das jeweilige Ensemble seinen kompletten Auftritt beendet hat.

Nächste Runde

Darauf zu warten, war zugegebenermaßen nicht ganz einfach, denn die jungen Musiker begeisterten vom ersten Takt an sowohl mit ihrem Können als auch mit ihrer Ernsthaftigkeit und großen Spielfreude. Besonders das zweite Ensemble mit Leonie Minor und Hanna Volgmann an den Blockflöten, Anemone Hoffmann am Cello und Tobias Orzeszko am Cembalo hinterließ einen so ausgezeichneten Eindruck, dass wohl kaum einer der Abwesenden daran zweifelte, zukünftige Preisträger gehört zu haben. Die jungen Instrumentalisten aus Niddatal, Fritzlar, Hammersbach und Weilburg rechnen sich jedenfalls gute Chancen aus. „Die Konkurrenz in unserer Altersgruppe ist zwar hart“, sagte die 13-jährige Hanna Volgmann im Gespräch mit der TZ, „aber ich habe ein gutes Gefühl und bin sehr zuversichtlich, dass es zumindest mit der nächsten Runde klappt.“

Anemone Hoffmann (15) ist übrigens schon am Samstag im Solowettbewerb für Cello angetreten und mit der höchsten Punktzahl in die nächste Runde vorgestoßen. Diesen Schritt haben die anderen noch vor sich, wobei alle bis auf Tobias Orzeszko (18), der während einer Generalprobenpause an der Orgel mit Stücken von Johann Kuhnau und Johann Sebastian Bach beeindruckte, bereits Erfahrung mit „Jugend musiziert“ haben und in den vergangenen Jahren auch zu den Preisträgern gehörten.

Auf die Frage, ob sie trotzdem noch Lampenfieber vor ihrem Auftritt in einer Woche haben, antwortete Leonie Minor (13), dass das Lampenfieber zwar nicht mehr ganz so stark sei wie noch beim ersten Mal. „Aufregung gehört aber auf jeden Fall dazu, genauso wie das kleine Quentchen Glück“, sagte die junge Flötistin, die übrigens zusammen mit Ben Gentemann und Joris Käfer auch zum ersten Ensemble gehört, das bei dieser Generalprobe angetreten ist.

Auf ihr Glück müssen sich die sechs jungen Leute aber nicht verlassen – dafür spielen sie einfach zu gut.

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