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Mitreden bei den Großen – Im Jugendforum ist das möglich

Die Organisationsgruppe Jugendforum erhielt am Dienstagabend den diesjährigen Jugendförderpreis des Rotary Clubs Oberursel. Sie vertritt die Belange junger Menschen in den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen der Stadt – und dient damit auch als Vorbild für andere.
Stolze Preisträger: Die Schüler aus der Organisationsgruppe des Jugendforums lächelten glücklich in die Kamera, eingerahmt von Vertretern des Rotary Clubs.	Foto: Reichwein Stolze Preisträger: Die Schüler aus der Organisationsgruppe des Jugendforums lächelten glücklich in die Kamera, eingerahmt von Vertretern des Rotary Clubs. Foto: Reichwein
Oberursel. 

Auf solch engagierte Jugendliche kann Oberursel stolz sein: Die Organisationsgruppe Jugendforum wurde am Dienstagabend beim Bürgerempfang in der Stadthalle mit dem mit 1700 Euro dotierten Jugendförderpreis des Rotary Clubs Oberursel ausgezeichnet. Die 17 Mädchen und Jungen zwischen 14 und 17 Jahren aus der Erich-Kästner-Schule, der Freien Waldorfschule Vordertaunus, dem Gymnasium und der Hochtaunusschule sind verantwortlich für die Vor- und Nachbereitung sowie die Leitung der städtischen Jugendforen, in denen für Schüler wichtige Themen diskutiert werden. Die aktuelle Gruppe bereitet derzeit ihr drittes, das insgesamt 25. Jugendforum vor, das am Dienstag, 9. Dezember, stattfindet.

Die Jugendlichen hätten das Jugendforum zu einer „Institution im städtischen Leben“ gemacht, sagte die Präsidentin des Rotary Clubs Oberursel, Professor Dr. Claudia Koch-Brandt. Die Gruppe lade jeweils sechs Schulklassen ein, besuche sie im Unterricht und informiere sie über das Forum. Gemeinsam mit ihnen suchen sie nach geeigneten Themen, etwa Drogenprävention, Freizeitangebote oder Verbesserungen des Schulalltags, zu denen sie Präsentationen erstellen und Experten einladen. Die Ergebnisse werden in den ebenfalls von der Organisationsgruppe moderierten Foren im Rathaus präsentiert, zu denen der Magistrat zweimal jährlich einlädt. Mit dabei sind außer etwa 200 Schülern auch Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) und Erster Stadtrat Christof Fink (Grüne).

Dies ist indes nur ein Teil der ehrenamtlichen Tätigkeit der Gruppe. „Sie arbeitet auch außerhalb der Jugendforen an verschiedenen Themen“, berichtete die Rotary-Präsidentin. Sie hätten unter anderem auch die Jugendvertretung in Friedrichsdorf besucht, sich bei einem Immobilienmakler über die Ansiedlung von Geschäften informiert („Ein Thema, das auch viele Erwachsene leidenschaftlich interessiert“) und mit der Wirtschaftsförderung darüber diskutiert, wie Ferienjobs realisiert werden könnten.

Der Bürgerempfang in der Stadthalle stand im Zeichen der Städtepartnerschaften, und auch auf diesem Gebiet ist die Jugendgruppe aktiv: So erklärten sie Jugendlichen aus Rushmoor die Idee des Forums und trugen sie damit auch in die Partnerstadt.

Auf die Frage, was sie bei ihrer Arbeit am meisten berühre, antworteten die Oberurseler Schüler: „Zum Beispiel der Applaus, das erleichterte Gefühl nach einem gelungenen Forum.“ Die Nominierung für den Preis habe sie sehr gefreut, berichteten die Jugendlichen weiter. Sie seien besonders stolz darauf, dass die Zusammenarbeit mit den Schulen funktioniere und dass sie nicht nur leere Versprechungen machen würden, sondern tatsächlich bereits viele Ziele erreicht hätten. Ein besonderer Dank ging an Achim Hasselberg, den Leiter des städtischen Jugendbüros.

Angesichts klammer Kassen verwunderte es nicht, dass die Jugendlichen es als ihr derzeit wichtigstes Projekt bezeichneten, dass das Forum „weiter gefördert und bestehen bleibt“. Darüber hinaus wünschten sie sich, dass die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft ihre Anregungen weiterhin aufnehmen und „in ihren Entscheidungen verarbeiten“.

(dsc)
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