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Musikalischer Auftakt zur „Stolperstein“-Reihe

Königstein. 

Mit einem Konzert im katholischen Gemeindezentrum hat in der Kurstadt am Sonntag eine Veranstaltungsreihe ihren Anfang genommen, die die Verlegung von 24 weiteren Stolpersteinen und die Übergabe des Eugen-Kogon-Preises an Aktionskünstler Gunter Demnig am Freitag einrahmt.

Nach dem musikalischen Auftakt, der „verfemte Musik zur Zeit der Nationalsozialisten“ in den Blick rückte, findet heute Abend bereits die nächste Veranstaltung statt.

In der Stadtbücherei wird um 19 Uhr eine Ausstellung eröffnet, die dort bis Ostern zu sehen sein wird und an die Schicksale von früheren jüdischen Bürgern erinnern soll, die in der NS-Zeit ihre Heimatstadt unfreiwillig verlassen mussten.

Parallel zur Eröffnung der Ausstellung präsentieren Bürgermeister Leonhard Helm (CDU), Stadtarchivarin Beate Großmann-Hofmann und Vertreter der Initiative Stolpersteine am heutigen Abend in der Bücherei die umfassend erweiterte Neuauflage der Dokumentation „Juden in Königstein“. Am Freitag wird der Künstler Gunter Demnig dann in Königstein 24 weitere Stolpersteine verlegen.

Der erste Stein wird um 9 Uhr in Falkenstein vor dem Haus Taunusstraße 5 in den Bürgersteig eingelassen, um 10 Uhr wird der Rundgang vor der Kur- und Stadtinformation offiziell eröffnet. Viele der heutigen Hausbesitzer, vor deren Gebäuden Steine an die früheren Bewohner erinnern, haben auch die Patenschaft für die jeweiligen Stolpersteine übernommen, die sich auf je 120 Euro belaufen. Die übrigen Steine wurden durch Spenden finanziert.

Die Initiative Stolpersteine freut sich über die hohe Spendenbereitschaft der Königsteiner. Ein gesonderter Spendenaufruf sei nicht erforderlich gewesen, berichtete Petra Geis für die Initiative, die sich seit rund drei Jahren mit dem Thema beschäftigt.

Am Samstag, 16 Uhr, liest Dr. Michael Kogon, der Sohn von Eugen Kogon, in der Stadtbücherei aus seinem neuen Buch „Lieber Vati! Wie ist das Wetter bei dir?“ Das Werk präsentiert Briefe und Postkarten von Eugen Kogon sowie Kassiber, die dieser in den Jahren von 1938 bis 1945 im Gefängnis in Wien und im KZ Buchenwald geschrieben und später herausgeschmuggelt hatte. Alle Veranstaltungen sind öffentlich, der Eintritt ist frei.

(tz)
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