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Bauprojekt: Neues Konzept für alte Mühle

Es tut sich was auf der Baustelle Aumühle. Der Bagger hat schon ganze Arbeit geleistet und bis Ende der Woche sollen die Abrissarbeiten abgeschlossen sein. Geplant ist der Bau von Wohnungen – elf davon sind Teil eines besonderen Projekts.
Vom zweigeschossigen Anbau links ist schon nicht mehr viel übrig. In Kürze sollen die Abrissarbeiten abgeschlossen sein. Vom zweigeschossigen Anbau links ist schon nicht mehr viel übrig. In Kürze sollen die Abrissarbeiten abgeschlossen sein.
Oberursel. 

9 Uhr morgens auf der Baustelle in der Aumühlenstraße: Seit an der Aumühle die Abrissarbeiten Anfang Februar begonnen haben, hat sich einiges getan. Ein Geröllberg aus Beton und roten Ziegelsteinen türmt sich auf. Das ursprüngliche Mühlengebäude steht aber unberührt. Der Schriftzug Femso prangt noch auf der Fassade, auch wenn die Firma, die thermoplastische Kunststoffe herstellt, bereits in neue Räume im Gewerbegebiet Obere Riedwiese bezogen hat.

Ab und zu bleiben Passanten stehen und schauen, was sich auf der Baustelle derzeit tut. Die alte Mühle bleibt erhalten, so wollen es die Eigentümer, Jutta-Maren Brösamle, die Urenkelin des Firmengründers Franz Müller (siehe weiteren Text) und ihre Söhne Martin Brösamle und Klaus Mertens. Abgerissen werden nur Bürogebäude aus den 70er Jahren und die an das Mühlengebäude angebaute Betriebshalle auch als Packerei bekannt.

„Bis Ende der Woche werden diese Teilabrissarbeiten voraussichtlich vorgenommen sein“, erläutert Klaus Mertens, der im Nachbarhaus Aumühlenstraße 5 aufgewachsen ist und zurzeit in Berlin lebt. „Nach dem Abriss wird wieder aufgebaut“, erzählt er, der als Geschäftsführer der Aumühlen GmbH für das Sanierungsvorhaben verantwortlich ist.

Verein Wohntraum

Es sollen insgesamt 19 Wohneinheiten entstehen, 11 davon barrierefrei, die die Familie in Zusammenarbeit mit dem Oberurseler Verein Wohntraum vermieten wird. „Ich habe mich immer schon sehr für alternative Wohnkonzepte wie generationenübergreifendes oder gemeinschaftliches Wohnen interessiert. Da lag es nahe, für die neue Aumühle barrierefrei zu bauen und einen gemeinschaftlich nutzbaren Raum und Gartenbereich vorzusehen. Durch persönliche Kontakte bin ich dann mit dem Verein Wohntraum in Berührung gekommen und so entstand der Entschluss, die Vermietung in Kooperation mit dem Verein zu gestalten“, erklärt Jutta-Maren Brösamle.

Darüber hinaus sind in dem zum Garten hin liegenden Gebäudeteil der Anlage acht Loft- und Familienwohnungen geplant. Durch den Mühlenhof werden außerdem eine 100 Quadratmeter große Büro- und Praxisfläche sowie eine 41 Quadratmeter große Werkstatt zu erreichen sein.

Die Gesamtanlage Lindenstraße/ Aumühlenstraße ist denkmalgeschützt, wie Stadtsprecherin Nina Kuhn erläutert. Die Familie Brösamle/Mertens will die Geschichte der Aumühle und somit auch einen Teil ihrer Familiengeschichte bewahren. „Wir möchten die typische, relativ aufwendige Fassadenstruktur der ehemaligen Fabrikhalle aus den 60er Jahren in den Neubauteil mit aufnehmen, so dass ein homogener Gesamteindruck entsteht“, sagt Klaus Mertens.

Mühlgraben restaurieren

Auch der Mühlgraben, der sich quer durch das Gelände zieht, soll restauriert und wieder überbaut werden. „Als wesentliches Gestaltungselement wird ein Teil des Mühlgrabens sichtbar sein, da der zentrale Haupteingang zum Gebäude, brückenähnlich gestaltet direkt am ehemaligen Wasserhaus entlang führt“, betont Jutta-Maren Brösamle. Die Eigentümer planen zudem einen Teil des Baches wieder sichtbar zu machen. Eine Brücke soll über ein Stück des Baches zum Haupteingang der Wohneinheiten führen.

„Anfang April soll es mit dem Gießen des Fundaments und den Rohbauarbeiten losgehen“, teilt Klaus Mertens mit. Offizieller Spatenstich ist für Mitte April geplant. In der zweiten Jahreshälfte 2019 soll das Projekt voraussichtlich abgeschlossen sein.

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