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Partnerschaft funktioniert

Von Eigenständigkeit bewahren, gleichwohl zum Erfolg der Metropolregion beitragen: Vor diese Aufgabe sieht Landrat Ulrich Krebs beim Offenen Treff für Jedermann Städte und Kreise gestellt.
Schneidhain. 

An Erfolg und Attraktivität der Rhein-Main-Region hätten die Städte und Landkreise erheblichen Anteil. Ohne diese selbstständigen Körperschaften, sagte Ulrich Krebs beim Offenen Treff für Jedermann, sei die vielfältige Infrastruktur, die Frankfurt und sein Umland auszeichne, nicht möglich. Die Region profitiert nach seinen Worten ganz erheblich von der „Polyzentrität“, will heißen ihren zahlreichen und über die gesamte Fläche verteilten Anziehungspunkten. „Der Erfolg der Region liegt in ihrer Vielfalt begründet“, hob der seit zehn Jahren amtierende Landrat des Hochtaunuskreises im evangelischen Gemeindezentrum hervor.

Von der Bevölkerungszahl her liege die Region um Frankfurt im Mittelfeld. Wirtschaftlich könne sie jedoch mit Zentren wie London oder Paris mithalten. Fast acht Prozent der Bruttowertschöpfung Deutschlands entstehen laut Krebs im Rhein-Main-Gebiet.

Davon profitiere der Hochtaunuskreis, dessen Arbeitslosenquote mit 3,6 Prozent sehr niedrig liege. „Viele bekannte Unternehmen haben im Kreis ihren Sitz“, sagte der CDU-Politiker. Es sei nicht so, dass im Umland nur gewohnt werde und die Wertschöpfung ausschließlich in Frankfurt entstehe, sagte er auch mit Blick auf die hohe Zahl der Pendler nach Bad Homburg, Oberursel und Kronberg.

Große Bedeutung maß Krebs dem „eigenständigen Kulturangebot“ des Kreises bei. Institutionen wie die Kronberg Academy, der Hessenpark, der Opel-Zoo oder die überregional bekannte Ausstellung „Blickachsen“ machten „den Reiz der Region aus“.

Gleichwohl gebe es „Bedarf, die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet zu intensivieren“. Der Naturpark Taunus sei als Naherholungsgebiet das „grüne Wohnzimmer der Region“. Darüber hinaus verfüge der Kreis über „eine der modernsten Schullandschaften“. Diese Aussage untermauerte er mit der eindrucksvollen Zahl von einer Milliarde Euro Investitionen in Bildungseinrichtungen seit dem Jahr 2000. „Wir können froh sein, dass die Region wächst“, sagte Krebs. Das bedeute jedoch, dass bis 2030 insgesamt rund 184 000 Wohnungen entstehen müssten, davon rund 14 000 im Kreis. Das sei eine große Herausforderung. Der Kreis sei gleichwohl imstande, sie zu lösen. Wie das im Einzelnen zu bewerkstelligen sei, darauf habe er derzeit aber noch keine schlüssige Antwort, räumte Krebs ein.

Ob medizinische Versorgung, Stichwort Neubau der Kreiskrankenhäuser in Bad Homburg und Usingen, oder öffentliche Verkehrsmittel – Krebs plädierte für eine „Versorgung in der Fläche, die Randgebiete nicht außer Acht“ lasse. Usingen an die S-Bahn anzubinden, sei notwendig, „weil im Usinger Land Siedlungsreserven liegen“.

Gerade im Bereich Verkehr sieht Krebs die Region „gut und zukunftsfähig aufgestellt“. Wenngleich Vorhaben wie die Regionaltangente West noch gebaut werden müsse. Vieles sei zwischen Frankfurt und der Region partnerschaftlich organisiert. Das Standortmarketing beispielsweise sei „ein gut beackertes Feld, um die Region als ganze“ im internationalen Wettbewerb zu positionieren. Krebs: „Wir müssen Gemeinsamkeiten definieren, aber die Vielfalt erhalten.“

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