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Tipps vom Ex-Gewinner: So stressig ist ein TV-Quiz: Wolfgang Kullmann berichtet von sieben Shows

Als Quizkandidat bei einer neuen TV-Show? Geklappt hat das bei Wolfgang Kullmann nicht. Aber er kann über sieben Shows berichten, bei denen er dabei war.
Wolfgang Kullmann (Mitte) zwischen Berühmtheiten. Wolfgang Kullmann (Mitte) zwischen Berühmtheiten.
Bad Homburg. 

Am Samstagabend startete die ARD um 20.15 Uhr ihre neue Quiz-Show „Ich weiß alles“. Thomas Gottschalk und Jörg Pilawa sollen die Einschaltquote wieder in die Sphären der großen Abendshows wie „Einer wird gewinnen“ oder „Wetten dass“ zurückführen. Unser Mitarbeiter Wolfgang Kullmann wäre auch da gerne dabei gewesen. Es hat nicht geklappt. Aber er erzählt uns warum und über seine Erfahrungen als Quizkandidat.

„In sieben Quizshows in den 90ern war ich dabei, mit Pilawa und Gottschalk hätte ich gern noch einmal auf der Bühne gestanden, aber das Casting für dieses neue Format war so hart und schwer wie nie. 35 Fragen wurden am Telefon gestellt aus verschiedenen Wissensgebieten, 30 mussten richtig beantwortet werden, bei 28 Richtigen blieb ich stehen, ich weiß eben nicht alles. Tipps habe ich für alle, die in einer solchen Show auftreten wollen: Bewerben Sie sich, solange Sie noch relativ jung sind. Die Fernsehleute schielen auf junges Publikum, und das sieht natürlich lieber Gleichaltrige in den Shows. Zum anderen: Der Stresspegel in den Sendungen ist recht hoch, das bewältigt man besser, je jünger man ist. Je nach Persönlichkeitsstruktur verliert man die Fähigkeit, sein Wissen abzurufen. In solchen Situationen sind es nur noch 20 bis 50 Prozent im Verhältnis zu dem, was man weiß, wenn man auf dem Sofa vor dem Fernseher sitzt.

Und noch eine Empfehlung: Das ist bei allen Sendern das gleiche, bei Castings zählt nicht nur das reine Wissen. Die Chancen steigen, wenn man etwas Spezielles, Außergewöhnliches vorweisen kann. Wenn Sie also mit Rollschuhen die Sahara durchquerten, auf allen Erdteilen einen Bungee-Sprung nachweisen können oder ihrem Hund Schachspielen beigebracht haben, sind Sie fast sicher dabei. Warum ich mir das alles angetan habe, fragte ich mich oft. ,Ich war jung und brauchte das Geld‘ ist keine schlüssige Antwort. Es ist vielmehr ein gewisser masochistischer Reiz, den ich generell bei Prüfungen oder Tests empfinde. Ob beim Abitur, beim Führerschein oder irgendwelchen Eignungstests lässt mich das berühmte ,Kribbeln im Bauch‘ Aufregung und Stress vergessen. Da muss gar nicht unbedingt eine Kamera dabei sein.“

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