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Zing: Täglich im Dienst der Kranken

Im Bad Homburger Krankenhaus arbeiten nicht nur Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger. Die Klasse 4a der Burgwiesenschule Oberursel schaute mit ihrer Lehrerin Nadine Schwarz dort vorbei und traf sogar einen „Hoteldirektor“.
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Bad Homburg. 

In die Hochtaunus-Kliniken werden Menschen mit vielen unterschiedlichen Krankheiten eingeliefert, vom Knochenbruch bis zu Herzproblemen. Patienten mit Ebola hatte das Krankenhaus bisher nicht. Aber trotzdem gibt es schlimme Krankheiten. Auf die Frage der ZING-Reporter, was die schlimmste Krankheit gewesen ist, erklärte die Geschäftsführerin Dr. Julia Hefty: „Die schlimmste Krankheit ist die, die man nicht heilen kann.“ Im Bad Homburger Krankenhaus sterben leider auch etwa 400 Patienten pro Jahr.

Wenn ein Patient in die Notaufnahme kommt, kümmern sich die Ärzte so gründlich und schnell wie möglich um ihn. Hierfür gibt es unterschiedliche Behandlungsräume, wie zum Beispiel einen Schockraum. Wie lange jemand in der Notaufnahme warten muss, hängt davon ab, wie schlimm er verletzt ist. Wenn jemand mit starken Bauchschmerzen eingeliefert wird, wird er schneller untersucht, als jemand mit einem blutenden Finger.

Die ZING-Journalisten interessierten sich sehr dafür, was eigentlich in der Flasche ist, die manchen Kranken angehängt wird. Dr. Hefty erklärte, dass man diese Flasche einen Tropf nennt und sich Wasser mit Salz oder Medikamente darin befinden.

Bei einem Notfall kann man einen Krankenwagen rufen, der einen in das Krankenhaus bringt. Die Hochtaunus-Klinik hat keine eigenen Fahrzeuge, sondern benutzt sieben Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes. Die Ärzte werden von der Klinik mitgeschickt.

Die ZING-Reporter durften während ihrer Krankenhausführung in einen Krankenwagen hineinsehen. Es gibt dort viele verschiedene Dinge, wie medizinische Geräte, Medikamente und natürlich auch eine herausnehmbare Trage.

Pro Woche kommt es zu unterschiedlich vielen Einsätzen, je nachdem wann jemandem etwas passiert. Ein Krankenwagen darf dann über rote Ampeln – und schneller als eigentlich erlaubt ist – fahren.

Etwa 25 Mal pro Monat landet auch ein Hubschrauber auf dem Dach der Klinik. Dafür gibt es einen speziellen Hubschrauberlandeplatz. Einen eigenen Hubschrauber besitzt die Klinik aber nicht.

 

Die Autoren: Emilia Borst, Adrian Erbslöh, Carla Koehnen, Paul Schmidt, Sinja Wolf

 

 

1000 Euro für ein Bett

 

In den Hochtaunus-Kliniken werden die Betten nicht in den Zimmern, sondern in einer speziellen Bettenzentrale für den nächsten Patienten fertig gemacht. An einem Tag werden dort ungefähr 120 Betten gereinigt, desinfiziert und frisch bezogen. Arndt Mohr, der „Hoteldirektor“ der Klinik, zeigte und erklärte den ZING-Journalisten, was in der Bettenzentrale genau geschieht.

Die Bettenzentrale besteht aus mehreren Räumen. Die Klasse 4a entdeckte defekte Betten, Rollbetten, Matratzen, Bettbezüge, frisch gemachte Betten und Mitarbeiter in gelber Schutzkleidung mit blauen Handschuhen.

Es ist hier angenehm kühl und riecht ein bisschen nach Desinfektionsmittel. Damit die Betten auch von unten gründlich gereinigt werden können, werden sie mit einer Hebebühne in die Höhe gefahren.

Wenn das Bett schließlich fertig gesäubert und frisch bezogen ist, wird noch eine große Plastikfolie darüber gespannt. Damit ist es besser vor Schmutz, Keimen und Bakterien geschützt. Zum Schluss wird noch ein Fragebogen für die Patienten auf das Bett gelegt. Er hilft dabei herauszufinden, ob die Patienten mit der Klinik zufrieden sind.

Die ZING-Reporter fragten nach, wie teuer ein Krankenhausbett eigentlich ist. Ein einziges Bett kostet etwa 1000 Euro und ist damit teurer als ein normales Bett.

 

Die Autoren: Abdullahi Mohammed, Jens Petrovitis, Clara Ricciardi, Lukas Richter, Loucia Mo Salieti, Katja Sophie Stolle

 

 

Ungewöhnlicher Abfall

 

Im Bad Homburger Kreiskrankenhaus entsteht jeden Tag viel Abfall. Deshalb hat das Krankenhaus auch sehr viele Mülleimer und Mülltonnen. Manche werden abgeschlossen, weil wichtige Papiere oder spezieller Müll darin sind. Pro Woche fallen etwa vier Tonnen Abfall an, das sind rund 500 Kilogramm pro Tag.

Der Müll von einem Krankenhaus unterscheidet sich vom normalen Hausmüll. Blut und gebrauchte Spritzen müssen daher von einer speziellen Müllabfuhr abgeholt werden. Auch die Operationskleidung der Ärzte und Patienten, wie Kittel, Handschuhe und Masken, wird weggeworfen. Nur die Unterbekleidung wird bei 90 Grad gewaschen und wieder benutzt. Die ZING-Reporter erkundigten sich, was mit kaputten Herzschrittmachern passiert. Dr. Julia Hefty erklärte ihnen, dass diese nicht repariert und nochmal benutzt werden. Sie werden weggeworfen und von einer speziellen Müllabfuhr abgeholt.

Die herausoperierten Organe dagegen kommen in die Pathologie. Dort werden sie untersucht und schließlich 30 Jahre lang aufbewahrt. So kann man später noch nachsehen, was der Patient genau für eine Krankheit hatte.

Die Abfallentsorgung der Hochtaunus-Kliniken befindet sich im Freien. Dort stehen zwei große, gelbe Container mit Müllpressen. Überraschenderweise stinkt es dort überhaupt nicht nach Müll, sondern es riecht ganz normal.

 

Die Autoren: Benjamin Bremer, Lea Hertel, Drischti Kapoor, Louis Möller, Philipp Seel

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