E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 19°C
4 Kommentare

Viele Fragezeichen: U2-Verlängerung: Idee zum Schallschutz überzeugt nicht alle

Von CDU will die Anwohner der U-Bahnstrecke mit der Stadt an einen runden Tische bringen. FDP kritisiert Vorlage zum Lärmschutz – „am Thema vorbei diskutiert“.
Noch ist hier Endhaltestelle: Die Homburger sollen darüber abstimmen, ob die U-Bahnlinie 2 bis zum verlängert werden soll. Noch ist hier Endhaltestelle: Die Homburger sollen darüber abstimmen, ob die U-Bahnlinie 2 bis zum verlängert werden soll.
Bad Homburg. 

In sieben Wochen sind die Bad Homburger nicht nur dazu angehalten, einen neuen Landtag zu wählen, sie stimmen auch darüber ab, ob die U-Bahnlinie 2 von der bisherigen Endhaltestelle Gonzenheim bis zum Bahnhof verlängert werden soll oder nicht. Das Stadtparlament hatte im Juni mit großer Mehrheit beschlossen, dass sich die Gemeindeorgane für das Projekt aussprechen – hatten aber gleichzeitig dem Schallschutz große Priorität eingeräumt. Unter anderem sollte noch vor dem Bürgerentscheid geklärt werden, mit welchen Mitteln die U-Bahn „leise gemacht“ werden kann. Jetzt kam eine Vorlage in den Verkehrsausschuss, die sich mit den Ergebnissen einer Prüfung auseinandersetzt.

Aber so ganz wohl war keinem der Mitglieder des Verkehrsausschusses, als am Mittwochabend die Verlängerung der U-Bahnlinie 2 beziehungsweise die Überprüfung der den Anwohnern in Aussicht gestellten Schallschutzmaßnahmen auf die Tagesordnung kam. Denn besagte Prüfung durch das Regierungspräsidium Darmstadt (RP) und der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) hat erstmal nicht den erhofften Durchbruch in Sachen Lärmreduzierung gebracht.

Enge Taktung

Eine Vorlage des Magistrats hinterließ bei den meisten Ausschussmitgliedern mehr Frage- denn Ausrufezeichen. So lehnt die VGF unter anderem eine angefragte Reduzierung der Geschwindigkeit wegen der engen Taktung im gesamten Streckenverlauf ab. Und sogenannte Schmieranlagen würden allenfalls für den kurvigen Bereich nach der Tunnelausfahrt in Richtung Bahnhof einen positiven Effekt bringen. Das RP sieht sich derweil noch nicht in der Verantwortung, da der Planfeststellungsbeschluss von genannten Maßnahmen nicht tangiert sei.

Die CDU schlug nun vor, dass der Magistrat zeitnah die Einrichtung eines runden Tisches prüfen soll. „Da ließen sich alle mögliche Maßnahmen diskutieren“, so Roland Mittmann. Peter Münch (AfD) sieht durch die Prüfung die wesentlichen Fragen nicht beantwortet. „Wir können nicht einhalten, was wir angekündigt haben“, so Münch.

„Vorbei diskutiert“

Dr. Wolfgang Lindstaedt, FDP-Abgeordneter im Ortsbeirat Gonzenheim, sprach OB Alexander Hetjes (CDU) zwar noch mal einen Dank dafür aus, dass der Schallschutz jetzt ein Thema mit Stellenwert sei, kritisierte aber, dass die Vorlage sich nur mit Nebenaspekten befassen würde. Der Hauptaspekt – die Optimierung des Schallschutzes durch die Stadt – finde darin keinen Niederschlag. „Es ist ein großes Ärgernis, dass hier mühsam am Thema vorbei diskutiert wurde“, so Lindstaedt. Und sein Parteikollege Philipp Herbold fragte sich, ob da vor dem Bürgerentscheid am 28. Oktober noch mehr an Informationen komme.

Stadtplaner Holger Heinze wies darauf hin, dass der Schallschutz im Rahmen der Ausführungsplanung noch einmal separat bewertet werde – mit dem Ziel, eine Optimierung gegenüber dem planfestgestellten Stand zu erreichen.

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen