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Ausbildung: Unternehmen geben potenziellen jungen Bewerbern einen Einblick

Von Was tun nach dem Schulabschluss? Eine schwerwiegende Frage für alle Jugendlichen – diese Entscheidung wird das ganze Leben beeinflussen. 23 Homburger Unternehmen wollen helfen; sie stellen am Freitag sich und ihre über 80 Ausbildungsberufe vor. Damit helfen sie nicht zuletzt auch sich selbst.
Jugendliche werfen einen Blick in die Werkstatt bei Dr. Vogler, dem heutigen Mercedes-Händler Senger. Er ist wieder dabei. Archivfoto: Reichwein Jugendliche werfen einen Blick in die Werkstatt bei Dr. Vogler, dem heutigen Mercedes-Händler Senger. Er ist wieder dabei. Archivfoto: Reichwein
Bad Homburg. 

Die Eltern werden langsam schon unangenehm mit ihren Nachfragen, was die junge Schulabgängerin denn mal beruflich machen möchte. Warum nicht eine Ausbildung? Die Tochter zögert: Die Firmen und deren Lehrberufe erscheinen ihr zu abstrakt. Die Zeit verrinnt, und am Ende schreibt die Mutter für den Nachwuchs entnervt Bewerbungen in ihrem eigenen Beruf. So lief es früher mitunter, doch heute haben es junge Leute zwischen 14 und 21 Jahren gut. In Bad Homburg und in anderen Städten können sie die „Nacht der Ausbildung“ besuchen, Firmen, Ausbildungen und Ausbilder direkt kennenlernen.

Lehre statt Studium: Arbeitsagentur freut sich über mehr ...

Viele Schulabgänger zieht es sofort zur Uni – das ist einer der Gründe für den größer werden Fachkräftemangel. Das beklagte in den vergangenen Jahren auch die Arbeitsagentur (AA) Bad Homburg.

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Zum achten Mal stellen sich am kommenden Freitag Unternehmen, die in Bad Homburg ansässig sind, vor – diesmal 23 an der Zahl. Zwischen 17 und 22 Uhr werden sie den jungen Besuchern erläutern, welche Ausbildungsberufe sie von Spätsommer 2019 an in der Stadt anbieten. Es sind vor allem Tätigkeiten im kaufmännischen, technischen oder pflegerischen Bereich. Die Firmen haben sich so einiges einfallen lassen, wie sie sich den Besuchern präsentieren. Meist tun dies junge Leute, die selbst gerade eine Ausbildung machen, und stehen für Fragen bereit. Ein Überblick:

  AOK: Die Krankenkasse bildet 50 junge Leute zu Sozialversicherungsangestellten, intern liebevoll „Sofa“ genannt, aus. „Wir werden Berater brauchen“, erklärt Markus Rambat mit Blick auf den demografischen Wandel.

  Basler-Versicherungen: Der Versicherungskonzern hat zurzeit 27 Azubis und bildet pro Jahr sieben Versicherungskaufleute und zwei IT’ler aus. Am Freitag lernen Interessierte den Wohnungseinbruchssimulator kennen.

  Deutsche Leasing: Das große Leasing-Unternehmen bildet Bürokaufleute und den Dualen Studiengang Business Administration, neuerdings außerdem Wirtschaftsinformatik an.

  Deutsches Rotes Kreuz: Notfallsanitäter, Altenpfleger und Erzieher sucht das DRK. In der Rettungswache am Krankenhaus können Besucher einen Überschlagsimulator testen.

  Finanzamt: 90 Azubis hat die Behörde; für 2019 sucht sie in dualer Ausbildung (Diplom-)Finanzwirte. „Wir brauchen Leute, die sicherstellen, dass das Steuergeld ankommt“, erklärt Ausbildungsleiter Guido Seelig. In der Außenstelle Siemensstraße 29 werden eine Betriebsprüfung und eine Pfändung als Rollenspiele präsentiert.

  Fresenius: Das DAX-Unternehmen bildet in 33 Berufen aus.

  Hochtaunus-Kliniken: Das Krankenhaus sucht auch für diesen Oktober noch Bewerber zum Krankenpfleger. 2019 gibt es zudem kaufmännische und IT-Berufe. Interessierte können unter Schwarzlicht sehen, wie sauber ihre Hände sind, und den OP besichtigen.

  Lilly Deutschland: Der Pharmakonzern sucht sechs neue angehende Industriekaufleute.

  Maritim-Hotel: 15 angehende Hotel- und Restaurantfachleute bildet das Hotel derzeit aus. Spaß an diesen klassischen Berufen wecken will Direktor Jan Grunder am Freitag mit Kopfkissen-Bezieh-Challenge, Teller-Slalom und probeweisem Fischezerlegen.

  Nassauische Sparkasse: Das Finanzinstitut informiert über ihre Ausbildungen zu Bankkaufleuten – etwa mit fiktiven Bewerbungsgesprächen.

  Rewe Group: In dem Supermarktkonzern landet man nicht unbedingt an der Kasse; er bildet in 14 Berufe in Verkauf und Logistik aus. Am Freitag wird eine Markt-Rallye veranstaltet.

  Stadt Bad Homburg: 20 Azubis, vor allem in Verwaltungsberufen, und 20 Erzieher im Anerkennungsjahr lernen derzeit bei der Stadt. Sie informieren im Technischen Rathaus. Eine Expertin beantwortet dieses Jahr spezielle Fragen ausländischer Bewerber.

  Stadtwerke: Fachkraft für Wassertechnik, Anlagemechaniker oder Schwimmmeister kann man bei der städtischen Tochter lernen. Infos gibt’s an der Energiezentrale am Bahnhof.

  Taunus-Sparkasse: 25 neue Bankkaufleute will das Institut ausbilden und gibt Tipps zur Bewerbung.

Ebenfalls dabei: Amadeus Germany, ATIS Systems, CPM Germany, dm-Drogeriemarkt, Magna Powertrain sowie die IHK. Letztere informiert bei Fresenius an einem Infostand – ebenso wie die accadis-Hochschule über ihre Dualen Bachelor-Studiengänge. 30 Plätze bietet sie pro Jahr an. Neu ist eine Spezialausrichtung zur Digitalisierung.

Wann wie wohin?

23 Firmen haben am Freitag, 14. September, um 17 bis 22 Uhr für junge Bewerber, ihre Eltern und Großeltern geöffnet. Die Liste der Teilnehmer, ihre Adressen und weitere Infos stehen unter www.nachtderausbildung-bad-homburg.de. Ein kostenloser Bus-Shuttle verbindet die Standorte.

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