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Kommunalpolitik: Verkehrsberuhigung der Kronberger Altstadt: Was ändern! Aber was?

Von Die Aufenthaltsqualität in der Altstadt verbessern und den Durchgangsverkehr reduzieren, das ist das Anliegen der Stadt. Eine Bypass-Lösung soll den erwünschten Effekt bringen.
(Symbolbild) (Symbolbild)
Kronberg. 

Mit der aktuellen Verkehrssituation in der Altstadt ist die Mehrheit nicht zufrieden – da ist das Ergebnis einer Umfrage bei Gastronomen und Einzelhändlern eindeutig. Allerdings ist selbst diese Aussage mit Vorsicht zu genießen, denn schließlich füllten von 50 angeschriebenen Betrieben gerade mal 18 (3 Gastronomen, 15 Einzelhändler) den Fragebogen der städtischen Wirtschaftsförderung aus.

Ein Drittel ist mit dem Status quo einverstanden, während zwei Drittel eine Veränderung befürworten. Doch aus den folgenden Antworten lässt sich kein einheitliches Meinungsbild ablesen, wie auch Wirtschaftsförderer Andreas Bloching feststellt. So halten 43,75 Prozent der Befragten die Verhinderung des Durchgangsverkehrs für das Gewerbe für förderlich, 56,25 Prozent jedoch für unerheblich oder sogar schädlich.

Rückgang oder Wachstum

Eine Fußgängerzone werde die Attraktivität der Altstadt steigern, glauben 53,33 Prozent; dass sie keine signifikante Veränderung mit sich bringt, nehmen 46,66 Prozent an. Eine Fußgängerzone könne zu einem Rückgang beim Umsatz und der Kundenfrequenz beitragen, befürchten 56,25 Prozent, während sich 43,75 Prozent eine Steigerung erhoffen.

Am Dienstagabend stellten Bürgermeister Klaus Temmen (parteilos) und Eleni Mayer-Kalentzi vom Stadtplanungsamt die Umfrageergebnisse und drei Varianten zur Verkehrsberuhigung in der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt und des Kronberger Ortsbeirats vor. Das öffentliche Interesse war enorm.

Da gibt es die Variante der gegenläufigen Einbahnstraßen: Die Friedrich-Ebert-Straße kann in diesem Fall vom Frankfurter Tor aus in Richtung Königsteiner Straße befahren werden – allerdings nur bis zur Schirn. Die Autos werden dann nach rechts auf die Tanzhausstraße gelenkt und müssen das Altstadtareal in Richtung Hainstraße verlassen. Die Königsteiner Straße wird im Altstadtbereich ebenfalls zur Einbahnstraße, die Autofahrer müssen an der Schirn nach links in die Tanzhausstraße einbiegen. Diese Variante entlastet zwar die Altstadt vom Durchgangsverkehr, die Aufenthaltsqualität in der Friedrich-Ebert-Straße würde aber durch den Anliegerverkehr nach wie vor beeinträchtigt.

Anders wäre dies, wenn dort – und zwar vom Frankfurter Tor an bis über den Schirnplatz hinaus – eine Fußgängerzone eingerichtet würde. In diesem Falle müsste die stellenweise sehr schmale Tanzhausstraße in beide Richtungen befahrbar werden. Auch die Möglichkeit eines kleineren Fußgänger-Bereichs bis vor den Schirnplatz war erwogen worden.

Bypass als Königsweg?

Während der Sitzung brachte Bürgermeister Temmen eine weitere, die sogenannte Bypass-Variante ins Spiel. Die ist entstanden, weil Mitarbeiter der Verwaltung noch einmal die Köpfe zusammengesteckt und versucht haben, die Vorteile zu maximieren, während sie die Nachteile so klein wie möglich halten wollen. Bei der Bypass-Variante ende die Fußgängerzone an der Schirn. Der Verkehr wird um den gesperrten Bereich gelenkt (Einfahrt über die Tanzhausstraße, die zur Einbahnstraße mit entgegengesetzter Fahrtrichtung zur aktuellen Regelung wird).

Die Bypass-Variante wird von der Verwaltung favorisiert und könnte noch in diesem Jahr für drei bis sechs Monate probeweise eingeführt werden. Das letzte Wort in dieser Angelegenheit hat der Bürgermeister. Doch er machte deutlich, dass er kein Interesse daran hat, die Entscheidung „vom Elfenbeinturm aus“ zu treffen. Die Ausschussmitglieder brauchen Bedenkzeit und meldeten Beratungsbedarf in den Fraktionen an.

Am Mittwoch, 3. Mai, soll es eine Informationsveranstaltung geben, bei der Anwohner und Anlieger zu Wort kommen können.

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