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Vollsperrung: Aufwärmphase abgeschlossen, jetzt gilt’s

Schneidhain. 

Jetzt ist sie also dicht – die B 455 in der Schneidhainer Ortsdurchfahrt. Zumindest aus und in Richtung Königstein geht auf der Wiesbadener Straße nichts mehr. An der Zufahrt zum Johanniswald beginnt die Vollsperrung, die laut Hessen Mobil unabdingbar ist, um die neue Decke auf der Bundesstraße aufzubringen und den Bauarbeitern im engen Ortskern den vorgeschriebenen Schutzabstand einzuräumen (wir berichteten).

Wer jetzt noch aus Königstein nach Schneidhain oder aus dem Stadtteil in die Kernstadt will, der muss über Fischbach, Ruppertshain und den Königsteiner Ölmühlweg fahren. Innerörtliche Umleitungen sind ausgeschildert (wir berichteten).

Der gestrige Tag war ganz bewusst noch einer zum „Warmwerden“. Darauf verwies Suzanne Müller-Hess, Leiterin des Königsteiner Ordnungsamtes, auf Nachfrage der TZ. Gemeinsam mit Vertretern aller beteiligten Behörden habe man sich am Morgen an der Baustelle getroffen, alles in Augenschein genommen und die Umleitungsstrecke abgefahren. Müller-Hess: „Eine solche Umleitung mit allen Eventualitäten am Schreibtisch zu planen, ist eine Sache, die praktische Umsetzung eine andere.“ Und so seien auch gestern noch Schilder umgestellt und zurechtgeruckelt worden, um zum Beispiel Fußgängerwege freizuhalten. Dies sei auch der Grund, weshalb auf den Halteverbotsschildern entlang der Umleitungsstrecken bewusst erst der 19. Juli als Startpunkt genannt worden sei – warmwerden eben. In den Sozialen Medien hatte diese Regelung gestern schon Fragen aufgeworfen.

„Wir denken uns da schon was dabei. Auch wenn uns das einige offensichtlich nicht zutrauen“, betonte Müller-Hess mit einem Augenzwinkern. Dazu gehöre auch das möglichst frühzeitige Ausschildern der Sperrung. Mindestens 72 Stunden vor Inkrafttreten, müssten die Schilder stehen, damit sich die Autofahrer einstellen können.

Einstellen müssen sich aber auch die Anwohner des Ölmühlwegs auf eine Änderung. Dort, so Müller-Hess, gelte für die Umleitungsphase ein Halteverbot. Natürlich wisse man, so die Leiterin des Ordnungsamtes, dass das nicht allen gefalle. Aber letztlich müsse der Verkehr fließen können – auch wenn zum Beispiel gerade die Müllabfuhr durch die Straße rollt.

Rettungswege offen

Was die Rettungswege angehe – auch hier hatte es zuletzt immer wieder skeptische Nachfragen gegeben – bleibe alles wie geplant. Will heißen: Im Ernstfall können Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr über die Kallerstraße und Wiesbadener Straße nach Schneidhain fahren. Für den Fall, so Müller-Hess, werde die Baustelle zusammengerückt, die Arbeit kurzzeitig eingestellt und so der Weg freigemacht.

Dass noch der eine oder andere Autofahrer gestern mit der neuen Verkehrssituation im Stadtteil warm werden musste, hatte man sich im Ordnungsamt schon gedacht. Und so war man denn auch nicht überrascht, als mit einem Mal Autofahrer im abgesperrten Bereich standen und nicht mehr weiterwussten. Müller-Hess: „Gerade Ortsunkundige dachten wohl, sie könnten es einfach noch mal probieren.“ Gestern ging das noch, von heute an sollte das Aufwärmprogramm beendet sein, die Sperrung greifen.

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