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Durchfahrt weiter nicht möglich: Vollsperrung aus Richtung Königstein beendet

Von Die Zufahrt von Königstein nach Schneidhain ist wieder frei, die baustellenbedingte Vollsperrung zumindest an dieser Stelle Geschichte. Der Ortsausgang in Richtung Fischbach ist dafür jetzt gesperrt, die Ortsdurchfahrt bleibt damit dicht. Auch wenn das nicht alle Autofahrer akzeptieren wollen.
Von Königstein kommend ist die Zufahrt nach Schneidhain wieder frei. Die Durchfahrt ist aber nach wie vor nicht möglich. Bilder > Von Königstein kommend ist die Zufahrt nach Schneidhain wieder frei. Die Durchfahrt ist aber nach wie vor nicht möglich.
Schneidhain. 

Die Kurstadt hat wieder drei Stadtteile. Zugegeben – de facto ist das seit der Gebietsreform von 1972 so. Aber in den vergangenen Wochen hatte man schon den Eindruck bekommen können, dass zumindest Schneidhain nicht zu Königstein gehört.

20 Minuten – einfache Fahrt von der Kernstadt über den Ölmühlweg und Ruppertshain in den Stadtteil, da konnte man schon den Eindruck gewinnen, dass Schneidhain vielleicht nicht einer anderen Welt, aber doch einer anderen Stadt angehört.

Das hat jetzt ein Ende, denn auch die Bauarbeiten samt Vollsperrung der B 455 haben ein Ende – zumindest aus Fahrtrichtung Königstein. Seit Anfang der Woche können Schneidhainer wieder „ganz normal“ über die Wiesbadener Straße hinauf in Richtung Kurstadt und zurück. Für die Bewohner des Stadtteils sicher eine Erleichterung, die aber nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass die Arbeiten längst noch nicht beendet sind.

Wie bereits berichtet, kommt das von Hessen-Mobil beauftragte Straßenbau-Unternehmen zwar deutlich schneller mit der Erneuerung des Straßenbelags voran, als ursprünglich veranschlagt. Da nämlich war der Abschluss der Sanierung für Oktober angesetzt. Hexen können aber auch die Straßenbauer nicht. Und deshalb weist die Stadtverwaltung mit Nachdruck darauf hin, dass sich die Verkehrsteilnehmer an das zu halten haben, was die Umleitungs- und Baustellen-Beschilderung vorgibt.

Will heißen: Auch wenn die Vollsperrung aus Richtung Königstein mittlerweile aufgehoben ist, ist jetzt ihr Pendant am Ortsausgang Richtung Rettershof in Kraft getreten. Eine Vorgabe, an die sich offensichtlich nicht alle halten wollten und wollen.

Immer wieder wurden in den vergangenen Tagen Autofahrer gesichtet, die aus dem Westen heranrollten, sich an der Vollsperrung nicht störten und geradewegs über die abgefräste Straße in den Ort hineinfuhren.

Sei es aus Unkenntnis oder in wissentlicher Missachtung – es ist ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung und kann den Wagenlenker bares Geld kosten, wenn er erwischt wird. „Hier stehen zwei Halbsperren, die gemeinsam eine Vollsperre ergeben. Dazu das Schild 250 ,Durchfahrt verboten’ – die Vorgabe ist eindeutig“, unterstreicht Frank Müller, stellvertretender Leiter des Dezernats Bürgerservice in der Stadtverwaltung. Wer sich daran nicht halte, laufe nicht nur Gefahr in eine Kontrolle zu geraten, sondern auch sich sein Fahrzeug auf der abgefrästen Fahrbahn zu beschädigen.

Geduld gefragt

Ein wenig Geduld sei eben noch gefragt. Schließlich sei die Phase der Vollsperrung auch stadtauswärts endlich. Noch in den Ferien (ins Auge gefasst ist der 26. August) sollen die Arbeiten im Bauabschnitt D1/D2 so weit abgeschlossen sein, dass man von beiden Seiten wieder in den Stadtteil ein- und über Umleitungen auf der gegenüberliegenden Seite auch wieder ausfahren kann.

Dass es mit der Geduld und der Einhaltung von Verkehrsregeln bei Autofahrern nicht immer so weit her ist, zeigte sich in dieser Woche nach Umstellung der Baustelleneinrichtung. Vor allem am Mittwochmorgen schien zeitweise nichts mehr zu gehen im Stadtteil. „Wir haben im Zuge eines Ortstermins das Problem gelöst, das sollte jetzt funktionieren“, zeigte sich Müller zuversichtlich.

Auch wenn die Arbeiten sehr viel besser als erwartet vorankommen, stehen einigen Schneidhainern noch ein paar anspruchsvolle Tage und Wochen ins Haus. Daraus macht der Mitarbeiter der Stadt keinen Hehl. Da seien zum einen einige Anwohner am Ortsausgang Richtung Fischbach, deren Häuser über eine kleine Stichstraße direkt von der B 455 aus erschlossen werden. Die müssen in den kommenden Tagen über das gefräste Straßenstück zu ihren Grundstücken fahren. Müller: „Die Baufirma hat allerdings Rampen konstruiert, die die An- und Abfahrt erleichtern.“ Erst wenn die Arbeiten in diesem Abschnitt voraussichtlich vom 26. auf den 27. August abgeschlossen werden, so Müller, müssen sich die Anlieger für 24 Stunden einen anderen Parkplatz suchen. Denn diese Zeit brauche der Straßenbelag, um auszuhärten.

Weniger Glück haben hingegen die Anwohner im Bauabschnitt A2 zwischen dem Gasthaus „Zur Linde“ und der Spitzkehre in Richtung Waldhohlstraße. Hier wird zwar auch fleißig an der Wiesbadener Straße gearbeitet und das voraussichtlich bis zum 16. September. Allein, eine Zufahrt zu den Häusern dort ist in der Bauphase nicht möglich. „In diesem Bereich musste zu tief ,ausgekoffert’ werden. Das lässt sich nicht über provisorische Rampen lösen“, unterstreicht der stellvertretende Dezernatsleiter. Die betroffenen Anwohner seien darüber bereits informiert worden. Müller: „Hier können wir nur um Verständnis bitten. Es ist eben eine ziemlich massive Maßnahme. Zudem ist die ausführende Baufirma zügig bei der Arbeit und bemüht, dort zu helfen und Entlastung zu schaffen, wo es möglich ist.“

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