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Weihwasser benetzt Hunde, Katzen und Mäuse

Diakon Diethard Fries segnete am Sonntag im Anschluss an den Gottesdienst die Haustiere der Gemeindemitglieder zum Andenken an den heiligen Franz von Assisi, Schutzpatron der Heilig-Kreuz-Kirche.
Viele Gläubige haben am Sonntag ihre Tiere vor der Statue des Heiligen Franziskus von Diakon Diethard Fries segnen lassen.	Foto: ys Viele Gläubige haben am Sonntag ihre Tiere vor der Statue des Heiligen Franziskus von Diakon Diethard Fries segnen lassen. Foto: ys

Burgholzhausen. Die beiden kleinsten Haustiere haben den sichersten Instinkt: Zwei Mäuse suchen den Schutz des heiligen Franziskus ganz direkt und lassen sich in der Hand seiner Statue nieder. Währenddessen sammeln sich die Hunde unter leichtem Drängen ihrer Besitzer um Diakon Diethard Fries, lassen sich mit Weihwasser benetzen und segnen. Anlass war das Franziskusfest am Sonntag in der katholischen Gemeinde Burgholzhausen. Der heilige Franz von Assisi ist Schutzpatron der Heilig-Kreuz-Kirche.

Katze Cleo bliebt sicherheitshalber in ihrem Transportkörbchen. „Eigentlich heißt sie Cleopatra“, erklärt die zehnjährige Amelie. Zusammen mit Bruder Jakob (8) und Mutter Daniela hat sie auch noch den Hund einer befreundeten Familie mit zur Segnung gebracht. Der kleine Luca drückte Stoffhund Sam fest an sich, der vom Weihwasser etwas nass geworden ist.

Im Jahr 2000 wurde vor der Heilig-Kreuz-Kirche die Statue des Schutzpatrons der Tiere errichtet. Seitdem findet jedes Jahr zum Franziskusfest im Anschluss an den Gottesdienst die Tiersegnung statt, begleitet von Fürbitten und gemeinsamem Gesang. Der heilige Franziskus habe alle Geschöpfe geschwisterlich geliebt, sagte Diakon Fries während des Gottesdienstes. Geboren im Jahr 1182 in Assisi, erlebte Franziskus 1206 in San Damiano seine Berufung zur Erneuerung der Kirche. Im gleichen Jahr verzichtete er auf sein Erbe und entschied sich für ein Leben in Armut. Bereits zwei Jahre nach seinem Tod im Jahr 1226 wurde Franz von Assisi heiliggesprochen.

 

Respekt voreinander

 

Der gänzliche Verzicht auf Besitz sei nicht direkt auf die heutige Zeit zu übertragen, so Diakon Fries, „aber Sklave unseres irdischen Besitzes müssen wir auch nicht sein.“ In diesen Tagen sei das Teilen besonders wichtig: Zugunsten der Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten ruft das Bistum Mainz zu einer Sonderkollekte auf.

„Franziskus hat den Respekt voreinander auf die gesamte Schöpfung übertragen und hatte Achtung vor jedem Lebewesen“, formulierte Diethard Fries. „Er hat den Tieren sogar gepredigt.“ Daran sollte die gestrige Segnung erinnern.

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