E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 23°C

Gastronomie: Wenn der Strand zum Garten wird

Von Nach fünf Jahren bekommt der Platz hinter dem Kurhaus ein Facelifting. Künftig sollen hier Gäste im Street Food Garden sitzen und das Essen von wechselnden Food-Trucks genießen können.
Die Palmen warten bereits auf ihren Einsatz: Das Areal hinter dem Kurhaus erhält ein neues Outfit und auch ein neues Konzept. Die Palmen warten bereits auf ihren Einsatz: Das Areal hinter dem Kurhaus erhält ein neues Outfit und auch ein neues Konzept.
Bad Homburg. 

Kürzlich standen noch ein paar einsame Tannen auf schmuddeligen Sand. Doch mittlerweile sind Arbeiter unter Hochdruck damit beschäftigt, den Beach Club hinter dem Kurhaus auf Vordermann zu bringen. Halt, stopp – da stimmt was nicht, denn der Gastrobereich soll künftig nicht mehr Beach Club, sondern Street Food Garden heißen. Außerdem wird das Areal nicht für die Sommersaison vorbereitet, sondern komplett umgestaltet. Und was die Arbeit angeht – na ja, zumindest gestern war von Hochdruck nichts zu spüren. Aber das wird noch kommen, schließlich soll das neue Konzept bereits am Freitag, 27. April, umgesetzt sein.

Und so tuckert gestern zumindest schon mal ein Bagger über das Gelände. Die alte Hütte, der Steg über die Beach, der Sand, die hölzerne Umrandung – alle kommt weg. „Wir werten das Areal auf“, erklärt der kaufmännische Leiter der Kur- und Kongreß-GmbH, Holger Reuter. Alles soll ein wenig edler und anspruchsvoller werden. Und vor allem das gastronomische Konzept soll erweitert werden. Der Italiener („Spago“) und der Spanier (die Taparia „Muy bien“) werden ihre Gäste auch weiterhin in dem Bereich direkt vor dem Eingang zum Kurhaus betreuen. Hinzu sollen täglich wechselnde Food-Trucks kommen. Und wie fast immer, wenn es in der Kurstadt um Gastronomie geht, sind Jonas Langer und Artur Gajdzik vom Schlemmer Express nicht weit – sie zeichnen für das neue Konzept verantwortlich.

Die Veränderungen sind umfangreich: So soll der Beach-Bereich – mit neuer Umrandung und frischem Sand – künftig nur noch ungefähr ein Drittel der vorhandenen Fläche einnehmen. Hier sollen dann wieder Liegestühle und Sonnenschirme für Strand-Atmosphäre sorgen. Reuter: „Da können auch gerne weiterhin junge Mütter mit ihrem Nachwuchs und Schäufelchen Station machen.“ Die restliche Fläche „wird zu einem Gastgarten mit etwa 100 Sitzplätzen“, erklärt Langer, der betont, eng mit den vorhandenen Gastronomen zusammenarbeiten zu wollen: „Das ganze soll ein großer Platz für Gastronomie werden.“ Auch Reuter geht davon aus, dass sich die Gastronomen gegenseitig befruchten.

Der Gastgarten soll aber nicht mit Sand, sondern mit Kieselsteinen aufgefüllt, dazu kommen „vernünftige Gartenmöbel“. Die Food-Trucks sollen ständig wechseln, da wird Langer seine Kontakte in die Szene spielen lassen. „Wir wollen die ganze breite Palette von veganer Kost bis hin zum klassischen Burgern abbilden.“ Den Auftakt am 27. April macht übrigens der Food-Truck von Mainburger – der für seine wahrhaft genialen Burger bekannt ist.

Im Sommer soll dann auch die Fußball-WM gezeigt werden. „Wir wollen nicht in Konkurrenz zur Stadt treten“, sagt Langer, der aber auch davon ausgeht, dass sich die Besuchergruppen nicht überschneiden. Schon bei der Europameisterschaft sei es, so Reuter, im damaligen Beach „proppevoll“ gewesen.

Geöffnet sein soll der Street Food Garden von montags bis samstags von 12 bis 22 Uhr, „sonntags immer dann, wenn das Wetter stimmt oder große Veranstaltungen in der Stadt stattfinden“, so Langer. Das relativ frühe Ende ist den Belangen des benachbarten Maritim Hotels geschuldet. Auf die aktuelle Debatte reagierend, will Reuter auch das Thema Sicherheit hinter dem Kurhaus im Blick behalten: „Wir werden die Präsenz der Security verstärken.“

Apropos EM – den Beach Club gibt es seit der EM 2012. Zuvor hatte man im Rahmen der Sanierung der Tiefgarage unter dem Kurhaus den flachen Teich abgebaut und die Oberfläche neu abgedeckt.

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse