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Diskussion über Klimaschutz: Wie dem Wandel trotzen?

Klimaschutz gehört zu den drängendsten Fragen der Gegenwart. Denn die Projekte, die heute angegangen werden, um dem Klimawandel zu begegnen, werden erst in rund 80 Jahren ihre Wirkung entfalten. Dabei sind die Auswirkungen weltweit schon heute spürbar. Im Forschungskolleg Humanwissenschaften diskutieren am kommenden Montag Experten zum Thema.
Bad Homburg. 
Darrel Moellendorf Bild-Zoom
Darrel Moellendorf
Die Kurstadt ist privilegiert. „Die Veränderungen des Klimawandels seien in Mitteleuropa bei weitem nicht so gravierend wie anderswo in der Welt“, sagt OB Michael Korwisi. Dennoch sind die Auswirkungen auch in Bad Homburg spürbar. Beispielsweise im Stadtwald, wo man bei der Waldbewirtschaftung verstärkt auf wärmeliebende Bäume setzt. „42 Prozent des Homburger Stadtgebietes ist bewaldet“, sagt Korwisi, da könne man ermessen, dass man auch hierzulande ein Auge auf den Klimawandel habe. Deswegen sei es auch keine Frage gewesen, als das Forschungskolleg Humanwissenschaften an die Stadt herangetreten sei, ob sie eine Diskussionsveranstaltung unterstützen wolle. „Wir müssen dieses Thema einfach mehr in den Köpfen der Menschen verankern“, so der OB.

Am kommenden Montag besteht dazu die beste Gelegenheit, denn dann werden Prof. Darrel Moellendorf, unter anderem Professor für Internationale Politische Theorie an der Goethe-Uni und Fellow am Forschungskolleg, Konrad Ott, Professor für Philosophie und Ethik an der Uni Kiel sowie Dr. Hermann E. Ott, Klimawissenschaftler am Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie, über das Thema „Klimawandel und Gerechtigkeit“ sprechen. Die Diskussionsleitung hat Dr. Julia Schultz. Ausgangspunkt wird dabei eine These Moellendorfs sein, die er in seinem, bei einem Aufenthalt im Forschungskolleg verfassten Buch „The Moral Challenge Of Climate Change“ (zu Deutsch: Die moralische Herausforderung des Klimawandels) dargelegt hat. Danach könne man den Herausforderungen des Klimawandels nur begegnen, wenn auch soziale Aspekte berücksichtigt werden.

Dabei gilt es zu klären, wie denn beispielsweise die Kosten und die Lasten für den Klimaschutz aufgeteilt werden sollen. Denn die Verursacher sind in den seltensten Fällen von den Auswirkungen des Wandels betroffen. So lange aber die Kostenfrage nicht geklärt ist, wird es kein internationales Klimaschutzabkommen geben. Andererseits: Wäre ein solches Abkommen noch zeitgemäß? Wären nicht Allianzen, die nicht auf Staatenebene, sondern auf ökonomischer Ebene geschlossen werden, sinnvoller und erfolgversprechender?

Die Veranstaltung beginnt um 16.30 Uhr im Forschungskolleg Humanwissenschaften, Am Wingertsberg 4. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung per E-Mail an info@forschungskolleg-humanwissenschaften.de wird gebeten. Veranstalter ist neben dem Forschungskolleg auch das Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Uni Frankfurt. Sie wird unterstützt von der Stadt Bad Homburg, den Stadtwerken und dem Verein Power.

(aw)
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