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39. Hugenottenlauf: Auf die Plätze, fertig, los

Von Der 39. Hugenottenlauf erfreute sich einer steigenden Teilnehmerzahl an Läufern. Es gab im Halbmarathon zwei überraschende Sieger.
Schnell noch ein Blick auf die Uhr oder das Fitnessband und schon liefen die Herren und Damen um Bestzeiten beim Hugenottenlauf. Bilder > Schnell noch ein Blick auf die Uhr oder das Fitnessband und schon liefen die Herren und Damen um Bestzeiten beim Hugenottenlauf.
Neu-Isenburg. 

Nahezu ideales Laufwetter für Langstreckendistanzen, dazu eine gewohnt gute Organisation, waren beste Voraussetzungen für den wieder größeren Zuspruch zum traditionellen Hugenottenlauf. Bei der 39. Auflage des Wettbewerbs mit Strecken über 10 000 Meter und über die Halbmarathon-Distanz, dazu noch ein Schülerlauf über 2,9 Kilometer und ein fünf-Kilometer Volkslauf, gingen insgesamt 1873 Teilnehmer über die Startlinie. Davon erreichten 1738 das Ziel. Den größten Zuspruch erfuhr der Halbmarathon mit 1024 Startern, gefolgt vom Zehn-Kilometer Volkslauf mit 652 Startern. Beide Läufe werden für den Rosbacher Main-Lauf-Cup gewertet.

Es war noch früh am Sonntagmorgen, dennoch herrschte bereits Gedränge an der Startlinie zum Schülerlauf über 2,9 Kilometer. Susann Guber hatte ihren elfjährigen Sohn Leon hergebracht und überließ ihn dann seinem Schicksal. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich als Mutter besser raushält, sonst wird man hinterher für alles, was nicht so nach Wunsch gelaufen ist, verantwortlich gemacht“, meinte die FDP-Fraktionschefin.

Richtig motiviert war Nina Beidl aus Steinbach am Taunus. Sie wollte unbedingt gewinnen. „Zumindest in meiner Altersklasse“, meinte die zwölfjährige Läuferin. Vor dem Startschuss gab es dann noch für so manchen Jungläufer taktische Anweisungen, doch als der Startschuss dann endlich fiel, schienen diese alles vergessen zu haben.

Unmöglicher Laufstil

Zehn Minuten später trafen die „Volksläufer“ an der selben Startline ein. „Also, wie vereinbart – mach’s gut“, meinte Christian Andersch im Trikot des Radteams Neu-Isenburg. Der erfahrene Läufer hatte es sich vor ein paar Monaten erlaubt, seine Nachbarin beim Jogging zu kritisieren. „So macht man das aber nicht, das schadet mehr als es nützt“, hatte Andersch auf den „unmöglichen“ Laufstil von Claudia Daumann hingewiesen. Dann ließ sich die Nachbarin auf ein paar läuferische Lehreinheiten ein – und heute läuft sie ihrem Lehrmeister bald davon.

Doch der Hugenottenlauf lebt schon immer von der Anziehungskraft der Langstrecken. Gerade die angebotene Halbmarathon-Distanz nutzten viele Läufer als letzte Vorbereitung für den Großen Frankfurt-Marathon am 25. Oktober. „Ich habe wieder eine große Gruppe meines Marathon-Projektes hier, ich glaube es sind mehr als 60“, meinte die Langlaufspezialistin Petra Wassiluk vom Team Main-Lauf-Cup – die selbst über die Zehn-Kilometer-Distanz startete und dort den dritten Platz belegte.

Den Sieg holte sich hier wieder einmal, Kerstin Bertsch von den Asics Frontrunners /SSC Hanau-Rodenbach, die nach 38:46,1 Minuten über die Ziellinie lief. Eine echte Überraschung war die Erstplatzierung von Lena Becker vom TGV Schotten. Die erst 16-jährige Läuferin lief nicht nur zwei Minuten unter ihrer persönlichen Bestzeit, sondern ließ auch so manch erfahrene Teilnehmerin hinter sich.

Bei den Herren holte sich Aaron Bienenfeld von der LG Offenbach einen weiteren Sieg über die zehn Kilometer, er siegte in 33:00,4 Minuten, gefolgt von Nikolai Billing (ohne Verein) in 35:17,5 Minuten und Christian Spaich (TSG Oberursel) mit einer Zeit von 35:33,1 Minuten.

Zwei Überraschungen

Der Halbmarathon konnte mit gleich zwei Überraschungen aufwarten. Nach 1:11:01,2 Stunden lief ein Läufer mit dem bisher unbekannten Namen Alamo Damy Sambata über die Ziellinie. „Ich laufe gern“, konnte er nur atemlos vermitteln. Und wenn er gewusst hätte, dass er die seit langem bestehende Bestzeit um nur eine Minute verfehlt hatte, wäre der Läufer aus Ostafrika swohl noch ein wenig schneller gelaufen. Zweiter wurde Distin Scholz vom Spiridon Frankfurt mit einer Zeit von 1:13:07,3 Stunden, den dritten Rang belegte Steffen Kothe vom Bio Runner Rhein-Main mit 1:16:50,8 Stunden.

Die zweite Überraschung lieferte die Dreieicherin Delphine Halberstadt, die nach 1:24:58,4 Stunden die 21,125 Kilometer bewältigt hatte. „Das war genau meine Strecke, denn ich laufe gerne im Wald und ich war heute auch gut drauf“, meinte die Läuferin. Mit Lea Bäuscher von den ASICS Front- runners kam dann eine nicht unbekannte Läuferin ins Ziel, sie benötigte 1:25:18,3 Stunden. Auf den dritten Rang lief Sarah Giebl vom gastgebenden TV Neu-Isenburg, die 1:27:17,7 Stunden benötigte.

Gelobt wurde von allen Teilnehmern die gute Organisation, mit der Sportparkhalle als zentrale Anlaufstation mit Nachmeldung und Startnummernausgabe. Möglichkeiten zum Duschen nach den Läufen gab es ebenfalls in der Halle; oder man tauchte gleich in die warmen Fluten des angrenzenden Hallenbades.

Vorbildlich ausgeschildert und auch mit Bodenmarkierungen versehen, waren die Laufstrecken. Hier gab es bei den letzten Läufen schon mal kritische Anmerkungen. „Ich bin gestern extra noch einmal die Strecke abgefahren, die war ja schon seit vier Wochen ausgeschildert und wurde jetzt noch einmal neu mit Modenmarkierungen versehen“, meinte Christian Andersch vom Rad-Team Neu-Isenburg, der als Frontfahrer mit dem Fahrrad die Läufer auf die richtige „Fährte“ führte.

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