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Ausländerbeirat als Lokomotive der Integration

Von Nicole Jost Ausländerbeiratsvorsitzende Betül Gülmez-Götzmann sagte, dass es immer um Integration und die Identifikation mit Deutschland gehe. Integration gelinge, wenn Menschen erlaubt werde, sich einzubringen. Betül Gülmez-Götzmann (vorne, 3.v. li.) feierte mit Gremiumkollegen und Dieter Zimmer (M.) sowie Corrado di Benedetto (l. von Zimmer). Foto: Jost Betül Gülmez-Götzmann (vorne, 3.v. li.) feierte mit Gremiumkollegen und Dieter Zimmer (M.) sowie Corrado di Benedetto (l. von Zimmer). Foto: Jost

Dreieich. 

Der Neujahrsempfang des Ausländerbeirats in Dreieich stand voll und ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Seit 20 Jahren engagieren sich ehrenamtliche Bürger in dem Gremium für den Dialog der Kulturen, für den Abbau von Diskriminierung, Vorurteilen und Gewalt und für die politische Aufklärung und Teilhabe an der Gesellschaft für Bürger mit Migrationshintergrund.

Vor zahlreichen Gästen aus Kommunalpolitik, Sport und Kulturvereinen erklärte Ausländerbeiratsvorsitzende Betül Gülmez-Götzmann, dass es immer um Integration und die Identifikation mit Deutschland gehe. "Die kann nur gelingen, wenn wir Menschen erlauben, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und ihr Engagement zulassen." Die Gesellschaft sei gefordert, "den Menschen das Gefühl zu geben, dass sie willkommen sind und dazugehören", sagte die Ausländerbeiratsvorsitzende.

Kommunales Wahlrecht

Die andere Kultur und Religionen sollen als Bereicherung und nicht als Hindernis empfunden werden. Die Arbeit des Gremiums habe in den vergangenen 20 Jahren schon viel bewirkt, aber es gelte, noch dringende Aufgaben zu bewältigen. "Dazu gehört das kommunale Wahlrecht auch für nicht EU-Bürger, für das wir uns schon lange einsetzen", betonte Gülmez-Götzmann. Wer in Deutschland lebe und aufgewachsen sei, dem sollte auch das Recht gegeben werden, das Land mitzugestalten. Ein weiteres Augenmerk müsse in den nächsten Jahren den älteren Migranten gelten. Es sei auch an der Zeit, einmal Bilanz zu ziehen. Der Ausländerbeirat habe viele Erfolge erzielt, wie den Aufbau einer guten Öffentlichkeitsarbeit, das Rederecht in der Stadtverordnetenversammlung und gute Kooperationen mit den städtischen Gremien, dem Integrationsbüro, dem Forum Sprendlingen Nord und vielen Sport- und Kulturvereinen. Die Mitglieder des Ausländerbeirats hätten Sprachkurse, Seminare, Podiumsdiskussionen und Veranstaltungen zu gesellschaftspolitischen Themen organisiert und damit viele Menschen erreicht.

Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD) betonte, dass er die Arbeit des Gremiums sehr schätze: "Ihre Mitglieder haben Verantwortung übernommen für ein faires Miteinander und eine erfolgreiche Integration. Wir brauchen diese Diskussion, der friedliche Dialog ist ein hohes Gut." In Dreieich lebten 5000 Menschen mit Migrationshintergrund aus 100 Nationen. "Wir leben ein gutes Miteinander – und das fällt nicht vom Himmel." Zimmer erklärte, dass er andere Kulturen als eine Bereicherung sehe. Die kommunalen Ausländerbeiräte bauten Brücken zwischen den Menschen, regten die Politik an und übernähmen Verpflichtung und Verantwortung.

Nichts mit Zufall zu tun

Corrado Di Benedetto, Vorsitzender des Landesausländerbeirates in Hessen, war auch zum Gratulieren nach Dreieich gekommen. Er erklärte, die Stärken des Beirats lägen darin, dass er multikulturell, multireligiös und zudem ein Mehrgenerationengremium sei. Integration habe nichts mit Zufall zu tun, sondern müsse kanalisiert werden. "Die Ausländerbeiräte waren die Lokomotiven der Integration in Hessen. Ohne sie gäbe es keinen nationalen Integrationsplan und keinen bekenntnisorientierten Islamunterricht", erläuterte Di Benedetto in der Feierstunde.

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