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Karl-Treutel-Schule: Bagger macht Platz für Container

Von Die Schülerzahl in Kelsterbach sei unerwartet in die Höhe gegangen, so Bürgermeister Manfred Ockel. Das bekommt auch die Karl-Treutel-Schule zu spüren.
Dort, wo der Greifarm des Baggers die Schuppen abräumt, sollen die Container platziert werden. Foto: Leo F. Postl (pos) Dort, wo der Greifarm des Baggers die Schuppen abräumt, sollen die Container platziert werden.
Kelsterbach. 

Es sind zwar Ferien, doch auf dem Hof der Karl-Treutel-Schule in Kelsterbach wird dennoch gearbeitet. Immer wieder greift der Baggerarm gezielt nach Holzbalken, Verstrebungen und der Dachfläche, um Teile herauszubeißen. Ziel seiner brachialen Aktion sind die Schuppen auf der Nordseite des Gebäudekomplexes, die bisher verschiedenen Vereinen als Materiallager dienten. Ganz früher standen unter dem auf einem Metallgerüst liegenden Dach die Tischtennisplatten für die Schüler. Dann wurden dort die abgeteilten Bereiche für die Lagerung von Gerätschaften eingerichtet – jetzt muss alles weg. Der Platz wird für die neuen Container, in denen vier Klassen unterkommen, benötigt, denn die Räumlichkeiten der Karl-Treutel-Schule sind erschöpft.

Mit Schulcontainern hat man an der Karl-Treutel-Schule bereits Erfahrungen, denn auf dem Platz südlich des Schulgebäudes stehen solche bereits seit ein paar Jahren und werden sowohl als Klassenräume aber auch für die Hortbetreuung genutzt.

Gute Erfahrung gemacht

Aufgrund der steigenden Schülerzahlen muss schnell neuer Schulraum geschaffen werden, denn mit dem Bau des neuen Gebäudes der Karl-Treutel-Schule, das neben der Integrierten Ganztagsschule entstehen soll, wird erst in zwei bis drei Jahren begonnen werden können. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurde der Weg für die Freigabe des Auftrags zur Erstellung der Schulcontainer frei gemacht.

Wie Bürgermeister Manfred Ockel erläuterte, ging die Firma CMS (Container Modul Systeme) als „Sieger“ aus dem Interessenbekundungsverfahren hervor. „Wir haben mit diesem Unternehmen bereits recht gute Erfahrungen gemacht, und es freut mich, dass CMS auch hier wieder den Zuschlag bekommen hat“, sagte Ockel und verwies auf die erste Containeranlage auf dem Gelände der Karl-Treutel-Schule sowie die Übergangscontainerlösung während der Sanierungsarbeiten an der Integrierten Ganztagsschule. „Die Container sind für Mitte Juli bestellt und sollen zum Schulbeginn am 6. August betriebsbereit sein“, betonte Ockel.

Kritik an Notlösung

Große Vorarbeiten sind, abgesehen vom Abbruch der Schuppen, nicht notwendig, sie werden auf „Druckverteilungsplatten“ direkt auf den Boden gesetzt. Der Strom und die Wasserversorgung wird über das nebenan liegende Schulgebäude sichergestellt, das Abwasser über das bestehende Kanalsystem entsorgt. Die Kosten sind mit etwas unter einer halben Million Euro veranschlagt.

Kritik für die erneute Notlösung durch Container gab es von Christian Hufgard. „Das hätte man doch im Voraus erkennen müssen, ich war als Schüler mal in einem Container-Klassenzimmer, das war alles andere als angenehm“, so Hufgard. Dem hielt Ockel entgegen, dass die Schüler- und Einwohnerzahlen unerwartet in die Höhe geschnellt seien. „Die Container entsprechen dem aktuellen Energiestandard und sind von einem gemauerten Klassenraum nicht zu unterscheiden“, betonte Manfred Ockel.

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