Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 20°C

"Nature Art": Bei den Kunsttagen zeigen internationale Künstler ihre Werke

Von Eine Reise durch die Welt: 40 internationale Künstler präsentieren bei den Kunsttagen Dreieich ihre Arbeit rund um die Natur. Es gibt beispielsweise das „Haar-Netz“ oder Glasbilder, die erst im Licht Pfauenfedern sichtbar machen.
Ilse Dreher (links) und Waltraud Munz mit dem „Nature Art“-Kunstwerk von Roger Rigorth – einer von 40 Künstlern, deren Werk bei „Yatoo trifft Dreieich“ von Donnerstagabend an in der Stadtgalerie zu sehen sind. Ilse Dreher (links) und Waltraud Munz mit dem „Nature Art“-Kunstwerk von Roger Rigorth – einer von 40 Künstlern, deren Werk bei „Yatoo trifft Dreieich“ von Donnerstagabend an in der Stadtgalerie zu sehen sind.
Dreieich. 

Passend zum 40. Geburtstag der Stadt Dreieich lotsen die Kuratorinnen der Dreieicher Kunsttage, Ilse Dreher und Waltraud Munz, 40 internationale Künstler zu den 27. Kunsttagen in die Stadt. Unter dem Motto „Yatoo trifft Dreieich“ können die Dreieicher Kunstfreunde über internationale „Nature Arts“-Projekte staunen. Yatoo ist eine koreanische Künstlergruppe, die sich 2014 aufgemacht hat, um mit internationalen Partnern Natur-Kunst-Projekte in die ganze Welt zu tragen. Natur-Kunst ist ja vielmals vergänglich und die Installation nur für einen gewissen Zeitraum darstellbar – weil Natur eben vergänglich ist.

„Es sind kleine Eingriffe in die Natur, aber immer sehr rücksichtsvoll. Aber es bleibt eine Fotografie von jedem Projekt. Diese Bilddateien werden wir in Dreieich zeigen“, kündigte Waltraud Munz an. So beispielsweise die mit einem Sonnenbrand gestaltete Körperbemalung von Istvan Eröss aus Ungarn oder der passend zur Naturkulisse bemalte Körper von Volkrad Kutscher. An jedem Ort, an dem Yatoo gastiert, gibt es auch immer wieder neue Projekte.

Perfekte Gelegenheit

2015 war Yatoo vor allem im asiatischen Raum unterwegs, 2016 folgte Osteuropa – jetzt geht die Reise in Deutschland weiter. „Ich selbst war 2014 in Korea und als die Darmstädter Kollegin Ute Ritschel entschied, dass sie das Projekt in ihre Waldkunst nach Darmstadt kommen lässt, habe ich gedacht, dass ist die perfekte Gelegenheit, um viele internationale Kunstwerke in Dreieich zu zeigen – ohne zusätzliche Flugkosten zu verursachen“, erläutert Waltraud Munz.

Neben den Fotografien der Yatoo-Künstler, konnten Waltraud Munz und Ilse Dreher auch weitere Künstler gewinnen, um ihre Nature Art im Galerieraum der Stadtbücherei in Sprendlingen, Fichtestraße 50 A, aufzubauen. Von Donnerstag, 31. August, bis einschließlich Sonntag, 17. September, können sich die Besucher jetzt die spannenden Arbeiten ansehen. Da ist das „Haar-Netz“ von Sehriban Köksal, die in Darmstadt lebende Türkin hat aus ihrem schwarzen, langen Haar ein Netz gewoben und das mit winzigen Nägel in der Wand befestigt.

Ganz zauberhaft und leicht ist die Arbeit von Vroni Schwegler. Die Frankfurter Künstlerin mit einer Professur in Mannheim kommt aus den Naturstudien und hat Pfauenfedern in Glas geritzt. Das Besondere an diesen Glasbildern ist, dass sie in Verbindung mit Licht ganz feine Schatten auf die Wand werfen und die Pfauenfedern so überhaupt erst sichtbar werden.

Arbeit von Mario Reis

Ganz besonders stolz sind Munz und Dreher, dass sie Werke von Mario Reis zeigen können. Margarethe Habernoll hat den Kontakt zu dem bedeutenden Künstler hergestellt. Er stellt monochrome Leinwände in Dreieich aus. Diese haben in den Flussbetten der Welt gelegen und bilden die typischen Farben aus den Flüssen ab. Dabei sind Bilder aus Tangar in Island, aus dem Red Mountain Creek in Colorado, USA und aus einem Flussbett in Hiroshima in Japan.

„Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Bilder aussehen“, findet Waltraud Munz. Roger Rigorth leiht seine verwobenen Brombeerruten nach Dreieich aus. Der in Darmstadt lebende Schweizer hat mit diesem Kunstwerk einen hängenden Blickfang mit stacheligen Dornen geschaffen.

Ein Wiedersehen gibt es auch mit Barbara Beisinghoff. Die Künstlerin, die jahrzehntelang in Buchschlag gewirkt hat und vor einigen Jahren nach Nordhessen umgezogen ist, hat drei ihrer spannenden Wasserstrahl-Drucke mitgebracht.

Michael Kolod aus Maintal hingegen fällt ein wenig raus aus der Nature Art: Er arbeitet mit Materialien, die alle in einem Baumarkt zu haben sind. Seine „Schattenschlaufen“ lohnen aber einen zweiten Blick, durch die Anordnung der Materialien und Farben ergeben sich beim genauen Hinsehen spannende Effekte.

„Es ist eine sehr bunte und vielfältige Ausstellung und es war für uns die Chance, internationale Künstler und ihre Werke bei ihrer Reise durch die Welt zu einem Stopp nach Dreieich einzuladen“, sagte auch Bürgerhaus-Chef Benjamin Halberstadt von den 27. Dreieicher Kunsttagen begeistert. Jetzt gilt es, einen Besuch in der Stadtgalerie einzuplanen. Es lohnt sich, die Kunstschätze zu entdecken.

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse