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Bauprojekt: Bürger schauen sich auf dem neuen Quartier um

Von Die Bürger nutzten die Gelegenheit, um sich auf dem Gelände in der Darmstädter Straße umzuschauen, das die Feuerwehr und die Kommunalen Betriebe gemeinsam nutzen werden. Die Stadt hat in das Bauprojekt 15 Millionen Euro investiert.
Die Langener feiern ihren neuen Bauhof mit einem gut gekühlten Bierchen. Die Langener feiern ihren neuen Bauhof mit einem gut gekühlten Bierchen.
Langen. 

Die Feuerwehrleute und die Mitarbeiter der Kommunalen Betriebe Langen (KBL) sind noch nicht richtig eingezogen in das neue Quartier in der Darmstädter Straße, da hatte die Stadt schon zur großen Eröffnungsfeier eingeladen. Die Langener wollten ganz genau sehen, wo sie künftig ihren Müll hinbringen können, wo die Fahrzeuge für den Winterdienst geparkt sind und wo die Einsatzkräfte im Notfall in ihre Dienstkleidung springen.

Hunderte Bürger nutzten den gestrigen Tag der offenen Tür, um sich einmal auf dem gerade fertiggestellten, 14 000 Quadratmeter großen Areal umzuschauen. „Seit dem ersten Spatenstich sind jetzt zwei Jahre vergangen, ohne dass es böse Überraschungen gegeben hätte“, bilanzierte KBL-Betriebsleiter Manfred Pusdrowski zufrieden, dass die Bauarbeiten im Zeit- und Kostenplan geblieben sind. Demnach haben Stadt und KBL in der Darmstädter Straße für die Gebäude, deren Ausstattung und die Außenanlagen knapp 15 Millionen Euro investiert.

„Kluge Entscheidung“

Für Bürgermeister Frieder Gebhardt ist der Umzug neben die Feuerwehr eine der „klügsten und mutigsten Entscheidungen“, die in der jüngeren Vergangenheit in Langen getroffen wurden. Denn nur dadurch konnte östlich der Bahn der Weg für eines der größten Wohnneubaugebiete in der Rhein-Main-Region in der Liebigstraße freigemacht werden. Gebhardt erinnerte daran, dass die Stadtverordnetenversammlung das mit großer Mehrheit entschieden habe, ohne dabei auf leidenschaftliche Diskussionen zu verzichten.

Thilo (links) und Alex bastelten während der Eröffnung des neuen Geländes der Kommunalen Betriebe hübsche Tüten. Bild-Zoom
Thilo (links) und Alex bastelten während der Eröffnung des neuen Geländes der Kommunalen Betriebe hübsche Tüten.

Neben dem frei werdenden Neubaugebiet zahle sich auch die Kombination von KBL und Feuerwehr aus: denn Schulungsräume, Küche, Lagerflächen, Parkplätze und technische Einrichtungen können beide Einrichtungen gemeinsam nutzen. Obendrein ergänzen sich die künftigen Nachbarn bei der IT-Ausstattung und beim Personal. Der Standort im Süden von Langen habe dazu den Charme, dass er geografisch nahe an Egelsbach liegt. Das ist ideal, um die bereits bestehende Zusammenarbeit der beiden Kommunen bei der Müllentsorgung zu intensivieren.

Im Klartext bedeutet dies, dass von Januar 2019 an auch die Egelsbacher ihre Wertstoffe und ihren Grünschnitt ein paar Meter über die Gemarkungsgrenze fahren und nach Langen bringen können, sofern dies von den politischen Gremien in den beiden Kommunen beschlossen wird.

Praxistest beginnt bald

Pusdrowski bezeichnete das in seiner Eröffnungsrede und im Beisein des neuen Egelsbacher Verwaltungschefs Tobias Wilbrand als „hervorragendes Beispiel effizienter interkommunaler Zusammenarbeit“.

Der Wertstoffhof zur Anlieferung von Sperrmüll, Grün- und Verpackungsabfällen, Altglas, ausgedienten Waschmaschinen, Kühlschränken, Fernsehern und anderem mehr ist im hinteren Teil der Anlage entstanden. Er fällt mit 3400 statt 5000 Quadratmetern kleiner aus als das sanierungsbedürftige Areal in der Liebigstraße.

„Das reicht aber aus, weil nun alles viel durchdachter angeordnet werden konnte“, hatte Pusdrowski schon lange vor der Eröffnung argumentiert. Die großzügig bemessene Zu- und Ausfahrt auf dem Betriebsgelände liegt direkt in der Darmstädter Straße gegenüber vom Neubaugebiet Belzborn. Es gibt lange Fahrspuren zum Entladen und zum Vorbeifahren, um Staus und vor allem Rückstaus auf die Darmstädter Straße zu vermeiden.

Am kommenden Dienstag, 14. August, beginnt der Praxistest. Dann ist der Wertstoffhof erstmals zur Anlieferung geöffnet. Direkt an der Straße ist das gemeinsame Verwaltungs- und Schulungsgebäude von Feuerwehr und KBL mit Übergang zur bestehenden Feuerwache entstanden. Ein Aufzug für den barrierefreien Zugang, Aluminiumfenster mit Dreifach-Verglasung und eine gedämmte und dunkel verklinkerte Außenfassade machen die neue Zentrale zum modernen Bauwerk.

Auch Langens Stadtbrandinspektor Frank Stöcker sieht in der Erweiterung „eine wirklich spürbare Verbesserung für den Feuerwehr-Alltag. Jetzt verfügen wir endlich über die dringend benötigten Raumkapazitäten. Erstmals können wir sogar einen sogenannten Stabsraum zur Lageplanung mit vielen Beteiligten bei Großeinsätzen nutzen“, sagte der Stadtbrandinspektor zufrieden

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