Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 10°C

Dank Strom: Laster summt durch die Straßen

Von Die Lastwagen der Firma Gespa werden mit Strom gespeist. So fahren sie nahezu leise. Kostenpunkt: rund 98 000 Euro.
Neben dem Lastwagen "Smith Newton" bietet Gespa auch kleine Elektrofahrzeuge wie "Sam" aus der Schweiz an.	Fotos: Niess Neben dem Lastwagen "Smith Newton" bietet Gespa auch kleine Elektrofahrzeuge wie "Sam" aus der Schweiz an. Fotos: Niess
Neu-Isenburg. 

Sie werden oft Brummi genannt, die Lastwagen. Wohl, weil sie mit ihren großen Dieselmotoren nicht gerade leise sind. Doch in Neu-Isenburg, genauer in Zeppelinheim, fährt derzeit ein 7,5 Tonner durch die Straßen, auf den Brummi nicht so ganz passt, denn er brummt nicht. Auf den ersten Blick sieht der Smith Newton aus, wie ein ganz normaler Kleinlaster. Doch wenn er fährt ist nichts zu hören, außer dem Abrollgeräusch der Räder – er wird mit Strom betrieben.

"Die Reichweite liegt mit dem großen Batteriepack bei 200 bis 240 Kilometern", erklärt Jörg Ewald. Er ist Vertriebsleiter für eMobilität bei der Firma Gespa. Diese Abkürzung steht für German Energy Service and Project Partner. Die Begeisterung für den Lastwagen ist ihm anzumerken.

"Sehen Sie sich diese Cateringfahrzeuge an", sagt Ewald und zeigt auf die Lastwagen, die zwischen Zeppelinheim und dem Flughafen pendeln, um die Verpflegung zu den Flugzeuge zu bringen. "Die könnten alle vom Elektrofahrzeug ersetzt werden", ist er sich sicher. Gerade diese Kurzstreckenfahrten sind die Domäne des Newton. Oder auch Fahrten in Wohngebiete, in denen ein leiser Lastwagen weniger stört.

Ladegerät statt Motor

Die technischen Daten lesen sich ein wenig anders als bei den üblichen Dieselfahrzeugen. Es gibt ihn mit zwei verschiedenen Batteriepaketen, mit 80 und 120 Kilowattstunden. Zudem wird er als 7,5 und 12 Tonner und mit zwei verschiedenen Radständen angeboten.

"Bei den Aufbauten geht alles, was heute üblich ist", erklärt Jörg Ewald, während er das Führerhaus nach vorne klappt. Wo bei einem normalen Lastwagen der Motor ist, sitzt bei Smith Newton das Ladegerät. Der Elektromotor ist relativ klein dahinter eingebaut und leistet 120 Kilowatt, also umgerechnet rund 163 PS. Damit dürfte die Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern problemlos erreicht werden.

Kein Ölwechsel

Auch das Cockpit unterscheidet sich kaum vom gewohnten Bild. Lediglich der Schaltknüppel fehlt, und auf der Mittelkonsole sind ein paar Schalter für die Stromversorgung zu finden. Komplett mit Aufbau kostet der Elektrolaster rund 98 000 Euro. Damit ist er zwar etwas teurer als jene mit Dieselmotor, doch Jörg Ewald hat genug Argumente, warum er sich dennoch für Unternehmen rentiert.

"Die Wartungskosten sind wesentlich geringer, kein Ölwechsel, kein Dieselmotor", erklärt er. Auf die Batterien gibt es eine Garantie von zehn Jahren, und Gespa bietet ein Gesamtpaket an, zu dem auch der Strom gehört. "Dann könne die Betriebskosten bis auf 4,6 Cent pro Kilometer runter gehen", sagt der Vertriebsleiter. Denn Gespa, das zum Dietzenbacher Unternehmen Elektroanlagenbau (EAB) gehört, bietet neben Elektrofahrzeugen auch Lösungen für die Stromproduktion an. "Schließlich macht es nur Sinn, wenn wir umweltfreundlichen Strom nutzen", sagt Ewald. So könnten die Unternehmen Solarzellen auf ihre Hallendächer montieren und damit nahezu autark ihre Flotte am Laufen halten.

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse