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Edle Tropfen: Das 27. Weinfest in Neu-Isenburg begeistert die Gäste

Von Bei angenehmen Temperaturen wurde am Freitagabend des 27. Isenburger Weinfest eröffnet. Dort musste kein Freund des Rebensaftes lange auf dem Trockenen sitzen. Und auch für das leibliche Wohl war bei stimmungsvoller Musik bestens gesorgt.
Seit dem Jahr 2000 Weinfest-erprobt: Irmi (links) und Sonja (rechts) genießen auf dem Rosenauplatz ihren Lieblingswein, den grauen Burgunder. Seit dem Jahr 2000 Weinfest-erprobt: Irmi (links) und Sonja (rechts) genießen auf dem Rosenauplatz ihren Lieblingswein, den grauen Burgunder.
Neu-Isenburg. 

Es ist beliebt wie eh und je, das Neu-Isenburger Weinfest auf dem Rosenauplatz. Denn bereits als die ersten Stände öffneten, strömten die Weinfreunde auf den Platz zwischen Hugenottenhalle und Isenburg-Zentrum, um sich an edlen Tropfen, gewonnen aus sonnengereiften Trauben, zu ergötzen. Begünstigt wurde dies ohne Zweifel vom Wetter, denn nach den Hitzetagen mit Temperaturen weit über 30 Grad hatte es sich doch merklich abgekühlt, so dass Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU) bei 22 Grad die 27. Auflage des Weinfestes eröffnete.

Eröffnung mit Prinzessin

Schmitt, der herzliche Genesungswünsche an Bürgermeister Herbert Hunkel richtete – er liegt mit gebrochenem Bein im Frankfurter Krankenhaus – hatte zur Eröffnung des Weinfestes charmante Unterstützung an seiner Seite: Sina Hassel, die Weinprinzessin Rheinhessen aus Bechtholsheim. Die 26-jährige gelernte Winzerin wies kurz darauf hin, dass aufgrund des frühen Herbstes die Traubenlese vielerorts bereits begonnen habe, um dann mit dem Ersten Stadtrat mit einem Wein aus Rheinhessen auf das Fest anzustoßen. Natürlich vergaß Schmitt auch nicht, die Weinfreunde aus den Partnerstädten Bad Vöslau in Österreich und aus Veauche in Frankreich zu begrüßen.

Schmitt hatte allerdings noch eine weitere Überraschung in petto: Er begrüßte eine etwa 20-köpfige Delegation aus der Ortsgemeinde Isenburg aus dem Westerwald. Detlef Mohr, Bürgermeister der rund 650 Einwohner zählenden Gemeinde, war nicht mit leeren Händen gekommen. Er überreichte Schmitt eine Federzeichnung der Isenburg, bevor die Abordnung aus der kleinen Gemeinde auf der Bühne am Rosenauplatz das Isenburg-Lied anstimmte.

Ein eingespieltes Team: Seit fünf Jahr sind Karl Lielacher (von links), Andrea Ebert und Maria Haarhofer aus Vöslau beim Neu-Isenburger Weinfest dabei. Bild-Zoom
Ein eingespieltes Team: Seit fünf Jahr sind Karl Lielacher (von links), Andrea Ebert und Maria Haarhofer aus Vöslau beim Neu-Isenburger Weinfest dabei.

Während sich Schmitt und Sina Hassel zu einem Rundgang durch das Festgelände aufmachten, floss allerorten bereits der Rebensaft. Dichtgedrängt saßen die Besucher auf den Bänken unter riesigen Sonnensegeln und prosteten sich zu, so wie Irmi und Sonja, die seit 2000 kein Weinfest ausgelassen haben. Ihr Lieblingswein ist der graue Burgunder.

Die meisten Weinstände boten Produkte aus deutschen Landen an, vor allem aus Rheinhessen, aber auch aus Baden und Rheinland-Pfalz. Da gab’s weiße, rote und auch Rosé-Weine aller Geschmacksrichtungen, von süß über lieblich bis hin zu trocken. Internationales Flair erhielt das Fest mit dem Stand aus der französischen Partnerstadt Veauche. Dort schenkte Guido D’Antonio vom Maison J.B. Clair champagnerartige Schaumweine in den Varianten trocken und halbtrocken aus. Und am Stand aus Bad Vöslau schwärmte Stadtrat und Weinbauer Karl Lielacher von dem Vino Santo Nicolo, einem Grauburgunder, der nach der Lese auf Strohmatten getrocknet und erst zu St. Nikolaus gekeltert wird. Das ergibt einen sehr süßen und aromatischen Wein, auch Strohwein genannt, erläuterte Lielacher. Allerdings hatte er auch den grünen Veltliner im Angebot, den typischen österreichischen Weißwein.

Biologischer Anbau

Eine Besonderheit gab’s am Stadt des Weinguts Götz aus Uelversheim, der bot nämlich Biowein. Der unterscheidet sich vom normalen Wein dadurch, dass für den Anbau komplett auf Pestizide verzichtet wird und daher hoher Aufwand erforderlich ist, um Schädlinge abzuwehren, erläutert Sebastian Hackner am Stand. Da demzufolge die Erträge geringer ausfallen, sei auch der Preis etwas höher, aber die Qualität spreche für sich. Der Grauburgunder des vergangenen Jahres sei phänomenal. Aus dem Bio-Anbau entstammen auch etliche Liköre, etwa der Chili-Rosé, der eine schöne Schärfe aufweist.

Selbstverständlich mussten die Besucher die köstlichen Weine nicht auf nüchternen Magen zu sich nehmen. Zahlreiche Stände boten Imbisse an, zum Beispiel Crêpes, Bratwürste, Steaks, Garnelenspieße, Paella, Spätzle und Schupfnudeln sowie Laugenbrezeln. Der Renner allerdings waren die verführerisch duftenden Flammkuchen, die oftmals sogar über weite Strecken getragen wurden. Beliebt waren auch die mit Käse, Wurst und Trauben gefüllten Teller, die als Snacks zum Wein genossen wurden.

Für Gute-Laune-Musik sorgte am Eröffnungstag die „No Name“-Band. Die Isenburger Formation wartete mit Stimmungsmusik und deutschen Schlagern auf, hat aber auch viele bekannte Songs aus den 1970er- und 1980er-Jahren im Repertoire. Und dieser Musik wurde nicht nur zugehört. Zuweilen wagten auch ein paar Pärchen ein kleines Tänzchen auf dem Platz vor der Bühne. Musik gibt es übrigens an jedem Abend des Weinfestes, das noch bis Sonntag, 19. August, jeden Abend von 18 Uhr an besucht werden kann. Am heutigen Montag beispielsweise ist das „Big T-Trio“ mit Unterhaltungsmusik zu hören.

Parallel zum Weinfest wird in der Hugenottenhalle zurzeit die Ausstellung „Textilkunst im Fadenkreuz“ angeboten.

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