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Aktion in Mörfelden-Walldorf: Das hat es mit den Anti-Rassismus-Schildern am Schwimmbad auf sich

Die Doppelstadt zeigt Flagge: Am Badesee und am Waldschwimmbad wurden Schilder angebracht, die darauf hinweisen, dass dort kein Platz für Rassismus ist. Denn die Stadt ist ihrer Auffassung nach liebenswert bunt.
Bürgermeister Heinz-Peter Becker (von links), Badestätten-Betriebsleiter Renato Ribic und Ralf Baitinger, Leiter Sport- und Kulturamt, bringen das Schild gegen Rassismus an. Foto: Marc Schüler (Marc Schueler) Bürgermeister Heinz-Peter Becker (von links), Badestätten-Betriebsleiter Renato Ribic und Ralf Baitinger, Leiter Sport- und Kulturamt, bringen das Schild gegen Rassismus an.
Mörfelden-Walldorf. 

Nicht erst seit vergangener Woche und der Mitteilung der Interessengemeinschaft Rettungsdienst Badesee Walldorf, einem in Not geratenen Afrikaner geholfen und ihn aus dem Walldorfer Badesee gezogen zu haben, gibt es immer wieder rassistische und fremdenfeindliche Äußerungen in den sozialen Netzwerken. Die Stadt hat am Samstag ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Deutlich zeigt die Doppelstadt nun mit neu angebrachten Schildern am Eingang an beiden Badeanstalten, dass dort kein Platz für Rassismus ist.

Durch entsprechende Äußerungen sah sich das Sport- und Kulturamt veranlasst, Flagge zu zeigen, denn die Stadt ist ihrer Auffassung nach liebenswert bunt und nicht angestaubt braun. „Es wäre naiv zu glauben, dass Fremdenfeindlichkeit, die erschreckenderweise immer salonfähiger zu werden scheint, vor dem weltoffenen Mörfelden-Walldorf halt macht“, erklärt der Leiter des Sport- und Kulturamts Ralf Baitinger. „Und da gerade das Waldschwimmbad und der Badesee ein ,Hotspot’ für Menschen vieler Kulturen sind, halten wir es für wichtig, gerade hier ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Bei uns ist jeder Mensch, egal welcher Herkunft, Religion oder Hautfarbe, herzlich willkommen“, betont Baitinger.

Dem konnte auch Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) nur zustimmen. „Für uns ist diese Offenheit und Toleranz eine gelebte Tradition und eine Kultur unserer Stadt. Wir wollen unmissverständlich zeigen, dass hier für Rassismus kein Platz ist.“

Auch der Betriebsleiter der Bäderbetriebe, Renato Ribic, sieht dies als Problem, betont aber, dass dieses Problem in anderen Ländern noch schwerwiegender ist als in Deutschland. „Wie man sagt: Wehret den Anfängen. Es ist wichtig sich dem entgegenzustellen und das wollen wir hiermit tun.“

Für die Bäderbetriebe von Mörfelden-Walldorf ist es wichtig, Flagge zu zeigen und damit gleichzeitig möglichst viele Menschen zu erreichen. „Die Badesaison verläuft dieses Jahr hervorragend und das Schild am Eingang ist schwer zu übersehen“, verkündet Ribic stolz. Im gesamten vergangenen Jahr zählten die Mitarbeiter der Bäderbetriebe rund 100 000 Besucher, in diesem Jahr ist noch nicht einmal die Halbzeit erreicht, aber bereits die Marke von 60 000 Besuchern überschritten.

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