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28. Kunsttage: Die Galerie ist angerichtet

Von Ob Fotos, Gemälde, Skulpturen oder Zeichnungen: Die 28. Dreieicher Kunsttage, die am Donnerstag mit einer Ausstellung eröffnet werden, haben einiges zu bieten.
Der Frankfurter Fotograf Reinhard Kahn zeigt in der städtischen Galerie in Dreieich seine spannende Fotoserie. Der Frankfurter Fotograf Reinhard Kahn zeigt in der städtischen Galerie in Dreieich seine spannende Fotoserie.
Dreieich. 

Es sind bewegte Tage in der städtischen Galerie an der Stadtbücherei in Sprendlingen. Heute treffen die sechs Künstler die letzten Vorbereitungen für die 28. Dreieicher Kunsttage. Sie hängen die Bilder auf, richten die Installationen ein und setzen die Objekte ins richtige Licht. Am Donnerstag, 6. September, um 19 Uhr ist die Vernissage zu „erst.ma1s“, so der Titel der Herbstausstellung.

Und die Kunstfreunde aus der Region können sich auf spannende Exponate in den lichtdurchfluteten Räumen der Galerie freuen. Mit Norbert Holick, Reinhard Kahn, Andreas Masche, Klaas Matthijssen, Ulrike Rothamel und Angelika Summ sind Künstler zu Gast, die, wie der Titel schon verrät, zum ersten Mal bei den Kunsttage ausstellen. „Die gemeinsame Premiere in der städtischen Galerie ist das verbindende Element – sonst könnten die Werke unterschiedlicher nicht sein“, verrät Waltraud Munz-Heiliger, die Kuratorin der Ausstellung.

Im Obergeschoss der Galerie hat Reinhard Kahn seine Werke aufgehängt. Eine Fotoserie von zwei unterschiedlichen Schrebergärten, fotografiert durch den Maschendrahtzaun, und noch mehr verborgen durch eine dünne Sichtschutzgaze, welche die Szenerie auf den Bildern in grünes Licht taucht. „Die Fotografien sind innerhalb von sechs Jahren entstanden. Gegenüber des Bornheimer Friedhofs. Ich bin immer wieder dort hingegangen und habe die unterschiedlichen Jahreszeiten und Lichtverhältnisse genützt“, so der Frankfurter Fotograf.

Spannende Effekte

Das spannende sind die Effekte und das, was der Betrachter eben durch den Sichtschutz erahnt. „Aber das ist so viel mehr, als der Passant wahrnimmt“, sagt Kahn. Da ist eine Gartenhütte zu erkennen, ein Walnussbäumchen, das mal gekürzt ist oder sich gerade im schönsten Frühlingstrieb befindet. Die Fotos sind analog entstanden und auch nicht mehr digital bearbeitet. Die Serie in Dreieich ist eine Auswahl aus den insgesamt mehr als 500 Fotos, die bei der Projektarbeit entstanden sind.

Fotografie, aber auch Malerei und digitale Bearbeitungen sind das Thema von Ulrike Rothamel. Die Darmstädterin bringt ihre malerische Aktion „Répondez s’il vous plait – um Antwort wird gebeten“ mit nach Dreieich. Entstanden sind mehr als 60 und 15 mal 15 Zentimeter große Bilder nach Vorlage von Freunden, Nachbarn und Bekannten. „Ich habe dazu aufgerufen mir kleine Bilder, Geschichten oder Artikel zu senden, und habe diese dann verarbeitet“, erklärt Rothamel ihren künstlerischen Ansatz. Hinter dem Bild mit dem Täterfoto eines jungen Mannes und den Bruchstücken eines Artikels steckt ein Zeitungsartikel vom 1. Mai 1967. Damals sind zwei junge Männer in der Nacht in ein Autohaus eingebrochen und haben Fahren geübt.

Malereien auf Tuch

Eine anderes Bild mit vier Mädchen vor einem Spiegel, deren Spiegelbild fünf Mädchen zeigt, ist das Ergebnis von einem alten Foto aus einer Großfamilie. „Für mich war es spannend, die Geschichten umzusetzen und gleichzeitig in den unterschiedlichsten Techniken zu arbeiten“, erklärt die Künstlerin.

Klaas Matthijssen vor seinen großformatigen Malereien. Bild-Zoom
Klaas Matthijssen vor seinen großformatigen Malereien.

Großformatige Malereien auf Tuch zeigt Klaas Matthijsen. Der in Dietzenbach lebende Niederländer beschäftigt sich bei seinen abstrakten Malereien mit der Vergänglichkeit der Natur. Das Ergebnis sind spannende Werke, die mit vielen Details und beinahe mit dreidimensionalem Effekt auffallen. Die Farben, mit denen er die Bilder malt, sind selbst angemischte Naturfarben. Zu der Bilderserie gibt es in der städtischen Galerie auch eine passende Skulptur zu sehen.

Andreas Masche zeigt zarte Lineaturen auf Papier, Angelika Summa kraftvolle grafische Skulpturen aus Stahl, Aluminium und Bronze. Und Norbert Holick faszinieren die Spuren, die der Mensch in der Umwelt hinterlässt.

Bürgermeister Dieter Zimmer eröffnet die Ausstellung, Waltraud Munz-Heiliger führt in die Kunst ein. Mit Makiko Nishikaze ist eine Berliner Künstlerin zu Gast, welche die Ausstellung musikalisch begleitet. Bei der Finissage am Sonntag, 23. September, um 16 Uhr gibt es ein Violinkonzert mit Sofi Zdravkova Stambolieva.

Die Öffnungszeiten sind samstags von 15 bis 19 Uhr, sonntags von 11 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung. Anmeldungen sind über das Bürgerhaus, Telefon (0 61 03) 6 00 00, möglich.

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