Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 20°C

Die Pläne werden konkreter

Von Sechs Planungsbüros stellten am Wochenende ihre Entwürfe für das Stadtquartier Süd vor. Dabei flossen auch Kritik und Ideen von Bürgern ein. Nun sollen die Pläne weiterentwickelt werden.
Unter aufmerksamer Beobachtung wurden die Entwürfe im Plenarsaal begutachtet und auch Modellteile umgesetzt.	Fotos: Klaus Braungart Unter aufmerksamer Beobachtung wurden die Entwürfe im Plenarsaal begutachtet und auch Modellteile umgesetzt. Fotos: Klaus Braungart
Neu-Isenburg. 

Sechs Modelle zierten am Freitag und Samstag den Stadtverordnetensitzungssaal, dazu Tafeln und Plakate, auf denen zu sehen war, wie das Stadtquartier Süd einmal aussehen könnte, wenn es komplett geplant und bebaut ist. Sechs Planungsbüros stellten an beiden Tagen ihre Entwürfe vor.

Aber nicht nur das: Auch die Bürger konnten bei der Veranstaltung ihre Meinung zu den Entwürfen loswerden, sie bewerten und kommentieren. Rund 150 Isenburger waren mit dabei. Am Ende wurde die Kritik an den Entwürfen, ob positiv oder negativ, von den Planungsbüros vorgestellt.


Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU) erklärte, für das Konzept zur Bürgerbeteiligung und Planung des neuen Stadtquartiers bereits Anrufe von Planungsdezernenten anderer Städte bekommen zu haben, betonte aber: "Wir dürfen nicht für den Keller planen, sondern müssen die Ideen auch umsetzen." Es sei bei den Entwürfen nicht eine Lösung dabei, die genau so übernommen werde, sagte Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos): "Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir sechs ganz unterschiedliche Entwürfe präsentiert bekommen haben. Wir können uns das Beste davon aussuchen." Daraus solle dann die Vorzugsvariante entwickelt werden.

Am besten kamen die Vorschläge der Baufrösche aus Kassel und der Kahl Ernst Consultants Planungsgesellschaft an. Klaus Richter sowie Inge und Werner Göbel beteiligten sich als Bürger an der Entwurfswerkstatt und brachten sich ein. "Das Marktplatzkonzept der Firma Kahl Ernst ist klasse, auch gehen sie das Verkehrsproblem in der Stadt konsequent an - das würde ich mit dem Wohnkonzept der Baufrösche kombinieren", so Klaus Richter.

Gegenseitig unterstützen

Das Wohnkonzept der Baufrösche stieß bei vielen Besuchern auf positive Resonanz. Es begreift die Stadt als Lebensraum, in der alle Bewohner Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen. So sieht es Wohnhäuser vor, in denen das Erdgeschoss für Abstellräume, kleine Geschäfte und Gemeinschaftsräume reserviert ist. In den oberen Etagen gibt es Single-Gemeinschaftsappartements sowie Wohnungen für Senioren und Familien, die sich gegenseitig unterstützen können.

"Das ist eine sehr zukunftsorientierte Idee - auch, dass in vielen Vorschlägen auf das Auto innerhalb des Stadtquartiers weitgehend verzichtet werden soll", fand Werner Göbel, der hofft, dass der Empfehlungsbeirat die Vorschläge der Bürger ernst nimmt und die Stadt diese Ideen mit in ihr Konzept aufnimmt.

Hohe ökologische Standards

Der Beirat besteht aus Frank Geelhaar (Architekt und Moderator der Werkstatt), Herbert Hunkel, Stefan Schmitt, Eigentümervertretern, Immobilienexperten und fünf Architekten aus Neu-Isenburg. Sie erklärten das Zielkonzept des Stadtparlamentes vom 28. November 2012 als tragfähig und ergänzten nun - anhand der vorgestellten Modelle und der Wünsche der Bürger - dass Wohnen und Arbeiten in urbaner Atmosphäre unter hohen ökologischen Standards umgesetzt werden solle: "Geplant wird ein ruhiges Wohnquartier entlang einer Nord-Süd gerichteten öffentlichen Grünfläche", heißt es in ihrem Vorschlag.

Die Gewerbeflächen sollen den Rand des Stadtquartiers bilden, unter anderem entlang der Regionaltangente West. Die Branntweinmonopol soll erhalten und mit einer Markthalle, Cafés oder ähnlichem belebt werden. Die neuen Straßen sollen dazu dienen, innerhalb des Stadtteils zu den Gebäuden zu gelangen, und nicht für den Durchgangsverkehr genutzt werden. Insgesamt soll dort im Verhältnis von 60 Prozent Wohnen und 40 Prozent Arbeiten gebaut werden. Die Entwürfe werden von heute, Montag, an im Rathaus beim Fachbereich Stadtplanung, und im Internet unter www.stadtquartier-sued.de, ausgestellt. Auch dort können Vorschläge eingebracht werden.

Die nächste Bürgerveranstaltung ist am Donnerstag, 11. April. Dann sollen die aus der Entwurfswerkstatt resultierenden Vorgaben für die weitere Rahmenplanung vorgestellt und beraten werden.

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse