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Übersicht: Die Stadt Langen beteiligt sich an 19 Unternehmen

Die Stadt Langen ist an insgesamt 19 Unternehmen beteiligt. Die Anteile reichen von 0,03 bis hin zu 100 Prozent. Ein vom Magistrat vorgelegter Bericht gibt eine Übersicht.
Symbolbild Symbolbild
Langen. 

Jede Kommune hat nach der Hessischen Gemeindeordnung das Recht, sich wirtschaftlich zu betätigen. Davon macht auch die Stadt Langen Gebrauch und informiert darüber jetzt in einem Beteiligungsbericht. Die zwölfte vom Magistrat vorgelegte Auflage fasst den Stand vom 31. Dezember 2016 zusammen und wird nach Erörterung im Haupt- und Finanzausschuss (1. März) und in der Stadtverordnetenversammlung (15. März) im Rathaus im Fachdienst Controlling und Finanzen sowie in der Stadtbücherei zur Einsicht ausliegen. Zudem veröffentlicht die Stadt das 60-seitige Papier auf ihrer Internetseite www.langen.de.

Wie zahlreiche andere Städte und Gemeinden nutzt Langen die Vorteile privatrechtlicher Organisationsformen und hat daher eine Reihe von Aufgaben in Beteiligungen ausgegliedert. Die mehrstufige Konzernstruktur, an deren Spitze mit der Beteiligungsmanagement Langen GmbH (BML) eine vermögensverwaltende Einheit steht, ist in dem Bericht übersichtlich dargestellt.

Beitrag zur Vorsorge

Demnach ist die Stadt an 19 Unternehmen direkt oder indirekt beteiligt, die maßgeblich zur Daseinsvorsorge beitragen. Die Bandbreite reicht von Mini-Anteilen von 0,03 Prozent bis zu 100-prozentigen Töchtern. Der Bericht informiert anhand der wichtigsten Daten aus den Jahresabschlüssen über Art und Umfang der jeweiligen Beteiligung und damit auch über ihre Bedeutung. Die wirtschaftlichen Verhältnisse werden durch die Abbildung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung sichtbar. Bei einem Engagement unter fünf Prozent verzichtet der Magistrat auf eine detaillierte Darstellung.

Der Bericht schaffe für die politischen Entscheidungsträger und die Bevölkerung ein hohes Maß an Transparenz bei der wirtschaftlichen Betätigung der Stadt, sagt Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD. Die Informationen erleichterten es, die Leistungs- und Finanzplanung der Kernverwaltung und der Beteiligungen aufeinander abzustimmen. Außerdem könne die Geschäftspolitik der Beteiligungen besser in die Strategie des „Konzerns Stadt“ eingeordnet werden.

Ein Organigramm gibt eine Übersicht über alle Beteiligungen. Der Bericht stellt die Unternehmen im Einzelnen vor. In ihrer 100-prozentigen Tochter, der BML, bündelt die Stadt ihre wichtigsten Beteiligungen. 2016 managte sie die städtischen Anteile an der Bäder- und Hallenmanagement Langen GmbH (100 Prozent), der Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH (55,6 Prozent) und deren 100-prozentiger Tochter Pittler Berufsausbildung gGmbH sowie der Stadtwerke Langen GmbH (75,2 Prozent). Die Stadtwerke wiederum waren zu 100 Prozent an der Stadtwerke Langen Immobilien GmbH beteiligt, zu 13,1 Prozent an der Bürger Energiegenossenschaft, zu 12,5 Prozent an der Entega Windpark Erksdorf GmbH Darmstadt, zu 9,7 Prozent an der Langener Baugenossenschaft, zu 6,67 Prozent an der Dynega Energiehandel GmbH und zu 1,25 Prozent an der Windpool GmbH & Co. KG.

Dickster Brocken

Die Stadt selbst hielt 5,66 Prozent an der Hessischen Flugplatz GmbH Egelsbach, 5,88 Prozent an der Regionalpark Rhein-Main Südwest GmbH, 3,45 Prozent an der Kreisverkehrsgesellschaft, 1,95 an der Langener Baugenossenschaft, 1,2 an der KulturRegion FrankfurtRheinMain, 0,072 an der Nassauischen Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungs GmbH und 0,03 Prozent an der Volksbank Dreieich. Ferner sind die Kommunalen Betriebe (KBL) in vollem Umfang in städtischem Besitz. Sie stellen als Eigenbetrieb streng genommen allerdings keine Beteiligung dar. Die KBL selbst halten 51 Prozent an der Abfallservice Südhessen GmbH. Aufgeführt ist außerdem der Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen, an dessen Betriebszweig 1 die Stadt mit 60 Prozent beteiligt ist.

Monetär dickster Brocken sind eindeutig die 5,8 Millionen Euro der Stadt im Stammkapital der Stadtwerke. Bei der KulturRegion FrankfurtRheinMain beträgt der städtische Anteil lediglich 294,60 Euro.

(red)

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