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Auszeichnung: Die Turngesellschaft hat sich Respekt verdient

Die Turngesellschaft (TGS) Walldorf legt auf sämtlichen Ebenen großen Wert auf Respekt. Dafür hat die TGS nun zusammen mit anderen Vereinen vom Landessportbund eine Auszeichnung erhalten.
Heinz Zielinski (von rechts), Monika Stöltzing-Kemmerer, TGS-Präsident Horst Bauer, Petra Scheible, Monika Cezanne und Erster Stadtrat Burkhard Ziegler freuen sich über die Auszeichnung. Foto: Ralf Wächter / Landessportbund Heinz Zielinski (von rechts), Monika Stöltzing-Kemmerer, TGS-Präsident Horst Bauer, Petra Scheible, Monika Cezanne und Erster Stadtrat Burkhard Ziegler freuen sich über die Auszeichnung.
Mörfelden-Walldorf. 

Die Turngesellschaft (TGS) Walldorf hat vom hessischen Landessportbund in Grünberg die Auszeichnung „Verein des Respekts“ erhalten. Respekt sei Standard im Sport, erklärte Professor Heinz Zielinski, Staatssekretär im hessischen Innenministerium und Vizepräsident des Landessportbundes, in seiner Begrüßung. Trotz vieler Probleme in dieser Richtung, Schiedsrichter könnten ein Lied davon singen, sei festzustellen, dass es sich in der Regel um Ausnahmen handele. Oft sei es so, dass sich Sportler mit dem nötigen Respekt begegneten, aber die Zuschauer diesen vermissen ließen. Zielinski betonte, dass Vereine Vorbilder für die gesamte Gesellschaft sein könnten.

Werner Schaefer, Leiter des Olympiastützpunkt Hessen, stellte eine große Anzahl von unterschiedlich organisierten Sportvereinen vor, welche verschiedene Aktionen gestartet haben, um „dem Respekt im Verein größere Anerkennung zu verschaffen“. Die Bandbreite der 24 ausgezeichneten Aktionen bewegte sich von der Gründung eines Familienzentrums über eine Respektaktion per Video bis hin zu einem Integrationsverein.

Gelungene Integration

Bei der TGS Walldorf wurde die gesamte Vereinsführung unter dem Leitgedanken „Respekt“ gewürdigt. Neben verschiedenen Aktionen rund um die Flüchtlingswelle mit der gelungenen Integration von zwei Übungsleitern fanden die Gründung einer Tanzgruppe und die Ausstattung mit Sportbekleidung hier besondere Erwähnung. Ebenso wurde anerkannt, dass bis zu 80 Flüchtlinge kostenlos, später zu reduzierten Kosten, bei der TGS trainieren konnten. Die Zusammenarbeit mit dem örtlichen Integrationsbüro wurde ebenfalls hervorgehoben.

Ferner haben alle Übungsleiter der TGS den Verhaltenskodex zum Kindeswohl unterschrieben. Er gibt den Übungsleitern einen Weg vor, wie sich jeder respektvoll in der Kinder- und Jugendarbeit verhalten soll. Diese Regelungen sind auch ein wichtiges Instrument in der Zusammenarbeit zwischen Trainern und Eltern. Dies gilt auch für den Respekt von Aktiven und Trainer gegenüber gegnerischen Mannschaften.

Ein probates Mittel

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann bedankte sich im Namen der Landesregierung. Auf ihre selbstgestellte Frage, was die Justizministerin mit Sport und Respekt zu tun habe, antwortet sie selbst: „Viele Menschen, die mit Respekt ein Problem haben, finden sich in Justizvollzugsanstalten wieder.“ Der Sport sei dann ein probates Mittel, um respektvollen Umgang miteinander zu vermitteln.

(red)

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