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Die Wasserqualität hat oberste Priorität

Der Erste Stadtrat der Stadt Mörfelden-Walldorf, Franz-Rudolf Urhahn (Grüne), kritisiert die neue Richtlinie der Europäischen Union (EU). Demnach soll die kommunale Trinkwasserversorgung auch für den privaten Wettbewerb geöffnet werden.
Mörfelden-Walldorf. 

Der Erste Stadtrat der Stadt Mörfelden-Walldorf, Franz-Rudolf Urhahn (Grüne), kritisiert die neue Richtlinie der Europäischen Union (EU). Demnach soll die kommunale Trinkwasserversorgung auch für den privaten Wettbewerb geöffnet werden.

"Die Qualität des Wassers und die Versorgungssicherheit haben oberste Priorität", betont Urhahn. Die Trinkwasserversorgung dürfe daher nicht von gewinnorientierten Wirtschaftskonzernen abhängig gemacht werden. Mit Wasserversprechen sollte nicht gespielt werden. "Wir wünschen uns, dass wie in Mörfelden-Walldorf die Wasserversorgung in kommunaler Hand bleibt."

Nicht betroffen sind Wasser- oder Stadtwerke, die 100 Prozent in kommunaler Hand und als Eigenbetrieb organisiert sind. Mörfelden-Walldorf verfügt über eine eigene Wasserversorgung. Das Wassergeschäft wird seit den 1981 Jahren von den Stadtwerken betrieben. Die Qualität des Trinkwassers, das regelmäßig kontrolliert werde, sei hervorragend. Dazu erläutert Gottfried Duda, Betreibsleiter der Stadtwerke: "Die Trinkwasserversorgung in kommunaler Hand hat sich seit Jahrzehnten bewährt."

Und der Erste Stadtrat versichert: "Wir sind autark. Daran wird sich auch nichts ändern. Umso wichtiger ist es aber, dass unsere Brunnen weiterhin geschützt bleiben."

Mit dieser Aussage spielt Franz-Rudolf Urhahn auf den geplanten Kiesabbau der Langener Firma Sehring an. "Der Ausbau der Kiesgrube und das Abholzen des Bannwalds könnten zu einer Veränderung des Mikro-Ökosystems führen, im schlimmsten Fall könnte unser Trinkwasser verschmutzt werden", betont der Grünen-Politiker. Er kündigt an: "Als Präventivaktion klagen wir deshalb gegen das Bauvorhaben."fnp

(fnp)
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