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Die Zukunft ist weiter ungewiss

Von Die Tierschützer sollen sich um die Zukunft des Dreieicher Tierheims kümmern. Die Tierhilfe aktiv schlägt vor, zu fusionieren.
Dreieich. 

Eine Entscheidung über die Zukunft des Tierheims Dreieich rückt näher. Die Tierschutzvereine Tierhilfe aktiv und Langen/Egelsbach haben sich jetzt mit einem Schreiben an den Vorstand des Vereins Tierheim Dreieich und alle Mitgliedskommunen gewendet. „Wir haben ein alternatives Konzept vorgelegt, weil wir unbedingt vermeiden wollen, dass das Tierheim Dreieich privatisiert wird und in Züchterhände kommt“, erklärte Evelin Bohlscheid, Vorsitzende der Tierhilfe aktiv. Gemeinsam mit Marlis Bahr, Vorsitzende des Tierschutzvereins Langen/Egelsbach, dem Ehepaar Göbel aus Götzenhain und Silvia Scondo-Brinkschulte regt sie an, den Verein Tierheim Dreieich zu erhalten.

Nicht den Vorstand stellen

„Wenn wir unsere beiden Vereine zusammenlegen, haben wir 280 Mitglieder, darüber hinaus könnten sich uns auch andere Tierschutzvereine aus den anderen Mitgliedskommunen anschließen und zu einem Verein fusionieren“,schlägt Evelin Bohlscheid vor. „Wir haben auch schon berechnet, dass sich das Tierheim mit den Mitgliedsbeiträgen und Spendenaufkommen wirtschaftlich tragen lässt, und mit Kapital aus den Vereinen könnten wir anfangen, den Sanierungsstau zu beheben.“

Es gehe den engagierten Tierschützern keinesfalls darum, das Tierheim übernehmen. „Wir wollen nicht den Vorstand stellen, der kann neu gewählt werden. Uns geht es darum, dass sich Tierschützer um die Zukunft des Tierheims kümmern“, ergänzt Marlies Bahr. Die Tierschützerinnen fürchten, dass das Tierheim in Züchterhand zu einer „Zweiklassen-Gesellschaft“ für Tiere wird und dass der Kommerz rund um die Rassehunde zulasten der Fund-, Abgabe- und beschlagnahmten Tiere geht.

Alle Pläne angehört

Die Aktiven rund um Bohlscheid und Bahr wollen jetzt vor allem die Mitgliedskommunen auf die Zukunftsentscheidung aufmerksam machen, denn letztlich müssen die Städte und Gemeinden, die das Tierheim Dreieich finanzieren, entscheiden, wie es in der in die Jahre gekommenen Anlage Im Haag in Dreieichenhain weiter geht. „Uns ist es wichtig, dass über alle möglichen Konzepte, die der Züchter und der Tierschützer, diskutiert wird und unsere Pläne als eine Möglichkeit präsentiert werden“, so Evelin Bohlscheid.

Indes hat Dreieichs Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos) der Gruppe signalisiert, dass alle Pläne angehört und auch im Parlament besprochen werden sollen. Auch Manfred Weil, Vorsitzender des Tierheims Dreieich, hat die Konzepte schon auf dem Tisch. „Wir haben jetzt drei Konzepte vorliegen, mit komplettem Businessplan, die von einem Beratungsbüro auf ihre wirtschaftliche Machbarkeit hin überprüft werden“, erklärte Weil.

Der Vorstand des Vereins werde alle Konzepte bei einer Mitgliederversammlung im Juni, bei denen die Vertreter aller Mitgliedskommunen eingeladen sind, vorlegen. „Die kommunalen Vertreter werden unseren Vorschlag in die Städte und Gemeinden mitnehmen“, kündigte Manfred Weil an. Ob dies in der Verwaltung, im Magistrat oder auch im Parlament geschehe, sei die Entscheidung der jeweiligen Stadt. „Uns ist daran gelegen, dass wir eine einstimmige Entscheidung für die Zukunft des Tierheims Dreieich herbeiführen können.“

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