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Integration von Asylbewerbern: DuPont-Mitarbeiter spenden für Flüchtlinge

Die Bürgerstiftung Jugend und Arbeit nahm eine Spende über 1890 Euro von DuPont entgegen. Mit dem Geld soll Deutschunterricht finanziert werden.
Marion Weigand (r.) und Angelika Schneider überreichen die Spende an Ersten Stadtrat Stefan Schmitt (l.) und Bürgermeister Herbert Hunkel. Marion Weigand (r.) und Angelika Schneider überreichen die Spende an Ersten Stadtrat Stefan Schmitt (l.) und Bürgermeister Herbert Hunkel.
Neu-Isenburg. 

Es hat Tradition im Unternehmen DuPont: Bleiben die Mitarbeiter an dem jeweiligen Standort unfallfrei, gibt es für alle Angestellten eine Prämie. „Das waren früher immer Produkte aus dem eigenen Haus, tolle Pfannen mit Teflon-Beschichtung oder Ähnliches. Wer lange dabei war, hatte dann aber irgendwann ausreichend Pfannen“, erklärt Marion Weigand, Geschäftsführerin der DuPont de Nemours (Deutschland) GmbH. Deshalb hat das Unternehmen Gutscheine über Geldbeträge eingeführt. Das Geld wollen die Mitarbeiter in diesem Jahr für die Flüchtlingsarbeit in ihrer Stadt spenden. 1890 Euro nahm Bürgermeister Herbert Hunkel als Spende entgegen. „Ich freue mich, dass sich große Teile der Belegschaft entschieden haben, diese persönliche Anerkennung in eine Spende an die ,Bürgerstiftung Jugend und Beruf‘ umzuwandeln.“ Die Aktion haben die Mitarbeiter des Unternehmens gestartet.

Dabei sei jedem Einzelnen frei gestellt gewesen, ob er seine Prämie spenden möchte. „Wir freuen uns, dass so viele bei der Aktion mitgemacht haben“, sagte die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Angelika Schneider. „Die Spende ist Ausdruck einer offenen und integrativen Firmenkultur und soll als deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit verstanden werden.“ Marion Weigand sprach außerdem über die Pläne einer Fusion von DuPont mit Sow-Chemical. „Wir rechnen damit für das zweite Halbjahr 2016, und es wird in diesem Jahr keine Änderungen hier am Standort Neu-Isenburg geben“, so Weigand. Damit ließ sie offen, was über 2016 hinaus passieren wird. Hunkel lobte das Engagement der Neu-Isenburger Unternehmen: „Wir haben viele Arbeitgeber gebeten, bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu helfen. Die Reaktion war gut: 15 Firmen bieten Praktikumsplätze für Flüchtlinge an, 16 sogar Ausbildungsplätze.“

Die DuPont-Spende werde einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten, sie komme dem Sprachunterricht für Flüchtlinge zugute. Derzeit leben in Neu-Isenburg 193 Flüchtlinge, 132 davon in Wohnungen und 72 in Gemeinschaftsunterkünften. njo

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