Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Ein Bäumchen erinnert an die Ursprünge

Einst stand an der kleinen Quelle am Hengstbach eine alte Linde. Doch der Ort geriet in Vergessenheit. Nun wird der Lindenborn seinem Namen wieder gerecht.
Wilhelm Ott (links) und Heinz Müller besichtigten den jungen Baum am Lindenborn, den die Stadt gerade gepflanzt hat. Foto: Jost Wilhelm Ott (links) und Heinz Müller besichtigten den jungen Baum am Lindenborn, den die Stadt gerade gepflanzt hat. Foto: Jost
Dreieich. 

Im Heimatblatt "Landschaft Dreieich" ist Wilhelm Ott der Lindenborn aufgefallen. Er hat viele Götzenhainer darauf angesprochen, und keiner konnte sich an die Quelle oder an eine alte Linde erinnern. "Da habe ich mich auf die Suche gemacht und bin vor zwei Jahren fündig geworden", erzählt der Heimatforscher.

Die kleine Quelle, die neben dem Namen Lindenborn in einigen Dokumenten auch Gerhardsborn genannt wurde, liegt unmittelbar am Hengstbach, an der Philippseicher Straße auf einem Gartengrundstück in Höhe das Bahnübergangs.

Köstliches Wasser

"Hier hat einst auch eine alte Linde gestanden, die wurde aber bei einem Sturm im Jahr 1938 zerstört", erläutert Ott. Bereits Erasmus Alberus, der Dreieicher Reformator, schrieb 1537: "Der Gerhardsborn, mit dessen köstlichem Wasser die Bewohner von Gotteshain den Durst löschen, wird, verglichen mit dem castalischen Quell, diesem nicht nachstehen."

Etwa an gleicher Stelle

Die Bedeutung des Borns ging über die Jahre verloren und geriet bis zur Wiederentdeckung von Wilhelm Ott in Vergessenheit. Damit aus ihm auch wieder ein echter Lindenborn wird, hat die Stadt jetzt dort auf Anregung Otts eine Linde gepflanzt – in etwa an der Stelle, an der sie eine historische Zeichnung zeigt. Der Götzenhainer Heinz Müller hat sich unterdessen bereit erklärt, die Kosten für die Anpflanzung der Linde zu übernehmen.njo

(Nicole Jost)
Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse