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Neubauprojekt im Walldorfer Weg: Ein Symbol für die gesamte Region

Von 44 Sozialwohnungen im Walldorfer Weg in Mörfelden sind bald bezugsfertig. Gestern war Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann zu Besuch im Neubaugebiet, um die Rohbaufertigstellung des städtischen Projekts zu verkünden.
Vertreter der Doppelstadt und der ABG Frankfurt Holding Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft besichtigten das  Bauprojekt im Walldorfer Weg. Vertreter der Doppelstadt und der ABG Frankfurt Holding Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft besichtigten das Bauprojekt im Walldorfer Weg.
Mörfelden-Walldorf. 

„Hoher Besuch“ in der Doppelstadt: Anlass war die Rohbaufertigstellung von 44 Sozialwohnungen der ABG Frankfurt Holding Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH im Walldorfer Weg in Mörfelden. „Stadtnachbar“ Peter Feldmann (SPD), Oberbürgermeister von Frankfurt, war gekommen, um gemeinsam mit seinem Amtskollegen von Mörfelden-Walldorf, Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD), die erfreuliche Meldung zu verkünden.

Letzterer ergriff zuerst das Wort, nachdem sich das Treffen im Freien bei eingetrübtem Wetter aufgrund verspäteten Eintreffens von Peter Feldmann verzögert hatte. „Ich sehe es als großen Fortschritt an, dass wir uns heute dem Thema bezahlbarer Wohnraum widmen“, begann Becker. „Wir freuen uns darüber, dass wir im nächsten Jahr 44 neue Wohnungen zur Verfügung stellen können“, sagte der Rathauschef.

Außer ihm waren noch weitere Repräsentanten der Stadt anwesend, wie der Erste Stadtrat Franz-Rudolf Urhahn (Grüne), Vertreter des Magistrats und viele Verwaltungsangestellte.

Peter Feldmann (l.) redete, Heinz-Peter Becker hörte zu. Bild-Zoom
Peter Feldmann (l.) redete, Heinz-Peter Becker hörte zu.

Als Nachbarn begreifen

 

Das langgestreckte vierstöckige Gebäude gegenüber dem Bahnhof ist zwar noch von einem Gerüst umgeben, aber seine Form ist bereits erkennbar. Feldmann hielt zunächst eine unterhaltsame Rede und berichtete dabei von den baulichen Zuständen in Hessens größter Stadt. „Es geht darum, dass sich die Städte im Ballungsgebiet Rhein-Main als Nachbarn begreifen“, sagte er. Es gebe die Annahme, dass künftig 80 Prozent aller Menschen in Städten wohnen werden. „Unser heutiges Frankfurt wird irgendwann das sein, was wir als Innenstadt bezeichnen“, meinte er. Wohnen sei ein Grundrecht wie Essen und Trinken. Bei „gemarkungsübergreifendem Bauen“ zeige sich Frankfurt kooperativ.

Für Frank Junker, Vorsitzender der ABG-Geschäftsführung, war das Bauobjekt im Walldorfer Weg mit seinen 8,1 Millionen Euro Baukosten ein „eher kleines“. Sein Unternehmen sei in der Doppelstadt schon seit Jahren aktiv und mit 120 Wohnungen vertreten. „Es gibt keinen Unterschied zu dem, was wir in Frankfurt bauen“, erklärte er und bezog sich dabei auch auf die Passivhausbauweise und die Schallschutzvorrichtungen. „Bei nur 6,80 Euro Kaltmiete liegen auch die Heizkosten sehr niedrig“, versicherte Junker. Er sah dies als einen Beitrag zu bezahlbarem Wohnraum an, weil die zu erwartenden Nebenkosten gering seien. „Für gewöhnlich muss man mit 1,50 Euro Heizkosten im Durchschnitt monatlich kalkulieren. Bei 100 Quadratmetern sind das 150 Euro pro Monat“, sagte er. „Nun der Vergleich: Eine vierköpfige Familie in einem Passivhaus in Frankfurt mit 107 Quadratmetern Wohnfläche zahlt gerade einmal zwischen sechs und acht Euro inklusive Warmwasser und keinen Cent mehr.“ Das beeindruckte alle Anwesenden, die Gelegenheit hatten, das Haus in Mörfelden mit seinen insgesamt 2886 Quadratmetern Wohnfläche auch von innen zu inspizieren.

Bürgermeister Becker erklärte: „Es finden sich hier 20 Einheiten für einen Ein-Personen-Haushalt, ansonsten Unterkünfte für Mehrpersonen-Haushalte und solche mit bis zu fünf Zimmern je Wohnung für Großfamilien.“ Was den weiteren Bau von Sozialwohnungen betrifft, sprach er von einer „großen Herausforderung“. Feldmann sagte: „Dieses Gebäude ist auch so etwas wie ein Symbol für die gesamte Region, daher war es mir persönlich wichtig, heute hier zu sein.“

 

Kein Richtfest

 

Julia Beiderlinden, Bauingenieurin und Gesellschafterin des Frankfurter Generalunternehmens Jöst, das für die Errichtung verantwortlich ist, scherzte: „Leider fehlt der Dachstuhl. Üblicherweise zelebriert der Zimmermann nach Fertigstellung ein Richtfest. Beim Flachdach fällt das flach, daher nennen wir es Rohbaufertigstellung.“

Jetzt, da die Fertigstellung gelungen und der Innenausbau in vollem Gange ist, rechnen die Beteiligten mit einer schlüsselfertigen Übergabe der Wohnungen in einem halben Jahr.

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