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Ein neues Heim für Asylbewerber

Die Zahl der Asylbewerber, die dem Kreis Groß-Gerau vom Land zugewiesen werden, steigt an. Aus diesem Grund musste eine neue Unterkunft für die Menschen, die vor Bürgerkriegen und Naturereignissen fliehen, gefunden werden.
Horst Gölzenleuchter (3.v.l.) übergab die Hausschlüssel für das Asylantenheim an Fachbereichsleiterin Ulrike Cramer (l.). Horst Gölzenleuchter (3.v.l.) übergab die Hausschlüssel für das Asylantenheim an Fachbereichsleiterin Ulrike Cramer (l.).
Kreis Groß-Gerau. 

Bettwäsche und Handtücher liegen bereit, für die notwendigsten Haushaltsutensilien ist gesorgt, und auch die Briefkästen sind schon angebracht. Jetzt können die ersten Bewohner in die neue Asylbewerberunterkunft in Büttelborn-Worfelden einziehen. Vorher überzeugten sich Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer und Büttelborns Bürgermeister Horst Gölzenleuchter davon, dass das Haus in der Rheinstraße 77 einem zwar einfachen, aber durchaus menschenwürdigen Wohnstandard genügt.

Der Hausmeister hilft

Rund 70 000 Euro hatte die Gemeinde als Eigentümerin in die Renovierung des vorher leerstehenden Gebäudes investiert. Der Kreis als Mieter sorgte für die notwendigste Möblierung und stellt mit Eduard Sprink auch einen Hausmeister, der die neuen Bewohner einweist, sich um Schlüsseldienst und Garten kümmert und überhaupt als erster Ansprechpartner bei Alltagsfragen zur Verfügung steht.

Pädagogisch betreut werden die Asylbewerber von Friedlinde Laghai, die im Landratsamt unter der Telefonnummer (0 61 52) 9 89-5 44 zu erreichen ist. Wobei, so die Planungen des Fachbereichs Soziale Sicherung und Chancengleichheit der Kreisverwaltung, in Worfelden in erster Linie Familien untergebracht werden sollen, die schon einige Zeit in Deutschland sind und sich deshalb schon etwas eingewöhnt haben.

Rasche Integration

Insgesamt können dort bis zu 17 Menschen in drei Wohneinheiten untergebracht werden – für jeweils möglichst kurze Zeit, wie Walter Astheimer unterstreicht: "Wir setzen auch weiterhin darauf, Asylbewerber langfristig nicht in Sammelunterkünften, sondern im normalen Wohnumfeld unterzubringen. Damit hat der Kreis in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht."

Wobei zu einer raschen Integration auch beiträgt, dass in vielen Fällen bereits Familienangehörige von Neuankömmlingen im Kreis leben, die bereits Perspektiven für einen dauerhaften Aufenthalt haben und so wirksame Hilfen leisten können. In Worfelden setzt der Kreis dabei auch auf das Verständnis und die Kooperation der Nachbarschaft.

Die Einrichtung der Unterkunft in Worfelden war notwendig geworden, weil nach Jahren des ständigen Rückgangs die Zahl der Asylbewerber, die dem Kreis vom Land zugewiesen werden, wieder stetig ansteigt. Vor allem Bürgerkriege und Naturereignisse, wie etwa die Flutkatastrophe in Pakistan im vergangenen Jahr, machten sich hier bemerkbar, erläuterte Fachbereichsleiterin Ulrike Cramer.

Deshalb habe sich der Kreis Anfang des Jahres an die Städte und Gemeinden gewandt und um Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Unterkünften gebeten. Büttelborn habe darauf umgehend reagiert und das Worfelder Anwesen, in dem früher bereits Flüchtlinge untergebracht waren, renoviert zur Verfügung gestellt.

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