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Tierheim Rüsselsheim: Ein würdiger Name für das Tierheim

Von Unermüdlich hat Marianne Friebe in den vergangenen Jahrzehnten mit ihren Flohmärkten Geld für das Rüsselsheimer Tierheim gesammelt. Nun trägt die Einrichtung ihren Namen.
Claudia Vietmeier-Kemmler (links) war erfreut, dass die Einrichtung zum 50-jährigen Bestehen nach Marianne Friebe (rechts) benannt wurde. Bilder > Claudia Vietmeier-Kemmler (links) war erfreut, dass die Einrichtung zum 50-jährigen Bestehen nach Marianne Friebe (rechts) benannt wurde.
Rüsselsheim. 
Ellen Schad betreut seit Jahren kleine Kätzchen und zieht sie groß. Bild-Zoom
Ellen Schad betreut seit Jahren kleine Kätzchen und zieht sie groß.
Zu seinem 50-jährigen Bestehen hat das Tierheim Rüsselsheim und Umgebung nach seiner langjährigen Gönnerin den Beinamen „Tierheim Marianne Friebe“ erhalten. Friebe setzt sich seit Jahrzehnten mit Flohmärkten und dem Verkauf selbst gebackener Kuchen für die Aufbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Tierheims ein (wir berichteten).

Ohne die 79-Jährige und ihren Ehemann Horst, der seine Fähigkeiten als Architekt und Bauleiter einbrachte, gäbe es kein Katzenhaus und auch keine neuen Hundeboxen. Bis 2006 hatte Marianne Friebe bereits 500 000 Euro für das Tierheim erwirtschaftet und wurde dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Seither hat sie noch einmal mehr als 200 000 Euro gespendet.

 

Zwölf Kommunen

 

Claudia Vietmeier-Kemmler, die Vorsitzende des Tierschutzvereins, der das Tierheim betreibt, nutzte den Tag der offenen Tür für einen Rückblick auf die vergangene Woche vorausgegangene akademische Feier mit geladenen Gästen. Ohne umfassendes ehrenamtliches Engagement lasse sich der Großbetrieb mit Wildtierspezialisten und Igelstation nicht bewältigen.

Das Tierheim ist für die zwölf Kommunen Hochheim, Flörsheim, Ginsheim-Gustavsburg, Bischofsheim, Trebur, Nauheim, Groß-Gerau, Mörfelden-Walldorf, Rüsselsheim, Raunheim, Büttelborn und Kelsterbach zuständig, die es jährlich mit 105 000 Euro unterstützen. Wegen des starken Anstiegs von Abgabetieren seien die jährlichen Ausgaben jedoch auf 600 000 Euro gewachsen. Weil die Einnahmen nur 265 000 Euro betrügen, sei es ein Kraftakt, die fehlenden 335 000 Euro zu erwirtschaften.

Beim Tag der offenen Tür ging es im Tierheim zu wie im Taubenschlag. Alle Sitzplätze im Freien waren trotz des durchwachsenen Wetters besetzt. An zahlreichen Informations-, Essens- und Flohmarktständen drängten sich Besucher, und viele schlenderten auch durch die Anlage. Besonders der Stand von Roswitha Wonneberger mit seinen Antiquitäten war einmal mehr sehr gut frequentiert.

Als Renner entpuppte sich die Tiger-Tombola. Dort konnten Besucher insgesamt 150 Preise gewinnen, darunter fünf Fütterungen der Tigerdame „Cara“, fünf Spielstunden, Tigerpostkarten, Plüschtiger und Kalender mit ihrem Porträt. Alle Lose wurden verkauft. Das galt auch für die herkömmliche Tombola, die mit Spenden von Privatpersonen und Unternehmen bestückt war. Der Erlös kommt dem Tierschutzbetrieb zugute.

 

Vermittlungen angebahnt

 

Claudia Vietmeier-Kemmler sah den Tag der offenen Tür einmal mehr als vollen Erfolg, sämtliche Kuchen und Salate waren ausverkauft. Darüber hinaus bahnten sich etliche Tiervermittlungen an – für etwa 15 Katzen, acht Hunde, einen Leguan, einige Kaninchen und endlich auch für die zwei seit längerer Zeit im Tierheim lebenden Boas. Auch einige Tierpatenschaften wurden abgeschlossen.

Insgesamt waren zum Tag der offenen Tür im Jubiläumsjahr mit 35 Ehrenamtlichen so viele Helfer wie noch nie im Einsatz. Auch Mitglieder des Vereins „Tierhilfe ohne Grenzen“ waren mit von der Partie und betrieben den Grillstand. Nun ist aber wieder Ruhe eingekehrt – und Tigerdame „Cara“ scheint den Trubel vom Wochenende sogar ein wenig zu vermissen.

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