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Terminal 3 am Frankfurter Flughafen: Eine kleine Stadt wehrt sich gegen Terminal 3

Wird der Terminal 3 am Frankfurter Flughafen gebaut, gibt es in Zeppelinheim zu viel Lärm. Dieser Meinung ist die Stadt Neu-Isenburg - sie hat Widerspruch eingelegt.
So soll das geplante Terminal 3 am Frankfurter Flughafen einmal aussehen. Foto: Fraport So soll das geplante Terminal 3 am Frankfurter Flughafen einmal aussehen. Foto: Fraport
Neu-Isenburg. 

„Es ist zu befürchten, dass mit der Inbetriebnahme des Terminals 3 die Belange der Gemeinde Zeppelinheim beeinträchtigt werden. Dies wollen wir möglichst verhindern“, sagt Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) zu den aktuellen Planungen.

Die Stadt Neu-Isenburg legt deshalb Widerspruch gegen die Baugenehmigung ein, die Stadtverordneten stimmten der Klage auf der jüngsten Sitzung am 26. November zu. Genehmigt wurde ein erster Bauabschnitt, der lediglich aus zwei von vier geplanten Flugsteigen besteht.

Rechte verletzt

Sämtliche Erschließungsanlagen waren nicht Gegenstand der Baugenehmigung. Dazu gehören: Die Verlängerung des Passagiertransportsystems, die Realisierung eines leistungsfähigen Straßennetzes (A 5, Ausbau der Anschlussstelle Zeppelinheim), die Errichtung eines Parkhauses für die für erforderlich gehaltenen 2600 Autostellplätze, ein S-Bahnhof im Terminalgebäude sowie Anlagen für Radfahrer.

Bilderstrecke So wird das Terminal 3 am Flughafen Frankfurt aussehen
Die Entscheidung ist gefallen: Am Frankfurter Flughafen wird ein drittes Terminal gebaut. Im Frühjahr 2022 soll das es in Betrieb gehen. Unserer Bildergalerie zeigt, wie das neue Terminal dann aussehen soll.Den Reisenden wird viel Platz geboten.Belichtete Säulen sollen für ein helles, weitläufiges Ambiente sorgen.

Somit wurde Baurecht für ein Gebäude erteilt, wobei dessen gesicherte Erschließung aus dem Genehmigungsprozess ausgeklammert wird, heißt es vonseiten der Stadt. Nach Ansicht der Rechtsanwälte werden die Rechte der an den Flughafen grenzenden Stadt Neu-Isenburg von der Genehmigung verletzt, weil Zeppelinheim von dem zu erwartenden zusätzlichen Busverkehr in unzumutbarer Weise verlärmt werde. Zudem sei anzunehmen, dass der Stadt Neu-Isenburg aufgrund fehlender Infrastruktur die verkehrliche Erschließung aufgedrängt werden solle, was rechtlich fragwürdig sei.

Zusätzliche Belastung

Nach einer Bedarfsprüfung der Fraport AG werde das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen benötigt. Laut Fraport-Chef Stefan Schulte würde trotz geringem Wachstum am Flughafen spätestens 2021 die Kapazitätsgrenze bei den Passagierzahlen erreicht. Er beruft sich dabei auf zwei Gutachten, welche die Fraport in Auftrag gegeben hatte. Mit dem Bau des ersten Moduls, bestehend aus zwei Flugsteigen und einer Kapazität von 14 Millionen Passagieren, soll 2015 begonnen werden. Die Fertigstellung des Gebäudes wird für 2021 erwartet.

Auch die Fraport geht davon aus, dass wegen des Rollverkehrs an den neuen Flugsteigen eine zusätzliche Lärmbelastung auf Zeppelinheim zukommen wird. Zudem werde es zu einer Zunahme des Individualverkehrs durch Passagiere, Zulieferer und Mitarbeiter kommen. Ein Umbau der Anschlussstelle Zeppelinheim ist vorgesehen. Dadurch soll ein Teil des Verkehrs südlich der Abzweigung von der A 5 zum Flughafengelände geführt werden, was zu einer Teilentlastung der Anschlussstelle Zeppelinheim führen werde.

(fnp)
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