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Erinnerungen an den Ursprung

Von Als besonderen Gast zu ihrer 150-Jahrfeier hatten die Neu-Isenburger und Langener Genossen Heidemarie Wieczorek-Zeul eingeladen. Sie blickte in die Vergangenheit und die Zukunft der SPD.
Heidemarie Bilder > Heidemarie
Kreis Offenbach. 

Am Ende der Werkshalle der Langener Firma Binnox war die Bühne für die Festrede aufgebaut, die Tische und Bänke standen inmitten der Regale des Lagers. Anlässlich des 150. Geburtstag ihrer Partei gingen die Sozialdemokraten zurück zu den Wurzeln und erinnerten an ihren Ruf, eine klassische Arbeiterpartei zu sein. Der Ortsverein Langen hatte mit den Genossen aus Neu-Isenburg, Egelsbach und Dreieich zu dem Festakt mit Heidemarie Wieczorek-Zeul, ehemalige Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, eingeladen.

 

Für Demokratie

 

Daniel Görich, Vorsitzender der SPD Egelsbach, moderierte durch den Abend. Alle Blicke waren auf die Bundestagsabgeordnete Heidemarie Wieczorek-Zeul gerichtet, die ihre Parteikollegen in ihrer Festrede an den Ursprung der Sozialdemokratie erinnerte. Die SPD habe für Demokratie und Freiheit gestanden, als andere die Freiheit in Deutschland ersticken wollten, das Frauenwahlrecht 1918 im Gesetz verankert und niemals Krieg über Deutschland gebracht. Sie erinnerte auch an Otto Wels, den sozialdemokratischen Parteivorsitzenden, der im März 1939 die letzte freie Rede im Deutschen Reichstag hielt und damals sagte: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen. Die Ehre nicht.“

Doch die Bundestagsabgeordnete kramte nicht nur in der Vergangenheit, sie sprach auch über die Probleme der Gegenwart. „Wir werden uns in der nächsten Zukunft um die sozialen Regeln des globalen Kapitalismus kümmern müssen“, sagte sie. Es gelte auch für Zusammenhalt und Gerechtigkeit zu stehen.

 

Anerkennung bekommen

 

„Wir müssen dafür sorgen, dass die 1,6 Millionen Menschen in den Erziehungs- und Pflegeberufen, die Anerkennung und Bezahlung bekommen für die schwere Arbeit, die sie leisten.“ Sie forderte außerdem eine restriktive Waffenpolitik und forderte letztlich alle Anwesenden dazu auf, für die anstehenden Wahlen zu werben und an die Urne zu gehen. „Noch einmal vier Jahre Merkel und Westerwelle ertrage ich nicht. Dieses Land hat eine andere Regierung verdient“, sagte die ehemalige Bundesministerin, die in diesem Jahr aufhört, mit einem Lächeln. Ins gleiche Horn blies auch Corrado Di Benedetto. Der Landtagskandidat der SPD warb für sich und seine Partei und kam ebenfalls gut an.

Nachdem Heidi Fogel noch die Geschichte der Sozialdemokraten im Westkreis Offenbach erläutert hatte, nutzte Bundestagsabgeordnete Uta Zapf auch die Gelegenheit, aus jeder der vier Kommunen einen besonders verdienten Sozialdemokraten für sein politisches Wirken zu ehren. Die große Festveranstaltung wurde dann mit einem gemeinsamen Essen vom Grill vor den Fabriktoren beendet.

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