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Themen präsentiert: Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos) startet in den Wahlkampf

Von Ungewohnt auffällig war der Auftritt von Bürgermeisterkandidat und Erstem Stadtrat Martin Burlon bei seinem Wahlkampfauftakt im Bürgerhaus. Mit seinem breiten Themenspektrum konnte der punkten.
Martin Burlon inmitten seiner Wahlkampfhelfer. Sie alle wollen ihn dabei  unterstützen, der neue Rathauschef zu werden. Martin Burlon inmitten seiner Wahlkampfhelfer. Sie alle wollen ihn dabei unterstützen, der neue Rathauschef zu werden.
Dreieich. 

Bürgermeisterkandidat Martin Burlon (parteilos) mit frisch-grüner Krawatte, seine Wahlkampfunterstützer in leuchtend gelben Shirts, blau-grün-gelbe Smarties, „Bier mit Burlon“-Flaschenöffner und Pauken und Trompeten. Mit einem frischen und auch ein bisschen ungewohnt-auffälligen Auftritt startet der parteilose Erste Stadtrat offiziell in seinen Bürgermeisterwahlkampf.

Schon seit einigen Tagen ist es in der Stadt zu spüren: Das Rennen um den Chefsessel im Dreieicher Rathaus ist längst eröffnet und geht jetzt in die heiße Phase. Zum Auftakt hatte Burlon ins Foyer des Sprendlinger Bürgerhauses eingeladen, und rund 120 Dreieicher waren sehr interessiert daran, mehr über den Menschen Burlon und vor allem über seine Pläne für seine Heimatstadt zu erfahren.

Der 43-jährige Verwaltungsjurist überraschte bei der Vorstellung seiner Kernthemen nicht sonderlich: Kinderbetreuung, Mobilität, geförderter Wohnraum, Wirtschaftsförderung, Klimaschutz, Ehrenamt und Digitalisierung hat er sich auf die Fahnen geschrieben. Das sind sicher auch die Themen, die in Dreieich besonderer Betrachtung bedürfen.

Pünktlichkeit und Komfort

Martin Burlon warb für den Ausbau der Betreuungsplätze in der Stadt, der mit dem Neubau der Kita Heckenborn und vier weiteren Projekten zum Ausbau bereits begonnen sei. Beifall erntete der hauptamtliche Stadtrat, der bereits seit acht Jahren neben Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD) die Verwaltung leitet, für sein Plädoyer für die Regionaltangente West und eine gute Anbindung an die Dreieichbahn. „Die Dreieichbahn muss aber funktionieren, Pünktlichkeit und Komfort dürfen nicht länger auf der Strecke bleiben“, betonte er.

Neu im Zusammenhang mit der Mobilität war für viele sicher die Forderung nach einer Verlängerung der Straßenbahnlinie 17 durch Neu-Isenburg bis nach Dreieich. „Das ist ein Vorhaben, das seit vielen Jahren im Regionalen Flächennutzungsplan als nützliches Verkehrsprojekt beschrieben wird. Ich werde es aufgreifen und angehen“, kündigte Burlon an.

Mit Unternehmen werben

Zum Thema Wirtschaftsförderung merkte der Sprendlinger an, dass große Unternehmen natürlich wichtig für die Stadt seien, er aber auch Mittelstand und Einzelhändler im Auge behalten wolle. „Wir haben starke Unternehmen in der Stadt, wir sollten deren Kräfte bündeln und stärker auch mit ihnen werben, um neue Unternehmen zu gewinnen.“ Die Stärkung des Einzelhandels würde unter ihm zu einem Schwerpunktthema. Der bereits installierte Citymanager müsse zum Citykümmerer werde. Beim Thema Einzelhandel gehe es letztlich auch immer darum, Nahversorgung in den Stadtteilen zu erhalten.

Die Chancen der Digitalisierung nutzen, heiße für ihn, die über das Internet angebotenen Dienstleistungen der Stadtverwaltung auszubauen. „Wir haben schon erste Anwendungen wie den Mängelmelder installiert, aber das kann nur der Anfang sein. Eine interne Arbeitsgruppe beschäftigt sich bereits mit der Thematik, wie wir uns hier noch besser im Sinne der Bürger aufstellen.“ Auch freies WLAN in der Stadt werde eine Thema. Für die 500 Angestellten der Stadt der Vorgesetzte zu sein, sei eine Herausforderung, der er sich gerne Stelle. „Ohne eine gute Mannschaft, die wir haben, funktioniert es nicht. Es gilt sie zu motivieren, vielleicht auch anzutreiben – gemeinsam, für die Bürger unserer Stadt.“

Einen prominenten Unterstützer hat Burlon in Dieter Zimmer. Der Amtsinhaber stellte sich auch für seinen Wunschkandidaten auf die Bühne. Martin Burlon kenne die Stadt, die Verwaltung, die Vereine und wisse, was wichtig ist. „In den vergangen acht Jahren warst Du mir ein Kollege, auf den ich mich immer verlassen konnte“, lobte Zimmer Burlons Kunst sachlicher und ruhiger Verhandlungen, in denen er gut vorbereitet und mit viel Fachwissen punkten könne.

Nach rund 90 Minuten Wahlkampf pur kündigte Martin Burlon an, dass er die Zeit bis zum Urnengang am 28. Oktober noch nutzen werde, um mit den Menschen in den fünf Stadtteilen das Gespräch zu suchen. Dabei wird auch die eigens angefertigte „Burlon-Bank“ zum Einsatz kommen.

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