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Prozess vor dem Darmstädter Schwurgericht: Ex-Mann will zustechen: Mutige Zeugen verhindern Bluttat in Rüsselsheim

Von Mutige Zeugen verhinderten, dass ein 33-jähriger Frankfurter seine geplante Bluttat vollenden konnte. Eine Zeugin entriss dem Mann in Rüsselsheim sein Messer, mit dem er gerade zustechen wollte.
Messer (Symbolbild) Foto: Ruediger Rau; Fotolia Messer (Symbolbild)
Rüsselsheim. 

Noch bis Freitag, 3. März, soll der Prozess vor dem Darmstädter Schwurgericht gegen einen 33-jährigen Mann aus Frankfurt dauern. Die 11. Strafkammer hat eine umfangreiche Beweisaufnahme vorgesehen, die nach der Verlesung der Anklage am Donnerstag, 9. Februar, mehrere Tage dauern wird. Denn was den 33-Jährigen getrieben hat, am 15. September des vergangenen Jahres in das Mehrfamilienhaus in Rüsselsheim einzudringen und seiner Frau aufzulauern, das steht noch in den Sternen.

Fest steht bloß, dass sich das Ehepaar in Frankfurt laut Anklageschrift schon vor mehreren Jahren getrennt hat. Die Frau hielt sich vor ihrem eifersüchtigen Ehemann immer versteckt, bis sie in die Opelstadt zog. Hier hoffte sie nun, endlich Ruhe vor ihrem Ex-Mann zu finden.

Ständige Beschuldigungen

Doch weit gefehlt, der eifersüchtige Frankfurter fand schon bald die neue Adresse der Frau heraus und drangsalierte sie immer wieder. „Ich bringe Dich um. Du betrügst mich mit anderen Männern“, waren seine ständigen Beschuldigungen, heißt es in der Anklage.

Am 15. September, einem Donnerstag, vergangenen Jahres lauerte der Eifersüchtige seiner angeblich ungetreuen Frau nun in Rüsselsheim im Hausflur auf. Womit er allerdings nicht gerechnet hatte: Die Frau kam mit einem befreundeten Ehepaar nach Hause. Weiter heißt es in der Anklage, der 33-Jährige habe sich unter heftigen Beschimpfungen auf die angeblich ungetreue und längst von ihm getrennte Ehefrau gestürzt.

Gewürgt und geschlagen

Der Rasende stieß die wehrlose und überraschte Frau zu Boden, setzte sich danach auf ihren Bauch. Dann habe er mit beiden Händen ihren Hals umklammert und sie bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt. Außerdem schlug er den Kopf der Wehrlosen auch noch mehrfach auf den Fußboden. Das Ehepaar griff beherzt ein. Es versuchte, den völlig außer Kontrolle geratenen Mann von der angegriffenen Frau wegzureißen. Doch vergeblich. Der 33-Jährige holte ein Messer aus der Hosentasche, wollte ihr offensichtlich in die Brust oder gar in den Kopf stechen, so die Anklage.

Der Begleiterin der Angegriffenen gelang es, dem 33-Jährigen das Messer zu entwinden, so die Anklageschrift. Von der unerwarteten Gegenwehr irritiert ergriff der Frankfurter schließlich die Flucht. Von der Polizei festgenommen, sitzt der Angreifer derzeit in Untersuchungshaft.

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