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Ferienspiel-Kinder haben neue Stadtrallye-App erstellt

Mit Spaß die Stadt besser kennenlernen: Das können Isenburger und Touristen nun mit der neuen „App“ für ihr Handy. Bei der Stadtrallye gibt es viel zu entdecken und zu tüfteln.
Die Jugendlichen mit Stefan Schmitt (mitte) und Angelika Beranek (2. v. re.) auf dem Wilhelmsplatz, hinten das Haus der Vereine.	Foto: Leo Postl Die Jugendlichen mit Stefan Schmitt (mitte) und Angelika Beranek (2. v. re.) auf dem Wilhelmsplatz, hinten das Haus der Vereine. Foto: Leo Postl
Neu-Isenburg. 

Neu-Isenburgs Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU) hatte, wie ihm von den Jugendlichen gezeigt wurde, die kostenlose App "actionbound" auf sein Handy geladen und startete die Stadtrallye Neu-Isenburg. "Gehen Sie jetzt durch die Pfarrgasse bis auf den alten Marktplatz, dort befindet sich in der Mitte eine Motivplatte im Boden. Was ist darauf zu sehen?", so die Anweisung und die Frage aus der Applikation auf dem Handy. Nur wenn die richtige Antwort eingegeben wird, gibt es eine Weiterführung der Stadtrallye.

Bei einer richtigen Antwort folgt die nächste Aufforderung: "Gehen Sie nun in Richtung Süden durch die Gasse, überqueren die Offenbacher Straße, hinter dem großen Gebäude kommen Sie auf einen großen Platz. Was fand früher auf dem Platz statt?", will das Handy wissen. Klar, Kenner der Hugenottenstadt wissen, dass dies früher der Kerbplatz war. Fremde können sich jedoch über das Internet schlau machen oder Passanten befragen. Dann kann es wieder weitergehen.

Das Quartett der vier Jugendlichen, die als Ferienfreizeit des Infocafés diese Stadtrallye durch Neu-Isenburg zusammengestellt hat, war gespannt, ob Stefan Schmitt die richtigen Antworten weiß. "Der kennt die Stadt ganz gut", so der Kommentar des zwölf-jährigen Dennis.

Die Rallye mit dem Handy führt weiter durch die Richard-Wagner-Straße, dort gibt es "komisches Gebäude" - zumindest aus Sicht der Jugendlichen. "Dieses Haus haben wir nicht abfotografiert, sondern am Computer nachgebaut, damit es nicht zu einfach wird", erklärt Kurt. Stefan Schmitt hat es dennoch gefunden und die gefragte Hausnummer eingegeben. "Warum habt Ihr gerade dieses Haus ausgewählt?", wollte der Erste Stadtrat wissen. "Weil es überhaupt nicht schön ist", so die Antwort des Quartetts.

Die Tour führt weiter durch das Isenburg-Zentrum, dort soll jeder sein Lieblingsgeschäft benennen, dann zum Stier vor der Bibliothek. "Das ist selbst für mich schwierig, etwas über dieses Kunstwerk herauszufinden", gab Michael Grunewald zu. Der Referent für Umwelt und Technikentwicklung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) betreut zusammen mit der Sozialpädagogin Angelika Beranek das Projekt "Stadtrallye" der Ferienspiele des Infocafés.

Durch die Bahnhofstraße, wo weitere Bezugspunkte gefunden und Fragen beantwortet werden müssen, geht es zum Rathaus in der Hugenottenallee. Dort steht ein Gedenkstein im Mittelpunkt des Interesses. "Wir haben aber nicht nur sehenswerte und schöne Dinge mit in die Rallye eingebaut, sondern auch solche, die nicht so schön sind", verwies Dennis auf diverse Graffiti, die den Jugendlichen nicht gefallen.

Sich in den Ferien kreativ betätigen: Dieses Angebot gab es als Ferienspiele für Jugendliche vom Infocafé Neu-Isenburg. "Wenn Du Deine Stadt wie aus der Westentasche kennst, dann bist Du bei uns richtig. Und wenn Du sie noch kennenlernen willst, dann aber auch", lautete die Einladung seitens des Infocafés an die Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren für die Stadtrallye. Ferner war noch ein eigenes Smartphone oder ein Tablet-PC gewünscht.

Auf ihrer ersten Tour durch die Neu-Isenburger Innenstadt hatten die Teilnehmer der Ferienspiele des Infocafés erste Fakten gesammelt, mit der sie die "App" füttern wollen. "Wir haben aus dem Internet das Gerüst einer Stadtrallye heruntergeladen, diese sollten die Jugendlichen, ganz gezielt für Neu-Isenburg, mit Fakten ausgestalten", erläutert Angelika Beranek die Aufgabe. Nach einem Probelauf durch die Stadt haben die vier Jugendliche neue Dinge entdeckt, dafür andere wieder aus der App genommen. "Ich finde das, was die Jugendlichen hier gemacht haben, eine recht spannende Sache. Das interessiert mich selbst auch", sagte Erster Stadtrat Stefan Schmitt begeistert. Jetzt kann jeder auf den Spuren der Stadtrallye wandern.

Die Jugendlichen wollen mit ihrer Stadtrallye einen weiteren Anreiz geben, entweder als Gruppe oder gar als Wettbewerb ausgelegt, Menschen aller Altersgruppen zu animieren, ihre Stadt besser kennenzulernen.

 

(Leo Postl)
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