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Open-Air-Party in Dreieich: Festivalstimmung beim „Heimspiel“ in der Haagwegschneise

Von Vom Sven-Väth-Fan der ersten Stunde bis zum hippen 16-Jährigen – beim Festival „Heimspiel“ kamen alle zusammen und vergnügten sich beim Tanzen unter freiem Himmel. Und das alles bei freiem Eintritt.
Zu Techno-Klängen und Seifenblasen tanzte die Menge auf dem Ferienspielgelände an der Breiten Haagwegschneise auf dem Festival „Heimspiel“ ab. Bilder > Zu Techno-Klängen und Seifenblasen tanzte die Menge auf dem Ferienspielgelände an der Breiten Haagwegschneise auf dem Festival „Heimspiel“ ab.
Dreieich. 

Die Partymeute tanzt auf dem Rasen des Ferienspielgeländes an der Breiten Haagwegschneise in Dreieichenhain ausgelassen durch die Seifenblasen. Abwechselnd zucken die bunten Lichter, oder dicke Nebelschwaden wabern über die Tanzfläche. Aus den riesigen Boxen dröhnen die Techno-Klänge. Zum achten Mal hatte der Verein YouGen zum großen Festival der elektronischen Musik eingeladen, zum fünften Mal lief es unter dem Titel „Heimspiel“ in Kooperation mit der städtischen Kinder- und Jugendförderung.

Diese beiden Party-Schönheiten gönnten sich einen leckeren Cocktail und genossen die Musik. Bild-Zoom
Diese beiden Party-Schönheiten gönnten sich einen leckeren Cocktail und genossen die Musik.

Ganz neu war die liebevolle Dekoration mit den Heimspiel-Lettern und lauschigen Lichterketten. Eine Wimpelkette, quer über die Wiese gespannt, machte das Sommerfeeling dann perfekt. Dazu trendige Tees, leckere Limonaden und natürlich Bier von der Bar.

„Das Konzept mit der Deko haben wir im vergangenen Jahr beschlossen“, berichtete Alexander Graff, Pressesprecher des Vereins. „Da waren wir der Meinung, dass es da echt noch Verbesserungsbedarf gibt. Seit Mittwoch ist unser Team auf den Beinen und hat dafür gesorgt, dass der Platz jetzt so hübsch aussieht“, so Graff.

Gemeinnütziger Zweck

Ein bisschen erschrocken sind die Jugendlichen, als sie den Zaun entdeckten, der seit dem vergangenen Jahr quer durch das Grundstück läuft. Das hat mit der Abgabe des Platzes an den TVD zu tun, der eben nur einen Teil des Grundstücks übernehmen wollte. „Zum Glück haben wir die Stadt ja mit im Boot und konnten so die Zaunelemente rausnehmen und uns zunutze machen“, sagte Graff.

Diese beiden Party-Schönheiten gönnten sich einen leckeren Cocktail und genossen die Musik. Bild-Zoom
Diese beiden Party-Schönheiten gönnten sich einen leckeren Cocktail und genossen die Musik.

Musikalisch bieten die Veranstalter des Heimspiels schon länger höchstes Niveau. Sie hatten auch am Samstag wieder begehrte DJ’s zu Gast, die das Festival gerne unterstützen. Star des Abends war sicher Klangkünstler, ein aus dem Allgäu stammender Berliner, der mit seiner Musik längst die Welt erobert hat. „Das ist schon cool, dass wir solche Leute für uns gewinnen, und sie hier umsonst spielen“, sagte Graff. „Das liegt aber auch an unserem Konzept, dass wir ganz und gar auf die Gemeinnützigkeit setzen.“ Damit sei das „Heimspiel“ im Rhein-Main-Gebiet auch einzigartig.

Im Rhein-Main-Gebiet gebe es inzwischen viele gute Festivals mit elektronischer Musik. Aber der Eintritt des mit rund 1500 Besuchern gut angenommenen Heimspiels ist komplett frei, und die Gewinne aus den Getränkeeinnahmen fließen zu einem Teil an die Organisation Peace, die das Geld nutzt, um es gegen die sexuelle Gewalt an Kindern in Sri Lanka einzusetzen.

DJ’s in der Region fördern

Finanzieren lässt sich die Veranstaltung dank der Unterstützung der lokalen Partner und Sponsoren. Eintritt wollen Alexander Graff und seine Mitstreiter auch künftig nicht nehmen: „Wir wollten mit dem Festival ein Angebot für die Dreieicher Jugendlichen organisieren – aber eben für alle Jugendlichen ohne Hürden durch einen Eintritt. Dabei wollen wir auch bleiben“, betonte Graff.

Unvergessliche Momente werden auch beim Heimspiel mit der Handykamera festgehalten. Bild-Zoom
Unvergessliche Momente werden auch beim Heimspiel mit der Handykamera festgehalten.

Außerdem ist es YouGen auch sehr wichtig, die jungen Nachwuchs-DJ’s der elektronischen Szene in der Region zu fördern. Dieses Jahr durfte Dominik Bogon aus Frankfurt an die großen Mischpulte. Der 17-Jährige, der den Veranstaltern im vergangenen Jahr bei dem YouGen-Nachwuchs-Contest aufgefallen ist, machte seine Sache überaus gut. Außerdem war er der einzige der insgesamt sechs DJ’s, der ganz Oldschool mit Vinylplatten seinen eigenen Sound mixte.

Das Problem mit den fetten Bass-Beats und den daraus folgenden Beschwerden aus Dreieichenhain hat das Team inzwischen im Griff. 2015 gab es doch etliche schlecht gelaunte Anrufe aus dem Stadtteil. Im vergangen Jahr hat sich ein technischer Trick bewährt, bei dem die Boxen hintereinander gestellt werden und der Schall nur noch auf die Tanzfläche reflektiert wird. Das funktionierte auch am Wochenende wieder hervorragend, so dass die Besucher ganz ohne schlechtes Gewissen abtanzen konnten.

Über den Verein

YouGen ist seit dem Jahr 2013 ein eingetragener Verein in Dreieich und hat 30 Mitglieder, von denen 15 das Festival aktiv unterstützen.

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Das Publikum war übrigens überraschend gemischt: Von den hippen 16-Jährigen bis zum Sven-Väth-Fan der ersten Stunde im gesetzteren Alter war alles vertreten. „Da merken wir schon, dass Frankfurt die Geburtstunde des Technos war und es immer noch seine Fans hat. Das ist ja auch schön, dass das hier so alles zusammen gut funktioniert“, so Alexander Graff.

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