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Flagge zeigen für Tibet

Seit 1996 gibt es jeweils am 10. März einen Aktionstag für Tibet. Er soll auch für friedliche Konfliktlösungen werben.
Mörfelden-Walldorf. 

Seit den 1950er Jahren hält die Volksrepublik China Tibet besetzt. Am 10. März erhoben sich die Tibeter gegen die Besatzungsmacht. Sie versammelten sich vor der Sommerresidenz ihres damaligen Oberhauptes, des Dalai Lama, um ihn vor der Gefangennahme zu schützen. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen, der Dalai Lama floh ins indische Exil.

Um an die Okkupation und die blutige Niederschlagung des Aufstandes zu erinnern, gibt es seit 1996 jedes Jahr am 10. März einen Aktionstag für Tibet. „Deutschland zeigt Flagge“ heißt er und auch Mörfelden-Walldorf wird sich daran beteiligen. „Gerade in der heutigen Zeit, in der auch an vielen anderen Orten der Welt Konflikte gewaltsam ausgetragen werden, ist diese Aktion auch ein Flagge zeigen für friedliche Konfliktlösungen und gegen repressive Unterdrückung“, sagte Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD). Die Doppelstadt beteiligt sich schon seit zehn Jahren an dieser Aktion.

Das Flagge zeigen ist dabei wörtlich zu nehmen, die Flagge Tibets wird vor dem Rathaus gehisst. Den Tibetern werden auch 60 Jahre nach der Besetzung grundlegende Rechte wie das Recht auf Selbstbestimmung, Meinungsfreiheit, Religions- und Versammlungsfreiheit verwehrt. Gleichzeitig sorgt die chinesische Regierung dafür, dass immer mehr Han-Chinesen nach Tibet kommen und damit Sprache und Kultur der Tibeter verdrängen. Jeglicher Protest wird mit einer Verstärkung der Militärpräsenz beantwortet. Rund 850 tibetische politische Gefangene sollen sich derzeit in chinesischen Gefängnissen befinden. Selbst der Besitz eines Bildes des Dalai Lamas kann zur Verhaftung führen.

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